Ash Watson, Marc Ortmann | Interview |

Nachdenken über die ästhetische Form von Ideen

Ash Watson im Gespräch mit Marc Ortmann

Sie nutzen fiktive Erzählungen für Ihre soziologische Arbeit. Was können wir uns unter diesem Forschungsansatz namens kunstbasierte Forschung (arts-based research) vorstellen?

Im Studium habe ich als Hauptfach kreatives Schreiben und Literatur belegt und gleichzeitig so viele Wahlkurse wie möglich in soziologischer Theorie besucht, sodass ich mich immer in einem Bereich bewegt habe, in dem Erzählungen (stories) und Soziologie zusammenkamen. Insbesondere die Belletristik halte ich für sehr aufschlussreich für unsere Arbeit als Soziolog:innen. In meiner Doktorarbeit habe ich mich auf die Verbindung zwischen Soziologie und Belletristik konzentriert und fiktives Schreiben als eine Methode (neben anderen) verwendet, um kollektive Erzählungen und soziologische Fantasie (sociological imagination) zu untersuchen.

In all meinen Arbeiten kommt das Storytelling auf die eine oder andere Weise zum Einsatz oder steht im Mittelpunkt. Ich finde es interessant, zu beobachten und zu analysieren, wie und warum Menschen Geschichten erzählen. Oft konzipiere ich Projekte so, dass die Menschen im Rahmen ihrer Teilnahme an einer Studie schreiben oder sich etwas vorstellen und erschaffen können. Ich schreibe auch selbst weiterhin kreativ. Immer mehr Wissenschaftler:innen verwenden ähnliche Techniken, die Begriffe kunstbasierte Forschung oder fiktionale Methode sind die gängigsten Bezeichnungen für diese Ansätze.

Bei kunstbasierter Forschung handelt es sich um einen methodischen Ansatz, der kreative Techniken, Praktiken und Ausdrucksformen zu einem zentralen Bestandteil der Forschung macht. Mittels eines kreativen Prozesses untersuchen wir Forschungsfragen und generieren Daten oder Materialien für die Analyse. Dazu gehören kreatives Schreiben ebenso wie bildende Kunst, Musik, Performance und andere Kunstformen. Diese Art von Forschung basiert in der Regel auf Kooperationen, es entstehen multidisziplinäre Teams aus Soziolog:innen und Künstler:innen, manche Wissenschaftler:innen erlernen die künstlerischen Praktiken und wenden sie selbst an.

Es gibt ein wachsendes Interesse an Kreativität unter Soziolog:innen. Ich habe auf jeden Fall den Eindruck, dass uns die Limitationen der etablierten Methoden, mit denen wir die Struktur und Komplexität des sozialen Lebens erfassen, bewusster sind. Kreative Arbeitsweisen können Sozialforscher:innen neue Wege eröffnen, um Zugang zu den Praktiken und Erfahrungen der Menschen zu bekommen und diese zu interpretieren sowie darzustellen. Kreative Ansätze helfen besonders dann, wenn das Sozialleben mit traditionellen Methoden schwer zu verstehen oder zu artikulieren ist, indem sie sensorische, affektive, partizipative und ästhetische Dimensionen in den Mittelpunkt stellen. Durch den Einsatz kreativer Methoden habe ich gelernt, einige Schlüsselaspekte meiner Forschung auf lebendige Weise zu prüfen, darunter Subjektivität und Perspektivgebundenheit, Repräsentation und die Beziehung zwischen Inhalt und Form sowie die Produktion und den Ausdruck von Wissen. Diese Elemente sind von zentraler Bedeutung für die Art und Weise, wie ich heute meine Forschung konzeptualisiere und gestalte, bei der ich kunstbasierte und fiktionale Methoden in Kombination mit qualitativen Ansätzen verwende.

Woher kommt das wachsende Interesse an kreativem Arbeiten, von dem Sie sprechen? Gibt es so etwas wie eine Ästhetisierung der Soziologie?

Zum Teil ja. Ich habe das Gefühl, dass sich immer mehr Menschen für die visuellen, narrativen und fantasievollen Dimensionen der Forschung und des sozialen Lebens interessieren. Diese Dimensionen werden seit Langem erforscht, in der Soziologie und darüber hinaus, wenn auch in der Regel durch Ansätze, die das Sehen und Lesen in den Mittelpunkt stellen. Wir beobachten nun, wie sich mehr Wissenschaftler:innen sozusagen hinter die Kamera begeben, und selbst und mit den Teilnehmer:innen als Teil des wissenschaftlichen Prozesses kreativ werden.

Sie schreiben und arbeiten mit ganz unterschiedlichen Textformaten, von klassischen Artikeln über Zines bis hin zum Einsatz von fiktionalen Erzählungen. Was sind die Vorteile verschiedener Textformate?

Sie ermöglichen es mir, sowohl am als auch mit dem Storytelling zu arbeiten. Ich fand es schon immer sinnvoll, sogenannte nichttraditionelle Forschungsergebnisse (non-traditional research outputs, NTRO) zum Kernbestandteil meiner wissenschaftlichen Praxis zu machen. NTROs sind alle Formen wissenschaftlicher Arbeit, die über traditionelle Veröffentlichungen wie Bücher und Zeitschriftenartikel hinausgehen. Dazu gehören künstlerische Kreationen, Multimediaprojekte, technische Entwicklungen und Texte, die für die Öffentlichkeit oder die Industrie bestimmt sind und die ebenfalls einen Beitrag zum akademischen Wissen leisten. Oft tragen solche kreativen Ergebnisse zum Wissen bei, indem sie auf innovative Weise Projektergebnisse übersetzen und Interessengruppen und Publikum mit den Erkenntnissen aus der Forschung vertraut machen. Akademische Institutionen erkennen den Wert und die Arbeit, die mit der Erstellung dieser Ergebnisse verbunden sind, zunehmend an – neben traditionellen Veröffentlichungen. Dadurch lassen sich vielfältigere Formen der wissenschaftlichen Arbeit fördern, außerdem können wir stärker berücksichtigen, wen die Forschung erreichen kann und sollte.

Ich mache nicht (nur) Zines oder schreibe und bearbeite Belletristik, um die Forschung zu übersetzen – auch wenn dies wirklich wertvolle Medien für eine kreative, öffentlichere Kommunikation und ergiebige Aktivitäten sind, die die traditionelleren Formen der Datenerhebung und -analyse ergänzen, die ebenfalls zu meiner Forschung gehören. Die Arbeit an neuen Zines, kleinen kreativen DIY-Publikationen (wie Magazinen), die ich selbst und mit anderen herstelle, zwingt mich darüber hinaus dazu, anders über das Thema nachzudenken, auf das ich mich konzentriere.[1]

Insbesondere die Zines, die ich mache, arbeiten mit dem starken visuellen Element der Collage, sie verleihen dem Text eine andere Materialität. Ich setze mich also visuell mit wissenschaftlichen Konzepten auseinander und denke über die ästhetische Form von Ideen nach. Dadurch ergeben sich oft neue Verbindungen oder eine andere Art, eine Idee zu ‚sehen‘, und ich bin dann in der Lage, neue Formulierungen für diese Ideen in meiner wissenschaftlichen Analyse und meinem Schreiben zu finden und zu schaffen. Das gilt auch für meine literarische Arbeit. Durch kreatives Schreiben kann ich mich denselben soziologischen Konzepten auf radikal andere Weise nähern und die Art und Weise, wie ich die Konzepte verstehe und anwende, wirklich verändern. Die praktische Erstellung eines NTRO beinhaltet oft iterative Prozesse, eine Menge Experimente und Anpassungen – vergleichbar mit dem Schreiben eines akademischen Artikels, aber zugleich anders. Diese Vorgehensweise ermöglicht einen dynamischen Ansatz, der uns über unsere üblichen Arbeitsweisen hinausführt und unsere Forschung voranbringen kann.

Es geht also um die ‚richtige‘ Verbindung von Inhalt und Form. Ann Game und Andrew Metcalfe konstatieren: „All sociologists write stories.“[2] Wie finde ich das passende Format für die Story, die ich erzählen möchte?

Das ist eine schwierige Frage! Ich denke, um das ‚richtige‘ Format für eine bestimmte Story zu finden, müssen wir offen für Experimente sein, verschiedene Stile erlernen und versuchen, uns vom kreativen Prozess leiten zu lassen. Ich weiß, dass dies im gegenwärtigen akademischen Kontext leichter gesagt ist als getan, da diese Praktiken immer noch am Rande und außerhalb dessen liegen, was als etablierte Forschung gilt. Dennoch glaube ich, dass die Motivation entscheidend ist, und wir sollten uns in der Forschung hüten vor instrumentellen kreativen Ansätzen, die sich in erster Linie auf ein glänzendes Endergebnis konzentrieren. Nachdem ich mich ein wenig damit beschäftigt hatte, fand ich wirklich Gefallen an der Herstellung von Zines, da sie meine gewohnte Arbeitsweise in der Forschung und im kreativen Bereich, nämlich das Schreiben, herausfordert und erweitert. Die Herstellung von Zines bringt mich dazu, visuell zu denken. So wird mir bewusster, wie ich mit verschiedenen Materialien arbeite und versuche, Farben und Texturen auf eine Weise zusammenzubringen, die Themen anspricht. Es ist auch für mein Schreiben hilfreich, weil ich mich in das Chaos des Prozesses hineinversetzen und den Perfektionismus vermeiden kann, der mich und sicher viele andere plagt. Ich glaube, dass das Spielen mit verschiedenen kreativen Formen mein schriftliches Storytelling verbessert hat. Für mich geht es also weniger darum, die ‚richtige‘ Form für eine Geschichte zu finden, als vielmehr darum, meine kreativen Fähigkeiten zu erweitern, um eine Geschichte auf eine stärkere, resonantere Weise zu erzählen.

Neben Ihrem eigenen Schreiben arbeiten Sie auch als fiction editor für The Sociological Review. Können Sie uns Ihre dortige Tätigkeit erklären?

Fiction @ The Sociological Review ist eine Serie für Kurzgeschichten, die in Stil, Umfang und Sensibilität soziologisch sind. Ich bin seit dem Start dieser Reihe im Jahr 2018 deren Herausgeberin und kuratiere sie als Ort für Soziolog:innen, an dem sie die soziale Welt durch fiktive Erzählungen kreativ hinterfragen. Jede Geschichte ist etwa 3000 Wörter lang, begleitet von einer kurzen Exegese von circa 500 Wörtern. Letztere ermöglicht den Autor:innen, ihre Geschichte zu verorten und zu kontextualisieren – nicht um sie zu rechtfertigen, sondern um den interessierten Leser:innen zusätzliche Informationen darüber zu geben, wie und warum sie geschrieben wurde und welche Verbindungen die Geschichte zu anderen Forschungsarbeiten hat.

Ich achte bei einer Einsendung darauf, dass die soziologische Bedeutung der Erzählung nicht in der Exegese erklärt werden muss; die soziologischen Ideen müssen in der Geschichte selbst lebendig sein. Bei den meisten Einsendungen, die ich zur Veröffentlichung in Betracht ziehe, übernehme ich eine wichtige redaktionelle Rolle, ähnlich wie die Redakteur:innen einer Literaturzeitschrift. Oft gibt es – gemeinsam mit den Autor:innen – mehrere Überarbeitungen, um die ‚Literarizität‘ und die soziologische Qualität der einzelnen Beiträge zu verbessern.

Eine große praktische Herausforderung beim Schreiben soziologischer Belletristik (sociological fiction) besteht darin, aus dem üblichen erklärenden oder argumentativen Modus herauszukommen und nur die Geschichte zu erzählen. Ich verweise angehende Autor:innen oft auf die Arbeit von Patricia Leavy, die erörtert, wie die Kunst Bedeutung evoziert (anstatt sie explizit zu benennen).[3] Beim kreativen Schreiben wird dies durch die Poetik des Stücks oder den Stil der Erzählung erreicht, deshalb konzentriert sich ein großer Teil meiner redaktionellen Arbeit darauf, die Stimme und den Stil der Autor:innen zu verbessern, damit die Geschichte selbst stark und auch soziologisch interessant ist.

Was ist der Unterschied zwischen der poetischen und der argumentativen Seite des Schreibens?

Der Unterschied liegt in Stil, Inhalt, Positionierung und Zweck: wie etwas geschrieben wird, was der Schwerpunkt des Schreibens ist, die Rolle des Autors oder der Autorin und das Ziel der Arbeit. Darüber haben viele großartige Menschen geschrieben, die den Unterschied ausführlicher zum Ausdruck gebracht haben, als ich es hier tun kann: Howard S. Beckers zahlreiche Bücher über soziologische Forschung und soziologisches Schreiben sowie Andrew Abbotts Werk über lyrische Soziologie, um nur zwei zu nennen.[4]

Und wie finde ich meinen eigenen Stil und meine eigene Stimme?

Um Ihren eigenen Stil und Ihre eigene Stimme zu finden, müssen Sie zwei Dinge tun: lesen und schreiben. Lesen Sie viel – außerhalb Ihres Interessengebiets, außerhalb Ihrer theoretischen Heimat, außerhalb Ihrer Disziplin; lesen Sie Artikel, Kapitel und ganze Bücher; lesen Sie wissenschaftliche Arbeiten, Sachbücher und auch Belletristik. So viele moderne Essayist:innen und Literat:innen beschäftigen sich mit Sozial- und Kulturtheorie, sie zeigen, wie konzeptionelle Ideen mittels Storytelling zum Leben erweckt werden können. Um zu lernen, wie man das selbst macht, muss man lesen und versuchen zu verstehen, wie andere Schriftsteller:innen schreiben. Und natürlich müssen Sie auch selbst schreiben. Es gibt unendlich viele Dinge, mit denen wir uns ablenken können, Veranstaltungen, Sitzungen und all die anderen Arbeiten des akademischen Betriebs, aber das Beste, was Sie tun können, um Ihr Schreiben zu verbessern, ist, sich an einen Schreibtisch zu setzen und zu schreiben.

Welche Rolle spielt soziologische Fantasie bei dieser Arbeit?

Die soziologische Fantasie ist der Schlüssel dazu. Ich versuche, Schreibprozesse und kreative Arbeiten zu unterstützen – und selbst Werke zu schaffen –, die soziologisch fantasievoll sind. Werke, die die von Charles Wright Mills skizzierte Sensibilität lebendig machen und sie auf neue Weise weiterentwickeln.[5] Ich finde Mills’ Schriften zu diesem Thema nach wie vor sehr anregend und fruchtbar: Er artikuliert die soziologische Fantasie als etwas Dynamisches, etwas Persönliches und Kollektives zugleich, etwas, das verkörpert wird, an dem man arbeiten und das man gestalten kann (und muss). Ich finde, dass Literatur und erzählende Formen des Schreibens ein perfektes Medium sind für jene Verbindung von Selbst und Gesellschaft, die im Mittelpunkt der soziologischen Fantasie steht. Es ist eine gängige Technik in der literarischen Fiktion, in die Dimensionen sozialen Lebens hinein- und herauszuzoomen, und geteilte Erfahrungen und Solidaritäten in den besonderen Umständen des Alltagslebens der Figuren aufzurufen. Auch wenn man nicht versucht, Belletristik zu schreiben und zu veröffentlichen, glaube ich, dass kreatives Schreiben eine nützliche analytische Praxis für alle Soziolog:innen ist, um die Grundhaltung dieser Fantasie zu finden und die Fähigkeit zu entwickeln, über die Mikro- und Makrodynamik der Gesellschaft zu schreiben.

Sie haben mit Into the Sea (2020) selbst einen soziologischen Roman (sociological novel) geschrieben. Was zeichnet das Genre des soziologischen Romans aus?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten! Es gibt viele Dinge, die ein Werk soziologisch machen – die Themen, die es behandelt, die Denkweisen, die die Erzählung antreiben, wer es geschrieben hat und warum, wo es veröffentlicht wurde oder wie die Geschichte erzählt wird. Ich habe mich oft von Romanen inspirieren lassen, die tiefe Einblicke in das gesellschaftliche Leben bieten oder es kritisch hinterfragen, wie etwa Margaret Atwoods Die Magd und George Eliots Middlemarch. Andere haben auf 1984 (George Orwell), Wer die Nachtigall stört (Harper Lee), Fahrenheit 451 (Ray Bradbury), Von Mäusen und Menschen (John Steinbeck), Stolz und Vorurteil (Jane Austen), Der Fremde (Albert Camus) und andere Romane dieser Art verwiesen. Keiner der Autor:innen würde sein beziehungsweise ihr eigenes Werk unbedingt als soziologisch bezeichnen, aber sie greifen viele soziale Themen auf, die ja den Gegenstand der Soziologie bilden. Es gibt eine lange Liste von Soziolog:innen, die auch Romane geschrieben haben, sodass wir ihre Literatur leichter als soziologisch bezeichnen könnten. Dazu gehören Patricia Leavy, die die akademische Welt verließ, um sich ganz dem literarischen Schreiben zu widmen, Ann Oakley, die neben vielen anderen Romanen auch The Men's Room schrieb, und Raymond Williams, der ebenfalls eine Reihe von Romanen verfasste, darunter The Fight for Manod. Ein Element, das meiner Meinung nach einen soziologischen Roman von gängigen Beispielen anderer Genres unterscheidet, ist das Ende der Geschichte. Nach meinem Lektüreeindruck widerstehen soziologische Romane jeglicher Auflösung der Figuren und gestalten stattdessen viel offenere Schlussszenen.

Als mich meine Betreuer während meiner Promotion fragten, ob ich kürzere Geschichten hätte, die ich als soziologische Belletristik bezeichnen könnte, die den Stil veranschaulichen würden, ohne dass jemand einen ganzen Roman lesen müsste, oder ob ich erörtern könnte, wer diese Art des Schreibens derzeit praktiziert, hatte ich Schwierigkeiten, veröffentlichte Beispiele zu finden. Das ist einer der Gründe, warum ich 2017 So Fi Zine (sofizine.com) ins Leben gerufen habe, ein Zine für soziologische Belletristik, Poesie und visuelle Kunst – um ein Zuhause für die Texte zu schaffen, von denen ich wusste, dass sie geschrieben wurden, die aber vielleicht nicht so recht in die bestehenden Formate passten. Die Tatsache, dass ich gerade die 14. Ausgabe von So Fi Zine zusammengestellt habe und dass Fiction @ The Sociological Review gerade seinen fünften Geburtstag gefeiert hat, zeigt, dass mein Instinkt richtig war – viele Leute schreiben etwas, das sie als soziologische Belletristik begreifen. Ich denke, dass soziologische Belletristik die soziologische Fantasie belebt. Sie trägt eine Sensibilität in sich, die für die Wissenschaft charakteristisch ist – aber nicht auf sie beschränkt ist oder von ihr bestimmt wird. Als ich meinen Roman schrieb, wollte ich, dass er eine Art Garten ist, in dem soziologisch fantasievolle Fragen blühen können.

  1. Siehe bspw. die Ausgabe „Liminal Texts“ von Ash Watson, Iris Pissaride und Marc Ortmann, die ein Schreibprojekt dokumentiert, das im Rahmen der Seminar-Series der Sociological Review Foundation am 13.10.2023 an der University of Cambridge stattfand: https://francesstreetpress.com/liminal-texts/ [28.2.2024].
  2. Ann Game / Andrew Metcalfe, Passionate Sociology, London 1996, S.66.
  3. Patricia Leavy, Method Meets Art. Arts-Based Research Practice [2008], New York / London 2020, bspw. S. 60.
  4. Siehe bspw. Howard S. Becker, Die Kunst des professionellen Schreibens. Ein Leitfaden für die Geistes- und Sozialwissenschaften, übers. von Hanne Herkommer, Frankfurt am Main / New York 1994; Andrew Abbott, Against Narrative. A Preface to Lyrical Sociology, in: Sociological Theory 25 (2007), 1, S. 67–99.
  5. Charles Wright Mills, Soziologische Phantasie, hrsg. von Stephan Lessenich, übers. von Ulrike Berger, Wiesbaden 2016.

Dieser Beitrag wurde redaktionell betreut von Wibke Liebhart.

Kategorien: Kunst / Ästhetik Methoden / Forschung Wissenschaft

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Ash Watson

Dr. Ash Watson ist Senior Research Fellow am Australian Research Council Centre of Excellence for Automated Decision-Making and Society an der University of New South Wales in Sydney, Australien. Ihr Interesse gilt der Frage, wie neue Technologien erlebt und imaginiert werden. Zudem ist sie fiction editor der Zeitschrift The Sociological Review.

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Marc Ortmann

Dr. des. Marc Ortmann ist Soziologe und Autor. In seinem Promotionsprojekt hat er Beziehungsmodi zwischen Soziologie und Literatur untersucht. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrbereich von Prof. Dr. Andreas Reckwitz (HU-Berlin) und war zuletzt zu Forschungs- und Lehraufenthalten am Centre Georg Simmel der EHESS Paris, an der Universität Basel und der University of Cambridge eingeladen.

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