Markus Holzinger | Rezension |

Ein Gespenst geht um in Europa und dem Rest der Welt

Rezension zu „Zur Entstehung einer ökologischen Klasse. Ein Memorandum“ von Bruno Latour und Nikolaj Schultz

Bruno Latour und Nikolaj Schultz:
Zur Entstehung einer ökologischen Klasse. Ein Memorandum
Aus dem Französischen übersetzt von Bernd Schwibs
Deutschland
Berlin 2022: Suhrkamp
90 S., 14,00 EUR
ISBN 978-3-518-02979-4

Wer in den letzten Wochen nach Bruno Latours Tod in der Nacht zum 9. Oktober 2022 die Flut an Nachrufen, Trauerposts und Beileidsbekundungen aufmerksam gelesen hat, wurde des Umstands gewahr, dass nicht nur einer der größten zeitgenössischen Intellektuellen Frankreichs, sondern auch einer der am häufigsten zitierten Denker der akademischen Welt verstorben ist. Das Themenspektrum dieses „Weltdenkers“[1] war enorm, Latour beschäftigte sich genauso mit Wissenschaftsgeschichte, Ästhetik, Religion und Recht wie er auch über Milchsäurebakterien oder eine nie zum Einsatz gebrachte Pariser U-Bahn nachdachte. Während in Deutschland noch mancher Soziologe die Innovationskraft der Latour‘schen Ideen infrage stellt, dürften einige seiner Theoreme nach wie vor, gerade für die deutsche Soziologie, eine Provokation darstellen.[2]

Facetten der politischen Ökologie Latours

In den letzten Jahren hat sich Latour bekanntermaßen mit Fragen der politischen Ökologie und in diesem Zusammenhang speziell mit dem Klimawandel beschäftigt, das diesbezügliche Themenspektrum aber freilich unterschiedlich pointiert. Sein Buch Das Parlament der Dinge ließe sich noch am ehesten als Institutionen- respektive politische Verfassungslehre definieren, von einer idyllischen „Soziodizee des Gemeinschaftlichen“[3] kann jedoch gewiss keine Rede sein. Schließlich wusste auch Latour, dass Räsonnements zur Rettung von Klima und Planet nichts weiter sind als heiße Luft, „wenn man nicht die Institutionen mitdenke…“.[4] Latours Hoffnungen jedenfalls, der ökologischen Krise könne auf demokratischer Ebene begegnet werden, zerschlugen sich in den letzten Jahren immer mehr. In Kampf um Gaia und seinem terrestrischen Manifest teilt er die Diagnose, dass geopolitische Konflikte überall auf der Welt in Zukunft zum Kernbestand des Politischen zählen werden, schließlich sei der Kampf um die Erde längst entbrannt. Bei den zukünftig anstehenden geosozialen Konflikten des 21. Jahrhunderts werde nicht zuletzt um lebenswichtige Ressourcen wie Trinkwasser oder Land gerungen. Diese Entwicklung habe schon vor längerer Zeit begonnen: Im Darfur-Konflikt etwa gehe es bereits seit 2003 um Fragen von Land- und Wasserrechten. Wir stehen, so Latours deutliche Pointe, „endlich in einer eindeutigen Kriegssituation“[5].

Ein ökologisches Manifest

Trotz dessen thematisiert Latours letztes, gemeinsam mit dem dänischen Soziologen Nikolaj Schultz publiziertes Werk die drohende Klimakatastrophe aus einer neuen, hoffungsvolleren Perspektive.[6] Am ehesten wird man das schmale Bändchen, das die Leser:innen auf rund 90 Seiten durch 75 kurze, thesenartig vorgestellte Themenblöcke führt, mit dem Begriff der „sozialen Protestbewegung“ in Verbindung bringen können, geht es den beiden Autoren doch um die Frage, ob in der heutigen Gesellschaft ein „mobilisierendes Aktionsprogramm“ (S. 24) existiere, aus dem sich die Bildung einer ökologischen Klasse analog zur früheren Entstehung sozialer Klassen und den damit verbundenen Klassenkämpfen ableiten ließe. „Ähnlich wie die aufsteigende bürgerliche Klasse der Aristokratie deren allzu engen Wertvorstellungen ankreidete, spricht heute die neue ökologische Klasse den alten führenden Klassen die Legitimität ab […]“ (S. 32). Das Genre des Textes lässt sich nicht eindeutig identifizieren. Sicherlich ist es den beiden Verfassern nicht darum zu tun, als historische Empiriker eine fundierte historische Rekonstruktion der ökologischen Bewegungen als „Signatur einer Ära“[7] in all ihren Facetten zu liefern. Das Buch wird im Untertitel zwar als Memorandum bezeichnet, aber der Bezug zu Marx/Engels ist stets gegenwärtig, so dass man in Anlehnung an das „Kommunistische Manifest“ auch von einer Art „ökologischem Manifest“ sprechen kann. Und so paraphrasieren die Autoren eine berühmte Wendung aus dem kommunistischen Manifest: „Ein Gespenst geht um in Europa und dem Rest der Welt: der Ökologismus.“ (S. 56). Das mag zuweilen appellativ klingen, aber das soll es auch: Schließlich wollen die Autoren im Ton eines Manifestes eindringlich darlegen, dass es der Entstehung einer „ökologischen Klasse“ bedürfe, die für die Rettung des Planeten und die Umsetzung entsprechender (politischer) Maßnahmen streitet. Dass es sich hier (wie bei jedem Klassenkampf) um einen politischen Kampf handelt, steht auch für Latour und Schultz fest, denn „[d]ie ökologische Klasse setzt die vergangenen Kämpfe fort“ (S. 51).

Die neuen sozial-ökologischen Transformationskonflikte an der Modernisierungsfront

Aber welche Klassen stehen sich hier überhaupt konfliktär gegenüber? Wie schon bei Marx hat auch für Latour und Schultz die aus dem Untergang der feudalen Gesellschaft hervorgegangene moderne bürgerliche Gesellschaft die Klassengegensätze nicht aufgehoben. Die ökonomischen Modernisten stehen für den „liberalen Pakt“[8], der seit dem Ausgang des 18. Jahrhunderts die Fortschrittsidee zur Leitlinie deklarierte. Diese beruht auf der Überzeugung, Fortschritt durch Wirtschaftswachstum erreichen zu können und propagiert in dieser Hinsicht die westlichen Industriestaaten stets als Vorbild. Gerade hinsichtlich der Rohstoff- und Ressourcenextraktion spielt das Ziel der gesellschaftlichen Entwicklung meist eine zentrale Rolle: das Versprechen, die Menschheit durch stetiges Wachstum vom Mangel und den Widerständen der umliegenden Natur zu erlösen und damit in die vermeintliche Freiheit zu entlassen. Die Entwicklungsdynamik industrieller Gesellschaften beruhte auf dem „Traum immerwährender Prosperität“[9]: Unsere „fossile Mentalität“, so drückt es Stephan Lessenich aus, bestünde darin, die Gesellschaft und die sie umgebenden Bodenschätze, Rohstoffe, Energieressourcen „als perpetuum mobile, die Wirtschaft als ewig vor sich hin ratternde Produktivitätsmaschine“ zu interpretieren.[10] Die Natur stellte für die Moderne ein „grenzenlos belastbares Außen dar“.[11] Analog zu Marx betrachten Latour und Schultz die bürgerliche Gesellschaft als „von der Wirtschaft her definiert“.[12] Ihrer Auffassung nach seien auch die „Weltmodelle“ und Blaupausen der „Globalisierer“ (S. 34), denen jahrzehntelang Wirksamkeit attestiert wurde, nichts anderes als die alten normativen Vorstellungen von ‚Entwicklungs‘-Vorgaben der Modernisierungstheorie der 1960er-Jahre, welche bis heute augenscheinlich eine geradezu „irrationale Faszination“[13] ausstrahlen. Entsprechend betrachten die Autoren auch diesen am Prosperitätsparadigma orientierten „‚Neo-Hyper-Modernismus‘“[14] der Globalisierungstheorie als systematisch blind für die Grenzen der materiellen Bedingungen des Planeten.

Neben dieser Kritik schlagen Latour und Schultz aber auch eine altersmilde Volte gegen die marxistische Theorie, die in gewisser Hinsicht dem ökonomischen Produktionsparadigma treu geblieben sei. Sie wollen auch das Verständnis von den materiellen Bedingungen in der marxistischen Theorie ansatzweise vom ökonomischen Kopf auf die ökologischen Füße stellen (S. 19): Die marxistische Bewegung war „an den Begriff und das Ideal der Produktion gebunden“ (S. 16). Zwar ging es dieser um eine gerechtere Verteilung, aber auch das „Reich der Freiheit“ beruhte in puncto Naturvernutzung und -verwertung auf der Vorstellung eines rigiden „Vorwärts“ (S. 25), eines „Anwachsen[s] der Produktivkräfte“ (S. 70) durch fossile Industrialisierung. Wir Heutigen aber seien nicht mehr „mit derselben Materie konfrontiert“ (S. 20). In dem Augenblick, in dem die marxistische Analyse dem Umstand gewahr werde, dass das gegenwärtige Produktionssystem ein „Zerstörungssystem“ (S. 21) sei, gelte es, der Aufmerksamkeit für die Produktion „den Rücken zu kehren“ (S. 21) und – hierin liege der Unterschied zum Marx’schen Klassenkampf – „der Aufrechterhaltung der Bewohnbarkeitsbedingungen des Planeten Priorität einzuräumen“ (S. 26). Insofern, so die Folgerung der beiden Autoren, gelte es, die Herrschaft der bürgerlichen Gesellschaft, die sich durch den alleinigen Horizont der Produktion definiert, abzuschütteln.

Eine neue ökologische Klasse unterschiede sich von allen bisherigen Bewegungen darin, dass sie den Klassenkonflikt nicht mehr innerhalb des Produktionssystems verortet. Stattdessen hätte sie „die notwendig konflikthafte Beziehung zwischen dem Erhalt der Bewohnbarkeitsbedingungen und dem Produktionssystem“ (S. 28) zu thematisieren. Die Natur sei angesichts von Hitze und Dürre, Waldbränden, schmelzenden Gletschern, einem steigenden Meeresspiegel etc. „kein Opfer mehr, das es zu schützen gilt, sie besitzt uns“ (S. 42). Im „planetarischen Zeitalter“, so formuliert es Dipesh Chakrabarty, müsse eine Revolution der Denkungsart erfolgen, die einem „geistigen Dekolonisierungsakt ähnelt“ [15]. „Der Globus, behaupte ich, ist eine humano-zentrische Konstruktion: der Planet bzw. das Erdsystem, dezentriert den Menschen.“[16] Wenn Latour schreibt „Wir sind jetzt alle in kollektive Experimente verstrickt, in denen Menschen und nichtmenschliche Wesen zusammengemengt werden“[17], dann hat diese Schlussfolgerung wenig mit Hylozoismus[18], aber viel mit den Gefahren und der Realität unserer Gegenwartsgesellschaft zu tun. Das sich ständig verändernde Coronavirus bietet ein anschauliches Beispiel dafür, dass unser Leben stets von der Wechselwirkung zwischen Natur und Kultur geprägt ist, weil die Natur „auf unser Handeln reagiert“ (S. 82), genauso, wie die Gesellschaft auf die Natur reagiert. Ein solcher Hybrid ist Latour zufolge auch das Klima, das weder rein der Gesellschaft, noch allein der „Natur“ zuzurechnen sei. Eine trennscharfe Differenzierung zwischen Mensch und Natur gebe es nicht, habe in Wahrheit nie existiert, weshalb die Autoren alle auf Modernisierung setzenden Klassen insgesamt „als radikal veraltet“ (S. 36) erachten. Die einstigen „Wilden“, die für unfähig erklärt wurden, die Modernisierungsprozesse zu adaptieren, werden von den heutigen „Wilden“ abgelöst, die unfähig sind, dem Schock der „Entmodernisierung“ (S. 48) zu begegnen – und Letztere sind „jetzt wir“ (ebd.).

Hindernisse und Blockaden im Kampf um die neuen Ideen

Nun sind sich freilich auch die beiden Autoren der Tatsache bewusst, dass weder ökonomische noch ökologische Bedingungen notwendigerweise neue „‚soziale Klassen‘“[19] hervorbringen. Im Zuge ihrer zehn Kapitel fragen sie daher nach den Hindernissen, die bislang die Entstehung einer ökologischen Klasse und einem eigenen Klassenbewusstsein verhindert haben. Hier rückt nicht nur die materielle Basis ins Zentrum der Analyse, sondern ebenso der „Kampf um Ideen“ (S. 59). Ein Problem, so diagnostizieren Latour und Schultz, bestehe zweifellos darin, dass das alte Produktionsparadigma auch heute von denjenigen Eliten vertreten würde, die die Massen ehemals durch den Fortschritt nach vorne brachten (S. 16, 53 f.). Nach wie vor gibt es an der „Modernisierungsfront“ (S. 45), die uns zu einer Entscheidung zwischen Modernisieren und Ökologisieren zwingt, diejenigen, die weiterhin „im Rhythmus der Produktion marschieren“ (S. 69) wollen und sich an marktbasierten Lösungen orientieren. Zudem verlaufen die (ökologische) Konfliktlinie sowie die dazu gehörigen ökologischen Sachfragen quer zu sozialen Schichten respektive Wertemilieus, so dass „noch nicht einmal die ökologische Klasse an sich klar definiert“ (S. 13) sei. Auch das bisherige politische System werde von politischen Institutionen getragen, die auf jene Überschüsse setzten, von denen vor allem die alten, politischen Klassen profitierten. Der gegenwärtige Staat sehe sein Existenzrecht und seine Aufgabe insofern darin, diese Klassen zu repräsentieren und „ihr Monopol auszuüben“ (S. 72). Ein „Staat der Ökologisierung“ (S. 79), so Latours Feststellung, existiere schlichtweg nicht. Zudem gebe es bislang auch keinen Reaktionsplan für die ökologische Krise, der im Lauf eines langen gesellschaftlichen wie demokratischen Aushandlungsprozesses entstanden sei und den Forderungen einer neuen ökologischen Klasse wie auch den klimatischen Veränderungen angemessen Rechnung trüge. In den Worten Jedediah Purdys: „Die Welt kann so nicht weiter machen, aber sie kann auch nicht anders.“[20] Latour und Schultz setzen dennoch auf die Kraft der Eliten, vor allem in den Bereichen von Kunst und (Klima-)Wissenschaft, die sie als fähig dazu wähnen, die ökologische Krise erfahrbar zu machen. Schließlich müssten alle Lebensbereiche transformiert werden, um der Klimakrise zu begegnen. Eine ganze Bevölkerung müsse „empfänglich gemacht werden für einen Wandel der Kosmologie“ (S. 61). Überraschenderweise machen Latour und Schultz ausgerechnet in der europäischen Union eine politische Institution aus, die ihrer Ansicht nach in der Lage sei, eine neue Perspektive bereitzustellen. Sie schreiben: „Glücklicherweise gibt es Europa. In diesem weiträumigen ,Dings‘ steckt, trotz aller Mängel seiner Bürokratie, wenn kein Quell von Hoffnung, so doch ein Experiment im Hinblick auf alle neuen geopolitischen Konflikte, in die die ökologische Klasse verstrickt ist.“ (S. 75)

Die größte Hoffnung der beiden Autoren ruht indes auf dem aktiven Widerstand von Grassrootsbewegungen und Protestgruppierungen (S. 78 f.). Fast unweigerlich wirkt der Text an manchen Stellen so, als hätte Latour ihn der Letzten Generation gewidmet. So zeigen Latour und Schultz durchaus Verständnis für Formen zivilen Ungehorsams, die sich in „Klagen und Proteste(n)“ (S. 79) manifestieren und seien sie noch von den „trübsten Leidenschaften“ (S. 78) motiviert. In puncto Klimakrise würden die Gräben zwischen der Generation Greta und den Babyboomern immer tiefer. Da sei es den Autoren zufolge nur allzu verständlich, dass zunehmend eine „Revolte der Jugendlichen“ (S. 54) zu beobachten sei. Schließlich gewännen diese doch den Eindruck, sie seien „von den Alten verraten worden“ (S. 54) und fänden sich in einer Situation „ohne Zukunft wieder“ (S. 54). Irgendwann, so prognostizieren Latour und Schultz, käme der Zeitpunkt, an dem auf unsere Zeit der Verweigerung als eine seltsame Epoche der Geschichte zurückgeblickt werde und die Alten, „als verwöhnte und unreife Teenies“ (S. 54) betrachtet würden.

Bei aller Hoffnung zeigen sich die Autoren am Ende skeptisch, ob die Idee einer revolutionären Transformation die bestehende Gesellschaft tatsächlich umwandeln könne. „Das Auftauchen dieser ökologischen Klasse können wir in einem dichten Nebel nur erahnen.“ (S. 85) Aber Hoffnung und Utopie stehen seit jeher in der Tradition gesellschaftskritischen Denkens und sind insofern mit einer möglichen emanzipatorischen politischen Praxis verbunden – und womöglich gelingt es der neuen ökologischen Klasse, einen Wandel herbeizuführen. Darauf, dass das Hineinschlittern in das globale Massenaussterben nicht das Letzte gewesen sein möge und dereinst ein „neues gutes Gemeinwesen“ (S. 92) ins Leben gerufen werde, setzen Latour und Schultz am Ende ihres Textes. Ja, zumindest bleibt die Hoffnung, dass es beim Missverhältnis zwischen Ökonomie und Ökologie, das die Welt derzeit kennzeichnet, nicht bleiben wird. Diese Sehnsucht gehört bekanntlich zum wirklich denkenden Menschen. In diesem Sinne bleibt Latours letztes Buch ein Vermächtnis, ein Memorandum, „in dem man festhält, woran man sich erinnern will“ (S. V).

  1. Gestorben: Bruno Latour, 75, in: Der Spiegel, 14.10.2022.
  2. Dabei ist meines Erachtens nicht an Latours politische Ökologie zu denken, sondern an die Konsequenzen seines empirisch-methodischen beziehungsweise gesellschaftstheoretischen Ansatzes. Dieser wird in Deutschland, wo man sich in der Theoriedebatte häufig oberflächlich mit den Federn einer (wie auch immer gearteten) sogenannten „operativen Soziologie“ schmückt, so gut wie gar nicht weitergeführt. Siehe dazu: Markus Holzinger, Where are the missing practices? Bruno Latours experimentale Metaphysik, in: Zeitschrift für Theoretische Soziologie (2013), 1, S. 31–55.
  3. Armin Nassehi, Unbehagen. Theorie der überforderten Gesellschaft, München 2021, S. 104.
  4. Joachim Radkau, Die Ära der Ökologie. Eine Weltgeschichte, München 2011, S. 627.
  5. Bruno Latour, Das terrestrische Manifest, Berlin 2018, S. 104.
  6. Bruno Latour / Nikolaj Schultz: Zur Entstehung einer ökologischen Klasse, aus dem Französischen übersetzt von Bernd Schwibs, Berlin 2022. Zahlen in Klammern verweisen nachfolgend auf diese Publikation, sofern kein anderer Text ausgewiesen wird.
  7. Joachim Radkau, Die Ära der Ökologie, München 2011, S. 7
  8. Pierre Charbonnier, Überfluss und Freiheit. Eine ökologische Geschichte der politischen Ideen, Frankfurt am Main 2022, S. 101.
  9. Burkhart Lutz, Der kurze Traum immerwährender Prosperität. Eine Neuinterpretation der industriell-kapitalistischen Entwicklung im Europa des 20. Jahrhunderts, Frankfurt am Main / New York 1989.
  10. Stephan Lessenich, Nicht mehr normal. Gesellschaft am Rande des Nervenzusammenbruchs, Berlin 2022, S. 80 ff.
  11. Peter Sloterdijk, Wie groß ist »groß«?, in: Paul Crutzen / Mike Davis / Michael D. Mastrandrea / Stephen H. Schneider / Peter Sloterdijk (Hg.), Das Raumschiff Erde hat keinen Notausgang, Berlin 2011, S. 93–110, hier. S.99.
  12. Niklas Luhmann, Soziologische Aufklärung. Aufsätze zur Theorie der Gesellschaft 2, Opladen 1975, S. 80.
  13. Andreas Eckert, Spätkoloniale Herrschaft, Dekolonisation und internationale Ordnung, Einführende Bemerkungen, in: Archiv für Sozialgeschichte 48 (2008), S. 3–20, hier: S. 12.
  14. Bruno Latour, Das terrestrische Manifest, S. 40.
  15. Dipesh Chakrabarty, Das Klima der Geschichte im planetarischen Zeitalter, Berlin 2022, S. 256.
  16. Ebd., S. 14.
  17. Bruno Latour, Ein Experiment von und mit uns allen, in: DIE ZEIT vom 11.4.2001, S. 31.
  18. Armin Nassehi, Unbehagen. Theorie der überforderten Gesellschaft, München 2021, S. 99 ff.
  19. Zu der Problematik generell: Anthony Giddens, Die Klassenstruktur fortgeschrittener Gesellschaften, Frankfurt am Main 1979, S. 60.
  20. Jedediah Purdy, Die Welt und wir. Politik im Anthropozän, Berlin 2020, S. 119.

Dieser Beitrag wurde redaktionell betreut von Stephanie Kappacher.

Kategorien: Demokratie Europa Gesellschaft Gruppen / Organisationen / Netzwerke Macht Ökologie / Nachhaltigkeit Politik Wissenschaft Zivilgesellschaft / Soziale Bewegungen

Markus Holzinger

Professor Dr. Markus Holzinger, Philosoph und Soziologe, ist seit 2003 Mitarbeiter der Volkswagen Group Academy. Seit 2014 lehrt er zudem als apl. Professor für Soziologie an der Georg-August-Universität Göttingen. Zu seinen Forschungsinteressen gehören insbesondere die Soziologische Theorie, Globalisierungsforschung, Kriegssoziologie, Wissenschafts- und Risikosoziologie sowie Historische und Politische Soziologie.

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