Die Sozialität des Erinnerns

Beiträge zur Arbeit an einer Theorie des sozialen Gedächtnisses von Oliver Dimbath und Michael Heinlein

Sind Erinnerungen durch gesellschaftliche Einflüsse geprägt, und wenn ja, wie hängen sie mit sozialer Praxis zusammen? Der Sammelband Die Sozialität des Erinnerns, herausgegeben von Oliver Dimbath und Michael Heinlein, erschienen in der Reihe Soziales Gedächtnis, Erinnern und Vergessen – Memory Studies, beschäftigt sich mit dieser Frage, indem er Neuinterpretationen soziologischer Theorien in Bezug auf das Gegenstandsfeld des Gedächtnisses zusammenträgt. Daran schließt sich die Frage an, wie die Dimension des Erinnerns als Kategorie in die soziologische Forschung integriert werden kann oder sogar eine eigenständige Theorie des ‚sozialen Gedächtnisses‘ entwickelt werden könnte.

Die These, dass das Themenfeld des Gedächtnisses, verstanden als Struktur und gesellschaftlicher Wissensbestand mit Vergangenheitsbezug, sowie dessen Manifestation und zuweilen Transformationen (Aktualisierung) in Praktiken des Erinnerns im Kontext einer jeweiligen Gegenwart und Zukunftsbezogenheit,1 sozialwissenschaftlich betrachtet werden müsse, wurde im Anschluss an den Soziologen Maurice Halbwachs bereits von Aleida und Jan Assmann aus kulturwissenschaftlicher Perspektive aufgestellt. Sie verweisen hierbei auf die kommunikative Herstellung von Vergangenheitsbezügen, ihre Konstruktion und Aufgehobenheit in kulturellen Artefakten, Symbolen, Texten, Riten und Ähnlichem, ihre von einem jeweils gegenwärtigen gesellschaftlichen Rahmen abhängige Selektivität und ihre orientierende, identitätsstiftende Wirkung auf individueller, aber vor allem auch auf struktureller Ebene, etwa in Bezug auf gesellschaftliche Selbstverständnisse.2

Dieser Ausgangspunkt wurde Rahmen weiterer empirischer Forschung aus verschiedenen Fachrichtungen, insbesondere der Geschichtswissenschaft und der Sozialgeographie, etwa zu Deutungskämpfen um Erinnerungen, der Verarbeitung historischer Umbrüche oder zur Gestaltung von Erinnerungsorten vertieft und diskutiert.3 Mit theoretischem Anspruch wurde vor allem eine kulturwissenschaftliche Perspektive ausformuliert.4 Die Verwobenheit von kollektivem mit individuellem Erinnern und die damit wechselseitige Strukturierung von individuellen und offiziellen, institutionalisierten gesellschaftlichen Gedächtnisbeständen führten zudem zu einer methodischen Diskussion in der Geschichtswissenschaft über „Oral History“ als historische Quelle. An die beschriebenen Überlegungen knüpft zudem insbesondere die Zeitgeschichte mit einer teilweise selbstreflexiven Debatte über das Verhältnis von Geschichte und Gedächtnis an, beispielsweise mit der Analyse von Geschichtsdeutungen in gesellschaftlichen Gedächtniskonstruktionen und Erinnerungspraktiken.5 Bisher fehlte jedoch eine Systematisierung sozialtheoretischer Ansätze, die grundlegende Fragen diskutiert wie den Zusammenhang von individuellem und kollektivem Gedächtnis (auf welcher Ebene entstehen Erinnerungen?), die Verortung des Gedächtnisses in der sozialen Praxis (Stellt das Gedächtnis als Situierung der Gegenwart zwischen Vergangenheit und Zukunft eine Strukturkategorie des Sozialen dar?) oder das Verhältnis von sozialem Wandel und Erinnerungen.

An dieser Stelle setzt der Sammelband an. Ausgangspunkt für eine Erarbeitung der Begriffstrias „Gedächtnis“, „Erinnern“ und „Vergessen“ ist eine wissenssoziologische Fragerichtung, mit der, so die These der Herausgeber, Gedächtnis als Teil gesellschaftlicher Wissensbestände zu fassen ist, indem es samt der damit verbundenen Prozesse des Erinnerns und Vergessens als eine zeitliche Dimensionierung bzw. Kontextualisierung gesellschaftlicher Wissensbestände, Gedächtnis also als Wechselwirkung von Wissen und Zeit beschrieben wird. Diese theoretische Perspektive des Bandes erläutern die Herausgeber in der Einleitung.

Grundlage dieser wissenssoziologischen Perspektivierung sind sozialphänomenologische6 und systemtheoretische Ansätze zum Gedächtnisbegriff. Erstere begreifen Gedächtnis im Kontext sozialer Wissens- bzw. Wirklichkeitskonstruktionen, weil ihnen zufolge Erinnern als selektive Sinnbesetzung von Erfahrungen in kommunikativem Handeln objektiviert, also auf dieselbe Weise wie (Alltags-)Wissen konstruiert wird. Erinnern und Vergessen strukturieren dabei spezifisch die zeitliche Dynamisierung und Verstetigung von Wissen. Dieser prozesshaften Konstruktion von Gedächtnis liegen Selektionen und Typisierungen zugrunde, die sich ihrerseits mit durch sozialen Wandel hervorgerufenen Differenzierungen wie beispielsweise intergenerationalen Unterschieden, Differenzierung von Lebensstilen oder funktionaler Differenzierung verändern, sodass aus sozialphänomenologischer Perspektive bereits auf die Eigenlogik sozialer Gedächtnisse verwiesen wird.

Hier stellen die Herausgeber eine Verbindung zum systemtheoretischen Gedächtnisbegriff her, ihrem zweiten Ausgangspunkt. Mit der Systemtheorie im Sinne Niklas Luhmanns lässt sich die Transformation von Gedächtnisstrukturen und die Steigerung ihrer Komplexität – beginnend mit der mündlichen Wiederholung und gipfelnd in der Vernetzung bestehender Gedächtnisinhalte – durch eine Veränderung medialer Trägerschaften (Erzählung, Schrift etc.) analysieren. Gedächtnis ist insofern Bestandteil von Systemoperationen und -reproduktionen (in sozialphänomenologischen Begriffen wären das Handlungsorientierungen und Wirklichkeitskonstruktionen), als Erinnern und Vergessen im schemabasierten Abgleich von Bekanntem und Neuem Erwartbarkeit produzieren, Systemoperationen zeitlich ordnen und relevante Informationen verfügbar halten. Erinnern und Vergessen sind, indem sie in der Gegenwart einen Anschluss von der Vergangenheit zur zukünftigen Möglichkeit herstellen, konstitutiv für die Produktion von Sinn.

Aus diesen zwei theoretischen Positionen leiten die Herausgeber beiden gemeinsame Thesen ab, auf denen die anschließenden Beiträge aufbauen. Gedächtnis lasse sich als Prozess und weniger als Speicher begreifen, Erinnerungen basierten auf Typisierungen und Schemata, in seiner kommunikativen Konstituiertheit sei Erinnern sinngenerierend, Gedächtnisse könnten latenter oder expliziter Bezugspunkt sein. Diese Thesen und die relativ großen Unterschiede in den sozialtheoretischen Grundlagen der gewählten Ansätze ermöglichen thematische Breite und gleichzeitig eine zusammenhängende Diskussion. Die Beiträge lassen sich drei Zugängen zum Thema zuordnen: Für ersteren steht dessen sozialtheoretische Bearbeitung im Mittelpunkt, für den zweiten die Bezugnahme auf Nachbardisziplinen, für den dritten die begrifflich interessierte empirische Forschung. Dabei bildet das Verhältnis von individuellem und kollektivem Gedächtnis einen zentralen Diskussionsstrang, der auf einen von Dimbath und Heinlein formulierten Anspruch an soziologische Theorien zurückgeht: „Ordnung, deren Funktion darin besteht, Handeln zu orientieren, ist nicht flüchtig, sondern durch Persistenz gekennzeichnet. Jede Theorieperspektive sollte daher auch Auskunft darüber geben können, wie Struktur- und Ordnungswissen bewahrt und weitergegeben wird.“ (17) In den einzelnen Aufsätzen werden darüber hinaus Fragen der Medialität und Materialität, der Konflikthaftigkeit von Erinnerungen und Vergessen, sowie eine herrschafts- und kulturkritische Analyse angesprochen.

Gerd Sebald schlägt in seinem Beitrag vor, Gedächtnis als Möglichkeit des sinnhaften Bezugs auf „verarbeitetes Vergangenes“ (30), also etwa in Semantiken, Schemata oder Regeln gefestigte Bedeutungsstrukturen und Wissensbestände des Vergangenen zu verstehen. Soziale Situationen, die er als „Mischung von Ordnungen und Praktiken“ (31) begreift, nehmen in gegenwärtigen Sinnkonstruktionen auf diese Bestände temporal Bezug. Sinnstrukturen, als reflexive Verarbeitung von Erfahrungen und Stabilisierungen sowie Generalisierungen von alltäglichen und institutionellen geteilten Annahmen und Orientierungsmustern in sozialen Situationen sind damit zeitlich durch einen stabilisierenden Bezug auf die Vergangenheit und einen destabilisierenden Verweis auf die Zukunft konstituiert. Sebald zufolge ereignen sich Sinnvollzüge auf „unterschiedlichen und keineswegs einfach ineinander konvertierbaren sozialen Ebenen […]: die individuelle in den beiden Modi des körperlichen und des reflexiven Sinnvollzugs, die situative und sozial höherstufige [sic!] Sinnvollzüge in Semantiken, Diskursen, Organisationen, Systemen etc.“ (36) Indem Sebald dem Gedächtnis ähnliche temporale Struktureigenschaften wie seinem Begriff des Sinnvollzugs in sozialer Praxis zuschreibt, zielt er auf einen Gedächtnisbegriff ab, der einen Struktur- und Handlungsdualismus vermeidet. Soziale Gedächtnisse fasst Sebald damit letztlich als Operationen, die vergangene Sinnvollzüge in gegenwärtigen Situationen zur Verfügung stellen.

Mathias Berek argumentiert, individuelles und kollektives Gedächtnis stünden als Formen von Wissensvorräten miteinander in Beziehung. Von Interesse sind für ihn die Übergangszonen zwischen den beiden Gedächtnistypen. Diese findet Berek in Erinnerungskulturen, verstanden als symbolische Formen, die Kohärenz zwischen den verschiedenen Wissensbeständen schaffen und so strukturbildend wirken. Bei der Erforschung von Erinnerungskulturen wäre für Berek die empirische Untersuchung derartiger Strukturbildungen ein wichtiges Desiderat: Wo überschneiden sich tatsächlich Wissensbestände in Erinnerungskulturen, wo beziehen sich also individuelle und gesellschaftliche Wissensbestände aufeinander? Vergessen beschreibt Berek ähnlich wie Sebald und die Herausgeber als ein Auswählen von Erinnerungen, also einen unabdingbaren Aspekt des Erinnerns. Spezifisch betreffe dies individuelle Erinnerungen, die nicht kollektiviert werden, sowie kollektivierte, objektivierte Erinnerungen, die nicht mehr individuell aktualisiert werden. Bezogen auf Erinnerungskulturen werde vergessen, was nicht symbolisch rekonstruiert wird, also keine bedeutungsgenerierende Form erhält. In diesem Sinne kann es, so Berek, keine explizite Kultur des Vergessens geben, weil das die symbolische Herstellung von ‚Nicht-Bedeutungswelten‘ implizieren würde.

Demgegenüber verweist Oliver Dimbath in seinem Beitrag zu Paul Ricœur darauf, dass zeitweilig vergessene soziale Konflikte eigendynamisch und von konkreten Trägerschaften losgelöst hervortreten können, und deutet in diesem Zusammenhang die Selektivität von Erinnerungen als gelegentlich instrumentelles Vergessenmachen, etwa durch Aufmerksamkeitslenkung, das eine „ordnungserhaltende Indienstnahme des Gedächtnisses“ (143) erlaubt. Das Vergessen begreift er damit weniger als unwillkürliche Seite des Erinnerns denn als strategisches Moment, als aktiven Bestandteil von Wirklichkeitskonstruktionen oder Einsatz in Kämpfen um die Durchsetzung von Erinnerungen – in Herrschaftsverhältnissen wie auch in Universalisierungen. Dimbath bezweckt eine Analyse der Strukturen des Hervortretens von Vergessenem vor dem begrifflichen Kontext von Wissensgenese, -verlust und -wiedergewinnung.

Jörg Michael Kastl betrachtet das Verhältnis von individuellem und kollektivem Gedächtnis in der Diskussion neurowissenschaftlicher Theorien und schlägt vor, diesen den soziologischen Gedächtnisbegriff anzunähern – mit dem Argument, dass Dynamik und Konstitution von Gedächtnis nicht auf einer strukturellen, kollektiven Ebene, sondern auf biopsychischer Ebene hergestellt würden. Neurowissenschaftliche Erkenntnisse über die Struktur des Gedächtnisses würden damit für die Soziologie relevant, insbesondere in Bezug auf latente Erinnerungen. Sie könnten dann mit der Annahme verknüpft werden, dass soziale, kommunikative Situationen Erinnern und Rückbezüge auf Gedächtnisinhalte hervorrufen.

Interessante Diskussionsbeiträge zu dieser Frage nach dem Ursprung des Gedächtnisses liefern Valentin Rauer und Alberto Cevolini. Rauer erörtert am Beispiel von Gesellschaften, die gewaltsame Konflikte erlebt haben, wie das Materielle in einer Gedächtnistheorie zu verorten wäre. Er nimmt an, dass Akteure über materielle Dinge vermittelt handeln, sodass materielle Objekte nicht nur Träger, sondern „Quasi-Subjekte“ in der Konstitution von Erinnerungen sind. Deren Dynamik oder Stabilität hängt, so folgert Rauer, nicht zwangsläufig vom Akteurshandeln, sondern von der Stabilität, der Unmittelbarkeit und dem Akteursbezug der Dinge und Bilder ab. Cevolini verdeutlicht die systemtheoretische These eines Gedächtnisses sozialer Systeme am Beispiel der „Kartei“, die er als selbstreferenzielles, sich selbst reproduzierendes System beschreibt, womit auch hier die Frage nach einer von individuellem Handeln unabhängigen Dynamik von Gedächtnis aufgeworfen wird.

Zudem bezieht der Sammelband eine von Walter Benjamin beeinflusste herrschaftskritische Sicht ein. Lars Alberth entnimmt dessen Spätwerk die Hinweise, dass Erinnerung auf die Möglichkeit der Erfahrung angewiesen ist und dass gesellschaftlich geteilte Repräsentationen des Vergangenen interessenvermittelt beziehungsweise als Ausdruck von Herrschaft gesehen werden können. Alberth verweist mit Benjamin darauf, wie Erinnerung durch den Verlust von Erfahrung und damit einer Veränderung von Wahrnehmung unzugänglich wird respektive dem privilegierten subjektiven Zugang des Bürgertums vorbehalten bleibt, indem Erinnerungen durch serielle „chockhafte“ Erlebnisse der Kulturfabrikation und der Industriearbeit verstellt werden. Dies geschieht im Einklang mit einer herrschaftslegitimierenden Geschichtsschreibung, welche unwillkürliche Erinnerungen durch bewusste Rekonstruktion verdrängt. Alberth setzt der Annahme, es gebe subjektive Erinnerungen, die These entgegen, dass Subjektivität im Zusammenhang von Kulturproduktion und Herrschaft strukturiert wird. Die Grundlagen dieser Strukturierung lassen sich für Alberth in zwei Feldern der Gedächtnisforschung untersuchen: in körpersoziologischen Analysen sowie in der Kritik von Geschichtsschreibung.

Felix Denschlag skizziert in seiner Diskussion von Benjamins und Hartmut Rosas Entfremdungskonzepten Erinnern und Vergessen als Bestandteile von Weltverhältnissen und schlägt damit eine Fragerichtung ein, die auch Nina Jakoby in ihrer identitätstheoretischen Analyse von Normierungen und Kontrollmechanismen des Vergessens und Erinnerns am Beispiel psychiatrischer Trauerkonzepte und virtueller Trauerpraktiken verfolgt.

Nina Leonhard zeigt am Beispiel einer Gedenkveranstaltung von NVA-Soldaten, dass Erinnerungen Bestandteil sozialer Integration sind. Unterschiedliche Erinnerungen an ein Ereignis würden demnach, wenn sie nicht kulturell miteinander vermittelt werden, konkurrierende Wirklichkeitsvorstellungen bedeuten. Erinnerungen seien dann nicht mehr selbstverständliche gesellschaftliche Integrationsfaktoren. Dieses Phänomen eines Erinnerungspluralismus gewinnt, so Leonhard, im Kontext sich diversifizierender Gesellschaften an Relevanz.

Dank der durch die Herausgeber vorgenommenen Eingrenzung der theoretischen Perspektive gelingt es den darauf folgenden Beiträgen in den gesellschaftstheoretischen und interdisziplinären Anknüpfungspunkten, die sie ausformulieren, eine soziologische Perspektive gegenüber inhaltlich nahestehenden Ansätzen wie den Kulturwissenschaften zu spezifizieren. Gleichzeitig wird deutlich, dass sich verschiedene kontroverse sozialtheoretische Positionen in die „Arbeit an einer Theorie des sozialen Gedächtnisses“, wie im Untertitel des Bandes angekündigt, nicht ohne weiteres integrieren lassen, sodass ihre Verknüpfung der Leserin überlassen bleibt. Insgesamt stellt der wissenssoziologische Ansatz des Sammelbandes eine Bereicherung der Forschung zum sozialen Gedächtnis dar und kann, wenn auch keine abgeschlossene Theorie, so doch eine Etablierung des Gedächtnisses als (theoretische) Kategorie in der soziologischen Forschung anregen. Es gelingt den Herausgebern, das Thema mit einigen Grundfragen der Soziologie in Verbindung zu bringen, wie etwa dem Zusammenhang von Individuum und sozialen Strukturen, sozialer Ordnung und gesellschaftlichem Wandel, sowie der Rolle von Medialität und vermeintlich vorsozialen Objektwelten. Vor allem aber ermöglicht die Verortung von Gedächtnis, Erinnern und Vergessen in gesellschaftlichen Wissens- und Wirklichkeitskonstruktionen es, die Kategorie einer Zeitlichkeit des Sozialen neu und eventuell konkreter zu begreifen. Unter den diversen theoretischen Anknüpfungspunkten, die der Sammelband bietet, vermisst man freilich die poststrukturalistischen Theorien. Zudem wäre eine interdisziplinäre Diskussion in Bezug auf sozialgeografische Raumkonzepte aktueller Forschung zu Erinnerungsorten möglicherweise ebenfalls bereichernd gewesen.

Fußnoten

1  Astrid Erll, Cultural Memoy Studies/ Kulturwissenschaftliche Gedächtnisforschung. In: Stephan Moebius, Kultur. Von den Cultural Studies bis zu den Visual Studies. Eine Einführung. Bielefeld 2012, S. 258-281.

2  Jan Assmann, Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen, München 1992, vgl. u.a. S. S.16ff., 34ff., 48ff.; Aleida Assmann, Erinnerungsräume. Formen und Wandel des kulturellen Gedächtnisses, München 1999.; Dies., Der lange Schatten der Vergangenheit. Erinnerungskultur und Geschichtspolitik, München 2006.

3  Nicoletta Diasio / Klaus Wieland (Hrsg.), Die sozio-kulturelle (De-)Konstruktion des Vergessens. Bruch und Kontinuität in den Gedächtnisrahmen um 1945 und 1989, Bielefeld 2012.

4  Astrid Erll / Ansgar Nünning, Cultural Memory Studies. An International and Interdisciplinary Handbook, Berlin u.a. 2008; Michael Frank / Gabriele Rippl (Hrsg.), Arbeit am Gedächtnis. Für Aleida Assmann, Paderborn 2007.

5  Lutz Niethammer (Hrsg.), Lebenserfahrung und kollektives Gedächtnis. Die Praxis der „Oral History“, Frankfurt am Main 1980; Julia Obertreis (Hrsg.), Oral History, Stuttgart 2012; Norbert Frei (Hrsg.), Was heißt und zu welchem Ende studiert man Geschichte des 20. Jahrhunderts?, Göttingen 2006; Volkhard Knigge / Norbert Frei, Verbrechen Erinnern. Die Auseinandersetzung mit Holocaust und Völkermord, München 2002.

6  Vertreter dieser Strömung sind beispielsweise Peter L. Berger/ Thomas Luckmann, Alfred Schütz und George Herbert Mead.

Dieser Beitrag wurde redaktionell betreut von Tilman Reitz.