Oliver Schlaudt | Literaturessay |

Die kulturelle Evolution des Geldes als multidisziplinäres Forschungsprogramm

Literaturessay zu „Geld, Kognition, Vergesellschaftung. Soziologische Geldtheorie in kultur-evolutionärer Absicht“ von Hanno Pahl

Hanno Pahl:
Geld, Kognition, Vergesellschaftung. Soziologische Geldtheorie in kultur-evolutionärer Absicht
Deutschland
Wiesbaden 2021: Springer VS
XII, 511 S., 54,99 EUR
ISBN 978-3-658-32683-8

I

„Koevolution“ bezeichnet den wissenschaftlichen Drahtseilakt, Phänomene in ihrer inneren und konstitutiven wechselseitigen Bezogenheit zu begreifen, ohne sie dabei in einem Ozean des Ungeschiedenen und Ununterscheidbaren zerfließen zu lassen. Wenn beispielsweise ein Organismus nicht nur Produkt seiner Umwelt ist, sondern diese Umwelt in einer unaufhörlichen Arbeit der Nischenkonstruktion mit gestaltet, und umgekehrt diese Umwelt in Form eines dichten Bakterien- und Virenteppichs nicht nur das Äußere des Organismus lückenlos besiedelt, sondern durch alle Öffnungen in sein Inneres kriecht und seine Eingeweide erobert, um mit ihm einen „Holobionten“ – ein evolutionär verschränktes Vielwesen zu bilden – kann man dann überhaupt noch von einem von seiner Umwelt unterschiedenen Organismus sprechen? Oder sind alle Grenzziehungen bloß konventionell? Ist die Trennlinie zwischen Organismus und Umwelt so beliebig wie die Grenze, die der Kartograph in vollkommener kolonialistischer Ignoranz aller wirklichen Zusammenhänge auf dem Papier zieht? Die Antwortet lautet, dass die Umwelt koevolutionär Organismen hervorbringt, die, obgleich sie vollkommen von ihr abhängig sind, zugleich doch eine relative Autonomie aufweisen. Auch wenn der Organismus nur innerhalb einer Umwelt eine funktionale Einheit darstellt und zudem sein Funktionieren von einem steten Austausch von Materie und Energie mit dieser Umwelt bedingt ist, lassen sich ein „Außen“ und „Innen“ des Organismus gleichwohl sinnvoll unterscheiden, insofern der Organismus homöostatische Selbstregulierungsmechanismen aufweist, die sein Inneres gegenüber äußeren Einflüssen stabilisieren und damit erst konstituieren. Und obgleich die Menschen mit jeder Faser ihres Körpers und Geistes soziale Wesen sind, kann doch der einzelne in seinem Handeln und Denken eine relative moralische und epistemische Autonomie erlangen. Erziehung hat die nahezu paradoxe Aufgabe zu lösen, durch soziale Beeinflussung Persönlichkeiten hervorzubringen, die just gegen derlei Einflüsse eine relative Autonomie – zum Beispiel in Form eines Urteilsvermögens – entwickeln. Und auch freiheitliche Gesellschaften – um einen unerhörten aktuellen Bezug herzustellen – sollen ein Miteinander pflegen, welches den Einzelnen in den Stand setzt, auch gegen gesellschaftlichen Druck non-konforme Entscheidungen zu treffen.

Gleichberechtigt neben der Koevolution von Organismus und Umwelt steht diejenige von Genen und Kultur. Mit der kulturellen Tradierung eröffnet sich neben dem Mechanismus der Gene ein weiterer Vererbungskanal im Reich der Natur. Die Kultur hängt im Grunde vollkommen von der Biologie, ihrem animalischen Fundament ab. Zwar mag sie uns – nach Ludwig Börnes Worten über die Dichtkunst – gewähren, „was uns die Natur versagt: eine goldene Zeit, die nicht rostet, einen Frühling, der nicht abblüht, wolkenloses Glück und ewige Jugend“. Aber auch Gedichte bleiben Naturlaute, die im Dickicht der Technosphäre das eine sterbliche Tier dem anderen zugrunzt, woraufhin beide von wolkenlosem Glück träumen und sich allein in Gedanken aus dem Kreislauf von Erblühen, Verwelken, Kompost und Wiedergeburt erheben, in welchen sie mit jeder Faser ihres Körpers eingeschrieben bleiben. Gleichwohl, wie der Organismus entwickelt auch die Kultur eine relative Autonomie: sie suspendiert in ihrem Umkreis zwar nicht die Naturgesetze, aber bringt als eine Provinz ebenjener Natur spezielle Gesetze hervor, die nur innerhalb ihrer Grenzen gelten und stellt, in diesem ganz bestimmten Sinne, also doch ein regnum in regno dar. Dies aber, um ein weiteres Missverständnis zu vermeiden, wiederum nicht als passives Anhängsel. Da nach dem Newton’schen Axiom von actio und reactio nichts ohne Gegenwirkung geschehen kann, wirkt auch die Kultur auf die Natur zurück, und im Falle des Menschen hat die Kultur einen enormen Fußabdruck im Genom hinterlassen. Knochenbau, Muskelmasse, Gehirn und Verdauungstrakt sind in ihrer konkreten Gestalt das Resultat eines kulturell modifizierten Selektionsdrucks. Nischenkonstruktion oder Koevolution von Organismus und Umwelt einerseits und Koevolution von Natur und Kultur andererseits vereinigen sich in der Theorie der triple inheritance, wonach die Menschen eine dreifache Erbschaft antreten: eine genetische, eine ökologische, und eine kulturelle, und jede folgt eigenen Gesetzen.[1]

II

Eine solche „relative Autonomie“ des Organismus in der Umwelt, des Individuums in der Gesellschaft oder der Kultur in der Natur ist nicht einfach zu denken, weshalb man allzu leicht in die Vorstellung absoluter Autonomie abgleitet – zum Beispiel in die Fiktion von präsozialen Individuen, im Extremfall eine auch mit der eigenen Körperlichkeit nicht mehr zu vermittelnde cartesianische res cogitans –, oder aber, im Gegenteil, die Idee von Autonomie der einer rigiden Determiniertheit durch die soziale oder natürliche Umwelt preisgibt. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit „dem Ökonomischen“ und seiner Geschichte – und hier tasten wir uns langsam an das zu besprechende Buch heran – ist von genau derselben Struktur gekennzeichnet. Allzu schnell wird das Ökonomische aus allem Kontext gelöst – sogar von der Natur und ihren Gesetzen, wie die Vertreter der ökologischen Ökonomie immer wieder staunend feststellen – und als Ergebnis einer völlig autonomen Optimierungsrationalität verstanden, personalisiert im homo œconomicus, der Inkarnation individualistischer ökonomischer Rationalität. Diese Denkschule hält insbesondere daran fest, dass die neoklassischen Lehrsätze nicht bloß eine der spezifischen Erscheinungsformen des Ökonomischen darstellen, sondern sein Wesen enthüllen. Die neoklassisch fundierte Interpretation der Wirtschaftsgeschichte hat eine entsprechende Schlagseite, auch wenn es hier eine gewissen Bandbreite gibt. Der „ökonomische Imperialismus“ (Boulding) der Chicagoer Schule projiziert die neoklassischen Prinzipien ohne Skrupel auf alles menschliche Handeln. Bentham formulierte das „principle of utility“ ja bereits als ein ehernes – und damit überhistorisches – Naturgesetz: „Nature has placed mankind under the governance of two sovereign masters, pain and pleasure.“[2] Erst in der Politik nimmt dieses Prinzip die Form einer normativen Vorschrift an, die be-, aber auch missachtet werden kann. Im individuellen Handeln wird es, so die Annahme, indes automatisch befolgt, in seiner Wirkmächtigkeit mit dem universellen Gravitationsgesetz vergleichbar. Nach dieser Auslegung ist alles Handeln nutzenmaximierend, auch wenn die Gestalt des Nutzens viel Platz für Idiosynkrasien und vielleicht auch kulturelle Formung lässt. Eine etwas konziliantere Lesart geht davon aus, dass menschliches Handeln durchaus auch anderen Gesetzen gehorchen kann. Nur ist es im Falle einer Abweichung vom Nutzenprinzip eben kein ökonomisches Handeln mehr, sondern schlicht: irrational („religiös“, „traditionalistisch“, „rückständig“, …). Auch dieser Zugang ist noch utilitaristisch in einem dogmatischen Sinne, da auch er das nutzenmaximierende Handeln nicht selbst als eine kulturelle Ausprägung begreift, sondern im Gegenteil als eines, das sich von kulturellen Überwucherungen und Verfälschungen befreit hat. Im modernen Kapitalismus kommt der Mensch demzufolge zu sich selbst. Die Wirtschaftsgeschichte stellt sich aus ihrer Perspektive schon anders dar: Nach ersterer Schule wirtschaften die Menschen immer, ganz egal was sie tun (auch wenn sie nicht wirtschaften, sondern zum Beispiel heiraten oder Bücher schreiben); nach letzterer haben die Menschen bis vor kurzer Zeit überhaupt nicht gewirtschaftet (auch wenn sie wirtschafteten, zum Beispiel Ackerbau oder Fernhandel betrieben), sondern mussten sich ihren Weg zum Kapitalismus in der Arbeit von Äonen erst freischaufeln. Als dritte Schule, deren Einfluss aktuell stark wächst, sollte man der Vollständigkeit halber die Verhaltensökonomik nennen, die zwar durchaus eingesteht, dass sich die Menschen rein empirisch nicht am Prinzip der Nutzenmaximierung orientieren, aber eisern daran festhält, dass sie es tun sollten, ihre eigene Rolle also darin sieht, dem Staat die nötigen Instrumente zu liefern, den Menschen durch gezielte „Stupse“ (nudges) zu ihrem individuellen Glück zu verhelfen. Dieser Zugang bietet natürlich keinen Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte, da er kein Konzept von Geschichte hat. Von Belang ist im Grunde nur die Zukunft, in welcher wir die suboptimale Gegenwart hinter uns gelassen haben.

Auf diesen „formalistischen“ Ansatz reagiert das „substantialistische“ Gegenmodell – mit Karl Polanyi als wichtigem Vertreter –, welches jegliche Projektion heutiger Lehrbuchökonomie in die Vergangenheit streng verbietet. Es kennt bloß verschiedene Institutionalisierungsformen des gesellschaftlichen Stoffwechsels, leugnet damit aber im Grunde jede Eigenlogik des Ökonomischen. Beide Ansätze, der formalistische wie der substantialistische, haben dabei gemein, dass sie die Eigenlogik monetärer Strukturen verkennen: letzterer ignoriert sie komplett, ersterer unterstellt eine ökonomische Eigenlogik, die das Geld aber nur als neutrales Werkzeug, nicht als konstitutiven Bestandteil des Ökonomischen kennt.

Das biologische Modell der Koevolution stellt wahrhaftig eine wirksame Kur gegen solches Denken dar. Und damit kommen wir endlich zu Hanno Pahls Buch, in dem der Autor durch die Anwendung des koevolutionären Ansatzes in der Geldsoziologie neue Bewegung in die Opposition von Substantialismus und Formalismus bringen will. Die Brücke von den aktuellen Theorien der kulturellen Evolution (insbesondere dem Tübinger EECC-Modell[3]), die auf biologischen und archäologischen Zeitskalen von Jahrzehntausenden bis -millionen angesiedelt sind, zu einer historischen Skala von Jahrtausenden zu schlagen, hat bereits Davor Löffler in seinem 2019 erschienenen Großentwurf Generative Realitäten I geleistet.[4] Neben Arno Bammé und Axel Paul ist Davor Löffler Pahls wichtigster Gewährsmann (das Maskulinum ist hier also nicht generisch, sondern empirisch). Eine koevolutionär informierte Geschichte des Ökonomischen und seiner Elemente – in Hinsicht auf das zu besprechende Buch natürlich in erster Linie des Geldes – hat zu erklären, wie sich eine neue Sphäre herausbildet, die gegenüber ihrer ursprünglichen Umwelt eine relative Autonomie aufweist – eine „Eigen-“ oder „Feldlogik“ in Hanno Pahls Vokabular.

Und Pahls Buch wird diesem Anspruch gerecht. Die Elemente der Geschichte des Geldes liegen auf der Hand, denn es sind diejenigen, mit welchen Biologen, Paläontologen und Archäologen seit einigen Jahrzehnten laborieren: Am Beginn steht, was André Leroi-Gourhan ein „milieu favorable“ nannte, nämlich ein kulturelles Umfeld, in welchem alle notwendigen Faktoren für eine Innovation versammelt sind, so dass sich die neue Erfindung gleichsam aufdrängt.[5] Leroi-Gourhans Beispiel war die Erfindung der „heißen“ Metallverarbeitung (also der Reduktion von Oxiden, im Gegensatz zum Kalthämmern von Kupfer, das in der Natur auch gediegen vorkommt). In einem neolithischen Umfeld, welches zur Tonverarbeitung bereits hohe Temperaturen zu erzeugen wusste, und in welchem auch Metalloxide vorhanden waren, die als Farben genutzt wurden, wurde die heiße Metallverarbeitung zu einer objektiven Möglichkeit, die bloß noch subjektiv ergriffen werden musste. Pahl spricht (ohne direkten Bezug auf Leroi-Gourhan) von einem „günstigen Kontext“ (S. 319) oder auch einem „günstigen ‚Nährboden‘“ (S. 332), zum Beispiel für die Erfindung der Münze. So versteht er die religiöse Praxis der Substitution von verderblichen Opfergaben durch symbolische Metallstücke als eine „Einübung von Abstraktionen“, wie sie dem Münzgeld zugrunde liegen (S. 332). Allein die objektive Möglichkeit der Erfindung des Geldes reicht nicht aus. Es muss auch der passende „kulturelle Kontext“ hinzukommen, damit die Möglichkeit auch realisiert wird (S. 413). So bot Mesopotamien durchaus einen „günstigen Kontext“, der alles versammelte, was es objektiv zur Etablierung von Münzgeld brauchte: Warentausch, eine abstrakte Werteinheit und gewogenes Silber als Zahlungsmittel im Fernhandel – dennoch: da die mesopotamischen Machthaber „sehr wahrscheinlich kein Interesse an einem solchen all-purpose-money“ hatten, realisierte sich Münzgeld, obgleich „kognitiv möglich“, nicht (S. 412).

Das zweite Element von Pahls Innovationstheorie sind „nicht-intendierte Handlungsfolgen“: Handlungen können Nebenfolgen haben – und tun das in der Regel auch –, die bemerkt, aufgegriffen und in der Folge zu den eigentlich intendierten Wirkungen werden können. In der Biologie spricht man von „Exaptationen“, wenn sich ein phänotypisches Merkmal in einer veränderten Umwelt von neuem adaptivem Wert erweist.[6] Wilhelm Wundt sprach vom „Prinzip der Heterogenität der Zwecke“, welches er als das fundamentalste Gesetz der mentalen und kulturellen Entwicklung betrachtete.[7] Insbesondere für das achsenzeitliche Griechenland rekonstruiert Hanno Pahl, wie das Münzgeld einer politischen Konstellation entsprang, einmal in der Welt jedoch nicht-intendierte kommerzielle Effekte auslöste, in welchen sich die Ausbildung einer autonomen Binnenlogik des Ökonomischen, nämlich eine Verselbständigung von Marktbeziehungen (S. 419), ankündigte (S. 349). Exaptationen und nicht-intendierte Effekte resultieren in letzter Instanz aus der Materialität der Kultur, also der Tatsache, dass alle unsere Werkzeuge (auch die linguistischen und symbolischen!) materiell sind, wir uns diese Materie aber nie vollkommen aneignen können: Sie behält immer ihren „eigenen Willen“ oder ihre „agency“. Aus diesem Grund untersucht Hanno Pahl das Geld immer als ein (materielles) Medium und insistiert zu Recht darauf, dass es sich bei Geldvergessenheit um einen Spezialfall von Medienvergessenheit handelt (S. 28).

Drittens stellt die von Pahl rekonstruierte Evolution des Geldes einen Fall von „kumulativer“ Kulturentwicklung dar, welche sich dadurch auszeichnet, dass eine Technik tradiert wird und somit von der folgenden Generation nicht neu erfunden werden muss, sondern als Bestandteil der Ausgangsstufe bereitsteht, von welcher aus neue Entwicklungsschritte unternommen werden. So entstehen Resultate, die von einem unvorbereiteten Individuum niemals aus eigener Kraft hätten erzeugt werden können, die in gestaffelten Arbeitsschritten – „on the shoulders of giants“, um eine in der Soziologie geläufige Metapher für kumulative Entwicklung zu zitieren[8] –, aber greifbar werden. In Verhaltenswissenschaft und kognitiver Archäologie erklärt man kumulative Effekte, welche die im Vergleich zur biologischen Evolution extrem schnelle Entwicklung des Menschen verständlich werden lassen, mit dem Modell des „Wagenhebers“ (ratchet[9]) oder – realistischer, da weniger starr und linear – des „Bergwanderns“ (mountaineering[10]), welches auch Rückschritte und Umwege kennt. Hanno Pahl erwähnt diese Theorieansätze, aber hält sich an die im Prinzip äquivalente, in den Sozialwissenschaften jedoch bekanntere Theorie der Pfadabhängigkeit. Dieses Instrumentarium aus Biologie, Verhaltens- und Kulturwissenschaften ergänzt Pahl um den wertvollen Begriff des Formzusammenhangs, den er seinerseits Arno Bammé und Davor Löffler entlehnt, und der seine Anwendung in der Koevolution von verschiedenen kulturellen Binnengebieten findet, die sich zwar durch autonome Logiken voneinander abgrenzen, aber zugleich durch geteilte „Abstraktionsweisen und -tiefen“ einen gemeinsamen Entwicklungsstand instantiieren. Obgleich Pahl sich nicht auf darauf bezieht, darf man sich hier wohl durchaus an Brian Rotmans These erinnert fühlen, dass Algebra, Zentralperspektive und Papiergeld in der Renaissance einen gemeinsamen Ursprung haben und dieselbe semiotische Struktur teilen.[11] Im Rückblick sieht dies durchaus nach dem aus, was Pahl nun „Formzusammenhang“ nennt. Für die ältere Geschichte des Geldes, die im Fokus des Buches steht, sind die relevanten Formverwandten des Geldes vor allem die Schrift (insbesondere die Keilschrift und später das phonetische Alphabet) und Systeme von Maßeinheiten.

„Günstiger Kontext“, „nicht-intendierte Handlungsfolgen“, „kumulative Effekte“, „Feldlogik“, „Formzusammenhänge“ – mit gut gefülltem begrifflichen Werkzeugkasten macht sich Hanno Pahl an die Aufgabe, die ersten großen Schritte in der Evolution des Geldes zu rekonstruieren. Die zwei zentralen und auch längsten Kapitel des Buches, die durch reichhaltige und informative Methodenüberlegungen in den übrigen vor- und zwischengeschalteten Kapiteln ergänzt werden, widmen sich zwei wichtigen Perioden der Geschichte des Geldes: Der Emergenz eines monetären Wertstandards (also eines money of account) in den mesopotamischen Hochkulturen im 2. und 3. Jahrtausend v.u.Z. sowie dem Auftauchen von Münzgeld im achsenzeitlichen Griechenland. Hanno Pahl hat in diesen Kapiteln eine beeindruckende Menge an Informationen und Interpretationen zusammengetragen, die er – bei aller methodologischen Umsicht, die seine Arbeit stets begleitet – zu einer Geschichte verdichtet, welche die Evolution – und das heißt: die nicht-intentionale Entstehung – des Geldes in und durch sein kulturelles Milieu äußerst plastisch darstellt und sie geradezu mit den Händen greifbar werden lässt. Eine Besonderheit der Geldevolution, die dabei deutlich hervortritt, besteht darin, dass das Geld nicht einfach im Laufe der Zeit seine Funktion ändert, wie man das von anderen sozialen Institutionen kennt, sondern seine Funktionalität anreichert, also erst Wertmaßstab, dann auch Tauschmittel und Mittel der Schatzbildung wird.

III

Die Einzelheiten dieser Geschichte sollen die Leser:innen in der lohnenswerten Lektüre selbst entdecken. Stattdessen will ich an dieser Stelle kurz auf einige Methodenfragen zu sprechen kommen, die sich bei der Lektüre unweigerlich aufdrängen, und die man auch stellen muss, um herauszufinden, mit was für einer Art Werk der Autor uns überhaupt bedacht hat, was es leistet und was nicht. Ich will drei wichtige Aspekte der Argumentation hervorheben:

(1) Die erste Frage gilt Pahls Anspruch, den Widerstreit von Substantialismus und Formalismus durch die Erklärung der Emergenz von Subsystemen, die einer eigenen Binnenlogik gehorchen und eine relative Autonomie aufweisen, zu überwinden. Marshall Sahlins hatte vor fünfzig Jahren im Rahmen einer Intervention in diesen Streit gewarnt: „No resolution is in sight, no serious justification for the happy academic conclusion that the answer lies ‘somewhat in between’“.[12] Und auch Hanno Pahl selbst führt einen gewichtigen Grund zur Vorsicht an: Die neoklassische Theorie bietet gar keine adäquate Beschreibung der fraglichen Binnenlogik des Ökonomischen, geschweige denn des Monetären. Es mag Situationen geben, in welchen durch bestimmte Randbedingungen ein Verhalten induziert wird, welches den Annahmen und Vorhersagen der orthodoxen Ökonomie entspricht. Im Allgemeinen aber ist diesen Prämissen nicht zu trauen, und – im Hinblick auf das Thema des Buches – vor allem nicht der These vom „neutralen“ Geld, welches allenfalls den Tausch reibungsloser mache, aber keine qualitativ neuen Dynamiken erzeuge. Vermutlich ist eine adäquate Wirtschaftstheorie auch des modernen Kapitalismus tatsächlich ein gutes Stück substantialistischer, als das heutige Lehrbuchwissen vermittelt, womit aber das gesamte Projekt von Pahl eine substantialistische Färbung erhält. Er selbst beschreibt es an einer Stelle dann auch als „Ergänzung“ ebendieses Ansatzes:

„Die Erforschung von ,Wirtschaft' – als Analyse der konkreten Institutionen und institutionalisierenden Prozesse, die den Stoffwechselprozess vergesellschafteter Menschen mit der sie umgebenden Natur gewährleisten – muss eingelassen werden in ein auf die Koevolutionsprozesse ,von Bewusstseinsformen, Technologie, Ökonomie und Medialität' [nach Davor Löffler] abstellendes Forschungsdesign, das die ,Bemächtigung und Durchdringung der Welt' [nach Arno Bammé] multidimensional und historisch differenziert rekonstruiert“ (S. 95).

Dies verspricht streng genommen keine Vermittlung des Substantialismus mit dem Formalismus, sondern nichts weniger als eine gänzlich neue Wirtschaftstheorie – die man im Grunde sogar noch weiter fassen könnte, denn bei den von Löffler übernommenen Institutionen bleibt beispielsweise das Recht außen vor. Es ist also nicht ganz klar, ob Pahl sein eigenen Projekt glücklich beschreibt, wenn er in Aussicht stellt „Dichotomien, wie sie im Verhältnis von Formalismus und Substantialismus vorliegen, zu überwinden“ (S. 173), denn vermutlich leistet Pahl viel mehr, als er hier verspricht.

(2) Die zweite Frage gilt dem politischen Selbstverständnis des Buches. Das gesamte Projekt von Hanno Pahl stellt, so überraschend die Zusammenstellung seiner Kernelemente im Buchtitel auf den ersten Blick auch sein mag, im Grunde nur den nächsten logischen Schritt dar, wenn man die Perspektive eines bestimmten Programms einnimmt: nämlich einer empirischen Ausdeutung des Historischen Materialismus. In der Deutschen Ideologie führten Marx und Engels diesen ja durchaus als ein empirisches Programm ein (Michael Heinrich spricht deswegen von einer empiristischen Phase im Werk von Marx.[13]). Ein so verstandener Materialismus, nimmt – im Gegensatz zum „metaphysischen“ Materialismus, heute würde man sagen: „Physikalismus“ – eine irreduzible soziohistorische Dynamik jenseits von Attraktion und Repulsion der Atome an und wurde zum Beispiel von Lev Vygotsky und der kulturhistorischen Schule der sowjetischen Entwicklungspsychologie, die die Grundannahmen heutiger Modelle der Entwicklung kultureller Kapazitäten vorwegnahm, auch genau so rezipiert. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, etwa bei Max Adler und Alfred Sohn-Rethel, wurde diese empirische Komponente wissenssoziologisch gedeutet, was auch bedeutete: im avanciertesten Theorievokabular ihrer Zeit. Und Hanno Pahl tut es ihnen in gewissem Sinne gleich, indem er nach den besten empirischen Modellen unserer Zeit Ausschau hält. Die Anknüpfung an aktuelle Theorien kultureller Evolution hat auch den Vorteil, dass diese einen breiten Begriff von „materieller Kultur“ haben, der neben der Werkzeugtechnik auch etwa symbolische Praxen umfasst, womit die im frühen Marxismus oft dogmatisch geführte Grundsatzdiskussion über die Rolle von Produktions- und Zirkulationssphäre in der Erklärung kultureller Phänomene (zum Beispiel der wissenschaftlichen Revolution der europäischen Neuzeit) an Schärfe und Bedeutung verliert.

Das Ergebnis von Pahls Update des Geschichtsmaterialismus kann sich sehen lassen, denn so, wie die frühe Wissenssoziologie das Programm einer Ideologiekritik auf verblüffende und erfrischende Weise umsetzte, verspricht Pahls Begriff der Koevolution von Binnenlogiken durchaus einzulösen, was Marx mit „objektiven Gedankenformen“ meinte (S. 246 f.) – oder zumindest einen Gutteil davon. Denn es bleibt natürlich das Problem bestehen, dass Marx’ Programm nicht in empirischer Analyse aufgeht, sondern auch eine normative Dimension aufweist, die sich insbesondere in der Kritik ebenjener „objektiven Gedankenformen“ niederschlägt. Auch Pahl, der für die heute vorherrschenden Kümmerformen „kritischer“ Theorie harsche Worte findet (S. 427 f.), bekennt sich klar zu einem kritischen Anspruch. Inwieweit vermag nun aber der kulturevolutionäre Ansatz diesen Anspruch einzulösen? Pahl gibt in den Schlussworten seines Buches unter Bezugnahme auf Sohn-Rethel eine Antwort: der spezifische Formzusammenhang des Kapitalismus stehe grundsätzlich „auf dem Boden der Ausbeutung“ (S. 479). In dieser Referenz unterschlägt Pahl jedoch eine Hälfte von Sohn-Rethels Programm, nämlich den Anspruch, zu erklären, warum die kapitalistische Ratio gegenüber dieser ihrer Fundierung blind ist. Marx fasste diesen Zusammenhang mit dem Begriff der „Mystifizierung“: die objektiven Gedankenformen stehen nicht bloß auf dem Boden der Ausbeutung, sondern verdecken diesen, zum Beispiel indem sie die Ausbeutung im Rechtsverhältnis der Lohnarbeit als einen gerechten Tausch erscheinen lassen. Taugt der kultur-evolutionäre Ansatz auch, um den Zusammenhang von Wesen und Erscheinung zu erhellen? Das Buch bleibt eine ausdrückliche Antwort schuldig.

(3) Eine dritte Bemerkung gilt dem interdisziplinären Anspruch von Pahls Projekt, insbesondere im Hinblick auf die Bedingungen seiner praktischen Umsetzung. So anschaulich und überzeugend die Geschichte der Geldentwicklung ist, die Hanno Pahl konstruiert, so stellt sich – zumindest aus der von historischer Epistemologie und kognitiver Archäologie informierten Perspektive des Rezensenten – immer wieder der Eindruck ein, dass das gesamte zusammengetragene, überaus reiche und interessante Material nur die „Vorgeschichte“ erzählt, aber der eigentliche Kern zu fehlen scheint. Worin bestünde dieser Kern? Kulturstufen, wie sie Hanno Pahl mit Davor Löffler annimmt, sind durch systemübergreifende „Abstraktionsweisen und -tiefen“ charakterisiert. Auch das Geld instantiiert mithin eine bestimmte Form von Abstraktion. Das daraus folgende Erkenntnisinteresse müsste also darin bestehen, erstens die spezifischen Abstraktionsweisen und -tiefen zu analysieren und zweitens den Mechanismus dieser Abstraktionen freizulegen. Und tatsächlich kündigt Pahl an einer Stelle im Buch an, mit Elias eine „Entwicklungslehre der Abstraktionen“ (S. 167) vorzulegen und führt an einer anderen den Begriff der „Abstraktionsgenealogie“ (S. 319) ein. Auch bezieht er sich zustimmend auf Schapers erweiterte Verwendung von Sohn-Rethels Begriff der Realabstraktion,[14] an der der Verfasser dieser Rezension sich auch schon versucht hat.[15] Zudem verpflichtet Pahl sich dezidiert auf ein „kausales Verständnis der geistigen, soziokulturellen Organisationsform menschlichen Daseins“ (S. 405). In der konkreten Umsetzung unterlässt er es aber nicht nur, materielle Mechanismen der Abstraktion zu identifizieren, sondern vermeidet es auch, überhaupt nur zu bestimmen, was mit dem Wort „Abstraktion“ (sowie „Weisen“ und „Tiefen“ derselben) gemeint ist. Dies zeigt sich besonders eklatant im Vergleich zu der bereits oben genannten Studie von Brian Rotman zum Zusammenhang von Algebra, Zentralperspektive und Papiergeld. Zwar arbeitete Rotman rein ideengeschichtlich und interessierte sich nicht für die kausalen Mechanismen der Abstraktion. Aber seine Studie lebt durchaus von einer minutiösen Analyse und Rekonstruktion der die drei Phänomene verbindenden Abstraktionsweise. Dasselbe bietet Pahls Buch für die älteren Kapitel der Geldentstehung leider nicht und diese Lücke zeitigt stellenweise negative Folgen. So bietet beispielsweise der Abschnitt über die Genese der Zahlen eine bloße Nacherzählung der Theorie von Denise Schmandt-Besserat (S. 186 ff.), die schildert, wie sich aus „konkreten Zahlen“ allmählich ihre abstrakten Gegenstücke entwickelt haben sollen. Dieser allein auf die Schriftkultur gestützte Ansatz ist aber in die Kritik geraten, da er ethnologischen Beobachtungen über orale Zähltechniken widerspricht. Hätte Schmandt-Besserat recht, dann müsste in den mesopotamischen Hochkulturen die Abstraktionsstufe der Schriftkultur derjenigen der mündlichen Kultur hinterhergehinkt haben, was nicht plausibel ist.[16] Dass diese Debatte, die sich im Kern um die genaue Bedeutung des Wortes „Abstraktion“ dreht, im Buch nicht abgebildet ist, stellt nun aber nicht eine bloße Auslassung dar, die als solche verzeihlich wäre, sondern verweist auf einen blinden Fleck, nämlich ein abstraktionstheoretisches Defizit in der Argumentation.

Diese strenge Kritik gilt es freilich zu relativieren. Hanno Pahl unterstreicht im Buch bei jeder Gelegenheit und mit aller gebotenen Bescheidenheit, dass er nicht viel mehr als ein Programm entwerfen will und seine bisherigen Ergebnisse nicht den Status einer fertigen Theorie beanspruchen, sondern nur exemplarisch die Fruchtbarkeit des eingeschlagenen Weges illustrieren sollen, was sie übrigens auch auf beeindruckende Weise tun. Zugleich wird bei der Lektüre aber der etwas anachronistische Charakter einer solchen Unternehmung deutlich – wohlverstanden nicht des vom Autor selbstbewusst vorgetragenen Anspruchs, gegenüber der heute üblichen „Schmalspur“-Theoriebildung (S. 438) wieder die großen Fragen zu stellen, sondern der – vielleicht aus bloßer Not geborenen – Vorstellung, dies als einzelner Forscher auch leisten zu können. Hanno Pahls Projekt nimmt bereits bei vielen Disziplinen Anleihen – Soziologie, Ökonomie, Medientheorie, Archäologie, kulturelle Evolution –, und nicht zufällig verdankt sich die Kritik an der fehlenden abstraktionstheoretischen Fundierung einer weiteren disziplinären Perspektive, nämlich der historischen Epistemologie und kognitiven Archäologie. Hanno Pahls Buch ist mithin vielmehr als Programmschrift eines ganzen „Max-Planck-Instituts für Abstraktionsgenealogie und Formzusammenhänge“ zu lesen, welches die Arbeit dutzender Forscher:innen involvieren würde (allein der lapidare Verweis in einer Fußnote auf die „Koevolution von industriellem Kapitalismus und Naturwissenschaft“, S. 261, würde eine ganze Institutsabteilung beschäftigen). Sicher, eine solche Programmschrift wird nie das große Publikum erreichen. Dazu trägt der Autor übrigens selbst einen durchaus vermeidbaren Teil bei: Nominalstil, Passivkonstruktionen und ein beinahe militärisches Vokabular (ständig werden Dinge „ausgeflaggt“, „anvisiert“, „in Anschlag gebracht“, „auf ganzer Front unterminiert“ und so weiter) lassen im Buch bisweilen eine Kasernenhofatmosphäre entstehen, welche zu der Tradition, in die sich das Werk einschreibt, nicht so recht passt, und die es nicht vermag, das intellektuelle Vergnügen der Lektüre in ein äquivalentes sinnliches Vergnügen zu übersetzen. All dies erschwert die Rezeption und wird wohl nicht zu einem Feuerwerk im Feuilleton führen. Gleichwohl: in den nächsten 30 Jahren als Geheimtipp in den einschlägigen Kreisen zu zirkulieren, ist, wenngleich weniger spektakulär, vielleicht die nachhaltigere Form der Wirkung.

  1. Kevin N. Laland / F. John Odling-Smee / Marcus W. Feldman, Niche construction, biological evolution, and cultural change. Behavioral and Brain Sciences 23 (2000), S. 131–175; dies., Cultural niche construction and human evolution. Evolutionary Biology 14 (2001), S. 22 f.
  2. Jeremy Bentham, An Introduction to the Principles of Morals and Legislation (1789), in: ders., Collected Works of Jeremy Bentham, hg. von J. H. Burns, London 1970, S. 11.
  3. Miriam Haidle et al., The Nature of Culture: an eight-grade model for the evolution and expansion of cultural capacities in hominins and other animals, in: Journal of Anthropological Sciences 93 (2015), S. 43–70.
  4. Davor Löffler, Generative Realitäten I, Weilerwist 2019; siehe auch Hanno Pahls Rezension des Buchs auf Soziopolis, Ein ganz großer Wurf, https://www.soziopolis.de/ein-ganz-grosser-wurf.html (01.02.2022).
  5. André Leroi-Gourhan, Le Geste et la parole. Vol 2: La Mémoire et les rythmes. Paris 1965.
  6. Stephen Jay Gould / Elisabeth S. Vrba, Exaptation – a missing term in the science of form, in: Paleobiology 8, (1982), 1, S. 4–15.
  7. Wilhelm Wundt, System der Philosophie, Leipzig 1889, S. 328, sowie ders., Völkerpsychologie, Bd. 10, Leipzig 1920, S. 325 f.
  8. Robert K. Merton, On the Shoulders of Giants: A Shandean Postscript, New York 1965.
  9. Claudio Tennie / Josep Call / Michael Tomasello, Ratcheting up the ratchet: on the evolution of cumulative culture. Philosophical Transactions of the Royal Society B: Biological Sciences 364 (2009), S. 2405–2415.
  10. Marlize Lombard, Mountaineering or ratcheting? Stone Age hunting weapons as proxy for the evolution of human technological, behavioral and cognitive flexibility, in: Miriam N. Haidle, Nicholas J. Conard, and Michael Bolus (Hg.) The nature of culture. Dordrecht 2016, S. 135–146.
  11. Brian Roman, Signifying Nothing. The Semiotics of Zero, Stanford 1993.
  12. Marshall Sahlins, Economic anthropology and anthropological economics“ Social Science Informations 8 (1969), 5, S.13-33, hier S. 14.
  13. Michael Heinrich, Die Wissenschaft vom Wert, Münster 2006, S. 153.
  14. Joachim Schaper, A Real Abstraction and the Origins of Intellectual Abstraction in Ancient Mesopotamia, in: Jürgen Renn / Matthias Schemmel (Hg.), Culture and Cognition, Berlin 2019, S. 67–74.
  15. Peter McLaughlin / Oliver Schlaudt, Real Abstraction in the History of the Natural Sciences, in: Angel Oliva, Antonio Oliva, Ivan Novara (Hg.), Marx and Contemporary Critical Theory: The Philosophy of Real Abstraction. London 2019.
  16. Karenleigh A. Overmann, Updating the Abstract-Concrete Distinction in Ancient Near Eastern Numbers, in: Cuneiform Digital Library Journal 2018, 1, S. 1–22; dies., A New Look at Old Numbers, and What It Reveals about Numeration, in: Journal of Near Eastern Studies 80 (2021), 2, S. 291–321.

Dieser Beitrag wurde redaktionell betreut von Hannah Schmidt-Ott.

Kategorien: Geld / Finanzen Geschichte Kultur Politische Ökonomie Wirtschaft

Oliver Schlaudt

Oliver Schlaudt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Philosophischen Seminar der Universität Heidelberg und arbeitet zu Fragen der Technik-, Kultur- und Wissenschaftsphilosophie mit einem besonderen Interesse an Ökonomie und kognitiver Archäologie.

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