Thomas Hoebel | Rezension |

Begriffsgetrieben

Rezension zu „Generally Speaking. An Invitation to Concept-Driven Sociology“ von Eviatar Zerubavel

Abbildung Buchcover Generally Speaking von Eviatar Zerubavel

Eviatar Zerubavel:
Generally Speaking. An Invitation to Concept-Driven Sociology
Großbritannien
Oxford 2020: Oxford University Press
128 S., £ 64,00
ISBN 9780197519271

Die Programmverantwortlichen hätten einem langweiligen Thema wohl etwas Aufmerksamkeit verschaffen wollen, vermutete der Soziologe Herbert Blumer mit Blick auf die ihm gestellte Aufgabe, über „Wissenschaft ohne Begriffe“ zu sprechen. Der Titel wurde ihm vorgegeben, „wahrscheinlich so entworfen, um gleichgültige und müde Studierende zu schockieren“[1] – und zwar während des Ninth Annual Institute of Social Research, das im Spätsommer 1930 an der Universität Chicago stattfand.

Zuspitzend formuliert vertrat Blumer in seinem damaligen Vortrag die These, dass Begriffe für all diejenigen, die wissenschaftlich arbeiten, in verschiedener Hinsicht als Ausgangspunkte fungieren: um empirische Erfahrungen mit einer ersten vorläufigen Deutung zu versehen; um aus dieser anfänglichen Deutung eine Phänomenbeschreibung zu entwickeln; um sich mit anderen über Daten und Phänomene zu verständigen und „konzertiert“[2] an wissenschaftlichen Untersuchungen zu arbeiten; um empirische Bezüge zwischen Phänomenen zu entdecken und aus Begriffsnetzen Theorien zu spinnen.

Theoretisch-methodologische Taktiken

Mit Generally Speaking spricht Eviatar Zerubavel nun eine erneuerte Einladung zur „begriffsgetriebenen Soziologie“ aus. An Invitation to Concept-Driven Sociology lautet der programmatische Untertitel des kaum mehr als 100 Seiten starken Bändchens.[3] Begriffe erlaubten Soziolog’innen „attentional sensitization“ (S. 3), formuliert Zerubavel eng angelehnt an Blumer, der für eine starke methodologische Stellung sogenannter sensibilisierender Begriffe wirbt.[4] Sensibilisierende Begriffe geben nicht an, was ist, sondern lenken analytische Aufmerksamkeiten und helfen dabei, vage und abstrakt umrissene Phänomene genauer zu erforschen und zu explizieren, wie sie an einem bestimmten Ort und in einem bestimmten zeitlichen Kontext beschaffen sind. „The hundreds of our concepts – like culture, institutions, social structure, mores, and personality – are not definitive concepts but are sensitizing in nature“, so Blumer.[5] Sie markieren die vermutete Relevanz eines Phänomens, beschreiben jedoch nicht seine konkrete und kontextgebundene Gestalt.

Generally Speaking ist vor diesem Hintergrund eine Art Supplement zu Blumers methodologischen Schriften. Diese bestechen zwar durch ihren Reflexionsgrad und ihre forschungsprogrammatischen Forderungen. Es fehlt ihnen aber an forschungspraktischer Ausarbeitung, wie eigentlich zu verfahren sei, will man ihren Maßgaben tatsächlich folgen. Zerubavel schlägt hierfür vier zentrale „theoretico-methodological tactics“ (S. 22) vor, die er als elementar für eine begriffsgetriebene Soziologie betrachtet: focusing, generalizing, exampling und analogizing. Er widmet ihnen jeweils ein Kapitel seines Buches, bevor er unter der Überschrift „Eureka!“ abschließend Bilanz zieht.

Bei den Ausdrücken, die er den vier Forschungstaktiken verpasst, handelt es sich im Grunde selbst um sensibilisierende Konzepte. Forschende können mit ihnen entweder über ihre Forschung nachdenken, während sie unmittelbar in ihre Untersuchung verstrickt sind.[6] Oder sie halten mit ihnen das Handwerkszeug in Händen, um einzelne Forschungsschritte bis hin zu ganzen Untersuchungsdesigns vorzubereiten.

Auf der Suche nach generischen Eigenschaften

Fokussieren ist dabei der zentrale „Eröffnungszug“[7] einer begriffsgetriebenen soziologischen Analyse. Der Grundgedanke ist, dass Ausdrücke, mit denen Menschen versuchen, sich oder anderen eigene empirische Erfahrungen begreiflich zu machen, dem’der Soziolog’in Anlass bieten, diese Erfahrungen nicht nur als persönlich oder singulär zu behandeln. Die genutzten Begriffe sind vielmehr ein Hinweis auf allgemeinere, an diversen Orten und zu diversen Zeiten existente Muster sozialen Lebens („social patterns“, S. 7).[8]

In seiner früheren Studie zum Elephant in the Room nutzt Zerubavel das im (akademischen) Volksmund zwar wohlbekannte, aber kaum theoretisierte Konzept der „conspiracy of silence“,[9] um sich mit der generellen sozialen Gestalt jener besonderen Stille zu befassen, die ihm in einem Graduiertenprogramm begegnet, dessen Direktion er übernommen hat. Das Buch zeigt ebenso plastisch wie überzeugend, dass die begriffsgetriebene Soziologie, die Zerubavel vorschwebt, auf Generalisierung abzielt. Er verharrt weder bei seiner eigenen universitären Erfahrung noch entwickelt er sein Argument in enger Auseinandersetzung mit einem bestimmten empirischen Fall, den er sich in allen zugänglichen Details anschaut. Die empirischen Bezüge sind vielmehr äußerst vielfältig – von Andersens Märchen Des Kaisers neue Kleider über die Schweigsamkeit, die in Israel wie auch in Deutschland jahrzehntelang den Holocaust umhüllte, bis hin zu Nelson Mandelas bewusstes Sprechen über den HIV-induzierten Tod seines Sohnes[10] –, denn nur so vermag Zerubavel seine dezidiert vergleichende Perspektive hinreichend zu verfolgen.[11]

Bei aller Diversität und Varianz, so das Credo von Zerubavels begriffsgetriebener Soziologie, gibt es immer etwas „Generisches“ (S. 22) zu entdecken.

Es geht ihm nicht darum, den Besonderheiten des Einzelfalls nachzuspüren, sondern darum, die Gemeinsamkeiten diverser Vorgänge zu explorieren. Ihn interessieren Geschehnisse, die kulturell, historisch, situativ oder hinsichtlich ihrer Spannweite unterschiedlich sind, weil er von ihrer jeweiligen Singularität abstrahieren (S. 13) und ihrer „formalen Äquivalenz“ nachgehen will (S. 38). Denn bei aller Diversität und Varianz, so das Credo von Zerubavels begriffsgetriebener Soziologie, gibt es immer etwas „Generisches“ (S. 22) zu entdecken. Und die Kenntnis der generischen Eigenschaften eines Phänomens, das man beispielsweise auf den Begriff der „conspiracy of silence“ gebracht hat, hilft dann wiederum, singuläre Vorgänge dieser oder ähnlicher Art besser in ihrer konkreten Gestalt verstehen zu können.

Während Generalisieren also in erster Linie das Erkenntnisinteresse des Zerubavel’schen Forschungsansatzes betont, beschreiben Exemplifizieren und Analogien vor allem das handwerkliche Vorgehen. Dass Zerubavel nicht einfach nur von Sampling schreibt, wenn er sich mit der Frage der Datengewinnung für eine begriffsgetriebene Soziologie befasst, sondern von exampling (sprich: Ek-sampling), hat seinen Grund. Anders als beispielsweise in der Grounded Theory, von der er sich explizit abgrenzt (S. 6), „emergieren“[12] die theoretischen Sätze nicht aus dem empirischen Material, das heißt, die Daten gehen der begrifflichen Arbeit nicht voraus. Stattdessen dient eine anfängliche begriffliche Intuition als fortwährender Orientierungspunkt bei der letztlich eklektischen Suche nach empirischen Quellen. Die Daten qualifizieren sich schlicht dadurch als Daten, dass sie Einsichten in das begrifflich umrissene Phänomen versprechen, man es also mit ihrer Hilfe genauer studieren kann – und zwar mit Blick auf mögliche formale Analogien.

So basiert eine verschwörerische Stille, um auf Zerubavels Arbeit über den beschwiegenen Elefanten im Raum zurückzukommen, auf dem aktiven Handeln vieler Beteiligter, zudem ist Verleugnen kein psychologischer Vorgang, sondern ein wechselseitig-sozialer – sei es im Israel und im Deutschland der 1950er-Jahre, im US-Kongress ab den 1960er-Jahren oder in Südafrika Anfang der 2000er. „When analogizing, one thus consciously disregards conventionally noted differences in order to be able to notice conventionally ignored equivalences.“ (S. 43) Die „Multikontextualität“ der Daten (S. 25) erlaubt es überhaupt erst, Ähnlichkeiten zu finden.

Georg Simmel und Howard S. Becker lassen grüßen: Während Simmel als Urheber jener „formalen Soziologie“ gilt, die Zerubavel bei seiner Suche nach „social patterns“ zutiefst inspiriert,[13] ist Becker derjenige, der mit Verve für eine so antikonventionelle Sozialforschung wirbt,[14] wie Zerubavel sie verfolgt. Formale Analogien zwischen möglichst diversen Vorgängen herzustellen, zählt schließlich nicht gerade zum Mainstream des soziologischen Geschäfts.[15]

Die Muster der eigenen Forschungspraxis

Damit ist Generally Speaking weit mehr als nur ein Blumer-Supplement, es ist – etwas pathetisch formuliert – Zerubavels methodologisches Vermächtnis. Denn vielfach erörtert er sein Verständnis einer „concept-driven sociology“ nicht nur anhand klassischer und zeitgenössischer soziologischer Studien, sondern insbesondere indem er aus seiner eigenen Forschungsbiografie berichtet und eigene Untersuchungsergebnisse heranzieht. So gesehen ist das Buch selbst eine Suche nach Mustern, weil Zerubavel rückblickend versucht, das generische Template seiner eigenen Forschungspraxis zu erörtern.

Das Buch ist selbst eine Suche nach Mustern, weil Zerubavel rückblickend versucht, das generische Template seiner eigenen Forschungspraxis zu erörtern.

Generally Speaking ist Zerubavels mittlerweile 14. Monografie – seine Vorläufer haben sich über vier Jahrzehnte sukzessive zu einer „kognitiven Soziologie“ verdichtet.[16] Er gibt damit einen grundlegenden Einblick in die Art, wie Menschen denken und wie dieses Denken real ist in seinen sozialen Konsequenzen (und Ursprüngen), um es angelehnt an das Thomas-Theorem zu formulieren.[17] Als „social beings“ ist unsere Zugehörigkeit zu (in der Regel mehreren) konkreten sozialen Kreisen entscheidend für unser Verständnis von uns selbst, von anderen und von den Dingen, mit denen wir regelmäßig oder überraschend konfrontiert sind.[18] Unser Selbst- und Weltverhältnis ist dabei in der Regel lokalspezifisch und kontextgebunden.

Singularitäten (S. 59) zu erforschen, ist gewissermaßen soziologisches Alltagsgeschäft. Folgt man Zerubavel, dient die soziologische Analyse des Einzelfalls primär dazu, nach generischen Gestaltungsprinzipien von Phänomenen zu fahnden, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. „Driving beneath the social surface“, charakterisiert er sein Vorgehen (S. 70). „Concept-driven sociology“ ist damit eine erklärende Soziologie, denn sie eröffnet heuristische Optionen darüber, wie „conspiracies of silence“, Zeitpläne und Kalender („hidden rhythms“[19]) oder gesellschaftliche Normalitätsvorstellungen („taken for granted“[20]) in die soziale Welt kommen und in ihr bleiben.

Einladung an wen?

Einladungen erreichen uns üblicherweise im Postkartenformat. Hier bekommen wir ein ganzes Buch vorgelegt. Ich frage mich allerdings, an wen es sich konkret richtet. Für diejenigen, die bereits Zerubavels gleichnamigen Aufsatz aus dem Jahr 2007 kennen,[21] enthält das Bändchen nichts grundlegend Neues. Die Thesen sind nur deutlich ausführlicher dargelegt. Für den Einsatz in der Lehre ist es zu voraussetzungsvoll. Zum einen sind die Debatten und Autor’innen, von denen er sich abgrenzt, oftmals nur knapp angesprochen oder bleiben gleich ganz im Hintergrund. Dass es sich bei Zerubavels begriffsgetriebener Soziologie um einen anti(neo-)positivistischen Ansatz handelt, der eine kraftvolle Alternative zum analytisch-nomologischen Theoriefokus deduktiv verfahrender Soziologien darstellt,[22] lässt sich nur erahnen.

Generally Speaking ist in großen Teilen ein forschungsbiografisches Buch, in dem sich der Autor auf das eigene akademische Umfeld konzentriert. Entsprechend bezieht sich Zerubavel auf die ihm nahestehenden Blumer und Simmel und ignoriert die Familienähnlichkeiten seiner Perspektive zu Charles S. Peirces „Abduktion“,[23] zu Ludwig Wittgensteins „Aspektsehen“[24] oder zu Andrew Abbotts „Heuristiken“.[25] Damit vergibt er allerdings die Chance, seine Einladung zur Begriffsgetriebenheit in der Forschungslandschaft zu verorten! Schade – bis ärgerlich – ist außerdem, dass er über die Frage, wie Forschende eigentlich zu den Begriffen gelangen, an die sie fortan analytische Intuitionen knüpfen, einfach hinweggeht.

Weil Zerubavel in der deutschsprachigen Sozialforschung (bisher) kaum rezipiert wird,[26] funktioniert Generally Speaking auch nicht als Einstiegstext. Seine Studien faszinieren nämlich vor allem wegen der unkonventionellen Exploration von Alltagsphänomenen, auf die er in seinem Büchlein notwendigerweise nur referieren kann. Es handelt sich daher im Grunde um einen Hypertext, der fortwährend auf Zerubavels Werk oder das anderer soziologischer Autor’innen verweist, um kenntlich zu machen, wo es sich lohnt weiterzulesen, will man der praktischen Umsetzung von focusing, generalizing, exampling und analogizing genauer nachgehen.

Wer sich bereits mit den Arbeiten des Autors auskennt oder sich die Mühe machen will, den vielen ausgelegten Spuren nachzugehen, wer zudem gerne mit Analogien arbeitet und sich mit diversen Phänomenen befasst, und wer oft den Eindruck hat, dass sich die eigene Forschungspraxis nicht besonders gut den üblichen Lehrbüchern fügt, dem bietet Generally Speaking allerdings eine inspirierende Möglichkeit zur Selbstreflexion. Das lässt der etwas lahm geratene Titel nicht unbedingt erahnen. Aber Zerubavel geht es vermutlich auch nicht darum, müde und gleichgültige Studierende zu schockieren.

  1. Herbert Blumer, Wissenschaft ohne Begriffe, in: ders., Symbolischer Interaktionismus. Aufsätze zu einer Wissenschaft der Interpretation, hrsg. von Heinz Bude / Michael Dellwing, Berlin 2013, S. 42–62, hier S. 42.
  2. Ebd., S. 54.
  3. Wie schon bei seinem Buch Social Mindscapes (1997), mit dem er An Invitation to Cognitive Sociology aussprach, ist auch der hiesige Untertitel eine Reminiszenz an Zerubavels Freund Peter L. Berger, Einladung zur Soziologie. Eine humanistische Perspektive [1963], hrsg. von Michaela Pfadenhauer / Bernt Schnettler, übers. von Monika Plessner, Konstanz 2011. Siehe dazu auch Lorenzo Sabetta / Eviatar Zerubavel, Times of Sociology. Eviatar Zerubavel in Conversation with Lorenzo Sabetta, in: Sociologica 13 (2019), 2, S. 55–74, hier S. 69.
  4. Zerubavel bezieht sich dabei direkt (S. 3) auf eine zentrale Passage in einem weiteren prominenten Aufsatz Blumers aus dem Jahr 1954: „Whereas definitive concepts provide prescriptions of what to see, sensitizing concepts merely suggest directions along which to look.“ Herbert Blumer, What Is Wrong with Social Theory?, in: American Sociological Review 19 (1954), 1, S. 3–10, hier S. 7.
  5. Ebd.
  6. Siehe dazu auch Howard S. Becker, Soziologische Tricks. Wie wir über Forschung nachdenken können, übers. von Ursel Schäfer und Enrico Heinemann, mit einem Nachw. von Thomas Hoebel, Hamburg 2021.
  7. Andrew Abbott, Methods of Discovery. Heuristics for the Social Sciences, New York 2004, S. 4.
  8. Zerubavel spricht in diesem Zusammenhang auch von einem „focal commitment“, das mit der analytischen Entscheidung für bestimmte Begriffe verbunden ist (S. 6). Man darf sich an Quines Hinweis auf „ontologische Verpflichtungen“ erinnert fühlen, die Forschende eingehen, wenn sie mithilfe sprachlicher, in der Regel theoretischer, Ausdrücke die Existenz bestimmter Phänomene behaupten. Willard V. Quine, On What There Is, in: The Review of Metaphysics 2 (1948), 5, S. 21–38, hier insbes. S. 27–29. Bei Zerubavels „focal commitments“ wird die Existenz der Phänomene zunächst unterstellt, ihre Plausibilität muss sich im Forschungsprozess beweisen. Denn die eigentliche Arbeit liegt nun darin, das Phänomen, auf das eine begriffliche Intuition abzielt, in seiner generellen Gestalt genauer zu begreifen – ohne wie die Forschenden, die Quine in seinem Aufsatz vor Augen hat, bereits über eine elaborierte Theorie dazu zu verfügen.
  9. Eviatar Zerubavel, The Elephant in the Room. Silence and Denial in Everyday Life, Oxford / New York 2008, S. 2.
  10. Ebd., S. 6–8, 11, 87.
  11. Sabetta/Zerubavel, Times of Sociology, S. 56.
  12. Barney G. Glaser / Anselm L. Strauss, Die Entdeckung gegenstandsbezogener Theorie. Eine Grundstrategie qualitativer Sozialforschung [1979], in: Christel Hopf / Elmar Weingarten (Hg.), Qualitative Sozialforschung, übers. von Fridlinde und Peter Büchner, Stuttgart 1993, S. 91–114, hier S. 94.
  13. Siehe auch Eviatar Zerubavel, If Simmel Were A Fieldworker. On Formal Sociological Theory and Analytical Field Research*, in: Symbolic Interaction 3 (1980), 2, S. 25–34; ders., Generally Speaking. The Logic and Mechanics of Social Pattern Analysis, in: Sociological Forum 22 (2007), 2, S. 131–145.
  14. Becker, Soziologische Tricks, S. 20.
  15. Jack Katz, Book Review: Hidden in Plain Sight: The Social Structure of Irrelevance, in: Contemporary Sociology 45 (2016), 5, S. 673–674, hier S. 673.
  16. Eviatar Zerubavel, Social Mindscapes. An Invitation to Cognitive Sociology, Cambridge, MA 1997; siehe dazu auch Wayne Brekhus, The Rutgers School. A Zerubavelian Culturalist Cognitive Sociology, in: European Journal of Social Theory 10 (2007), 3, S. 448–464.
  17. William Isaac Thomas / Dorothy Swaine Thomas, The Child in America. Behavior Problems and Programs, New York 1928, S. 572.
  18. Zerubavel, Social Mindscapes, insbes. S. 5 f.
  19. Eviatar Zerubavel, Hidden Rhythms. Schedules and Calendars in Social Life, Chicago, IL 1981.
  20. Eviatar Zerubavel, Taken for Granted. The Remarkable Power of the Unremarkable, Princeton, NJ / Oxford 2018.
  21. Zerubavel, Generally Speaking.
  22. Siehe nur Hartmut Esser, Soziologie. Allgemeine Grundlagen, Frankfurt am Main / New York 1993.
  23. Siehe dazu Jo Reichertz, Die Abduktion in der qualitativen Sozialforschung. Über die Entdeckung des Neuen, 2., akt. und erw. Aufl., Wiesbaden 2013; Richard Swedberg, On Charles S. Peirce’s Lecture „How to Theorize“ (1903), in: Sociologica 6 (2012), 2, S. 1–27.
  24. Ludwig Wittgenstein, Tractatus logico-philosophicus, Frankfurt am Main 1984, S. 525.
  25. Abbott, Methods of Discovery.
  26. Selbst Rainer Schützeichel bildet hier keine Ausnahme. Ders., Kognitive Soziologie, in: ders. (Hg.), Handbuch Wissenssoziologie und Wissensforschung, Konstanz 2007, S. 276–280.

Dieser Beitrag wurde redaktionell betreut von Wibke Liebhart.

Kategorien: Geschichte der Sozialwissenschaften Methoden / Forschung

Thomas Hoebel

Thomas Hoebel, Soziologe, arbeitet am Hamburger Institut für Sozialforschung. Er forscht zu organisierter Gewalt, schreibt an einer Methodologie prozessualen Erklärens und befasst sich mit dem Rätsel, wie gute wissenschaftliche Texte entstehen.

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