Deadline: 28.01.2022

Globalisierung der Grenzen – Grenzen der Globalisierung. Migration zwischen globalen Krisen und lokalen Dynamiken

Call for Panels and Papers für die Jahrestagung zur Migrationsforschung vom 26. bis 28. September 2022 in Krems, Österreich. Deadline: 28. Januar 2022

Migration ist wesentlicher Teil gesellschaftlichen Wandels in einer sich globalisierenden Welt. Globalisierung als multidimensionaler und grenzüberschreitender Prozess steht hierbei in einer komplexen Wechselbeziehung zu internationaler Migration und Mobilität sowie lokalen (Dis-) Integrationsprozessen. Die internationale Vernetzung und Integration von gesellschaftlichen Systemen wird insbesondere durch grenzüberschreitende Krisen allgemein sichtbar. Internationale Mobilität ist ein wesentlicher Transmissionsmechanismus, welcher Krisen selbst globalisiert und lokale Wirkungen entfaltet. In welcher Weise verändert Migration sowohl Herkunfts- als auch Aufnahmegesellschaften, und wie stehen diese Veränderungen transnational in Verbindung? Wie erleben sowohl Migrantinnen und Migranten als auch die Mehrheitsbevölkerung diese komplexen und grenzüberschreitenden Zusammenhänge, und welche Verhaltensreaktionen folgen daraus? Wie versuchen Akteure aus Politik, Religion, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Kunst auf diese Veränderungsprozesse Einfluss zu nehmen? Wie verändern diese gesellschaftlichen Prozesse die Rolle von Grenzen sowie das Selbstverständnis und die Souveränität von Staaten? Wir wollen bei dieser Tagung aber auch die Grenzen der Globalisierung beleuchten. Stehen wir möglicherweise am Beginn einer Periode der Deglobalisierung, die durch globale Krisen wie die Finanzkrise von 2007-2009, die Covid-19 Pandemie und die Klimakrise ausgelöst wird? Wie verändert sich Mobilität und Migration und ihre Steuerung in diesen Kontexten? Und lassen sich Verbindungen herstellen zu früheren Hochphasen der Globalisierung bzw. der Deglobalisierung, wie zum Beispiel um die Wende zum 20. Jahrhundert?

Migrationsforschung ist ein Forschungsfeld, in welchem sich eine Vielzahl an Wissenschaftsdisziplinen mit solchen Fragestellungen beschäftigt. Die 7. Jahrestagung der österreichischen Migrationsforschung wird in Hauptvorträgen und Plenardebatten die Herausforderungen und Chancen multidisziplinärer Perspektiven zum Thema Migration und Globalisierung beleuchten. Dabei wird es auch darum gehen, ob und wie das Verständnis von Migration und Mobilität, Integration und Sesshaftigkeit, Diversität und Teilhabe, im Kontext globalisierter Gesellschaften modifiziert werden muss.

Wir laden dazu ein, Vorschläge für Panels und Papers einzureichen. Multidisziplinär orientierte Panels und solche, die im Sinne des Tagungsthemas unterschiedliche Migrationsperspektiven zusammenführen bzw. Gesellschaften aus der Perspektive der Migration neu denken, werden bei der Auswahl besonders berücksichtigt werden. Es gibt jedoch keine Einschränkungen thematischer Natur, d.h. es können sowohl Panels als auch Papers zu allen mit Migration, Mobilität und Integration in Zusammenhang stehenden Themen eingereicht werden. Ausgewählte und positiv begutachtete Beiträge werden in einem Sammelband beim Verlag der ÖAW als Open Access Publikation veröffentlicht, wobei auch der Fokus auf das Tagungsthema berücksichtigt wird.

Vorschläge für Panels und Papers können sowohl in englischer als auch in deutscher Sprache eingereicht werden.

Panels
Vorschläge für Panels von 90 Minuten (mit jeweils drei bis maximal vier Kurzvorträgen) sollten einen vorläufigen Titel und eine Beschreibung des Panelthemas (800 Wörter) enthalten, aus der das innovative Potential des Panels im Rahmen existierender Forschung hervorgeht. Zudem sollten Namen, Titel und Abstracts von je 250 Wörtern für die Vorträge angehängt werden. Die Abstracts sollten die konkrete Forschungsfrage, den theoretischen und methodischen Zugang sowie ggf. die verwendeten Daten erläutern. Panelvorschläge sollen außerdem eine Person enthalten, welche die Vorträge kritisch kommentiert und damit die Publikumsdiskussion einleitet. Diese Person soll nicht Ko-AutorIn oder Mitglied von Forschungsteams, die Panelbeiträge erarbeitet haben, sein. Voraussetzung für die Annahme ist, dass die Vortragenden in den Panels aus verschiedenen Institutionen stammen. Interdisziplinär und international vergleichend ausgerichtete Panels werden bevorzugt.

Paper
Vorschläge für Papers können auch unabhängig von Panels eingereicht werden. Sie sollten einen vorläufigen Titel und eine kurze Zusammenfassung von ungefähr 500 Wörtern enthalten, in der die genaue Fragestellung, der theoretische und methodische Zugang sowie ggf. die verwendeten Daten erläutert werden. Interdisziplinär und international vergleichend ausgerichtete Papers werden bevorzugt.

Bitte senden Sie Ihre Vorschläge bis zum 28. Januar 2022 an kmi(at)oeaw.ac.at

Die Auswahl erfolgt bis zum 8. April 2022.

Vorträge müssen bis 10. September 2022 als vollständige schriftliche Rohfassung vorliegen. Das Konferenzkomitee kann Beiträge, zu denen bis zu diesem Zeitpunkt kein Text vorliegt, durch Beiträge aus einer Reserveliste ersetzen.

Ein disziplinär breit aufgestelltes Programmkomitee wird die VeranstalterInnen bei der Auswahl der eingegangenen Panel- und Vortragsvorschläge unterstützen. Neben Qualität und Originalität wird dabei auch der thematische Zusammenhang zum Tagungsthema ein Kriterium sein.

Die Organisation der Anreise und Kosten für die Unterkunft am Tagungsort müssen von den Teilnehmenden selbst übernommen werden. Die Veranstalter werden jedoch günstige Konditionen für Unterkünfte verhandeln. Sollte die Konferenz nicht vor Ort stattfinden können, wird sie als Online-Konferenz durchgeführt.

Als Beitrag zur Abdeckung von Kosten für Verpflegung wird eine geringfügige Konferenzgebühr eingehoben.

Alle Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie auch unter: www.oeaw.ac.at/kmi

Diese Veranstaltung wird von der Kommission für Migrations- und Integrationsforschung, ÖAW, dem Institut für Stadt- und Regionalforschung, ÖAW, dem Department für Migration und Globalisierung an der Donau-Universität Krems sowie der Fakultät für Sozialwissenschaften, Universität Wien, organisiert.

Zum CfPP (PDF)