Dossier

Essays

Zum wissenschaftlichen Schreiben

Die Arbeit an wissenschaftlichen Texten ist mit allerlei Konventionen verknüpft, die den Schreibenden einerseits Orientierung geben und sie andererseits bei der möglichst kreativen Formulierung ihres Gedankengangs einschränken. Das Dossier Wissenschaft als Handwerk bietet gezielte Hilfestellungen, um sich mit den zahlreichen akademischen Konventionen vertraut zu machen und sie einzuüben. Dazu folgt es einem didaktischen Programm, das den etwas sperrigen Titel „Publikationsorientiertes Schreiben lehren und lernen“ trägt. Wie der Name schon sagt, geht es darum, dass sich Studierende ab ihrem ersten Semester am wissenschaftlichen Publikationsprozess orientieren. Sie sollen bereits im Studium nicht für die Schublade schreiben, sondern für ein breites (fach-)öffentliches Publikum. Das Dossier richtet sich zum einen an Studierende der Soziologie und benachbarter Fächer, zum zweiten an all diejenigen, die ihre eigene, womöglich bereits entwickelte Arbeitsweise reflektieren und verbessern möchten, und zum dritten an Lehrende, die Anregungen suchen, um Studierende beim wissenschaftlichen Schreiben zu begleiten.

In diesem Teilbereich haben wir einige ESSAYS versammelt, die besondere Aspekte des wissenschaftlichen Arbeitens – etwa Theorievergleiche oder Deadlines – genauer beleuchten. Im Gegensatz zu den stärker didaktisch angelegten Hilfestellungen, die Sie in den anderen Teilbereichen des Dossiers finden, greifen die Autor:innen hierbei einzelne der „sehr unterschiedliche[n] intellektuelle[n] Aktivitäten“ heraus, die „in dem scheinbar einheitlichen Akt des Schreibens vermengt sind“ (Charles Tilly). Dabei nutzen sie die Möglichkeit, explizit eine mal mehr, mal weniger provokante Position zu ihnen zu beziehen.

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