Ingo Meyer | Literaturessay |

Nicht Fisch, nicht Fleisch

Literaturessay zu „1977. Eine kurze Geschichte der Gegenwart“ von Philipp Sarasin

Philipp Sarasin:
1977. Eine kurze Geschichte der Gegenwart
Deutschland
Berlin 2021: Suhrkamp
502 S., 32,00 EUR
ISBN 978-3-518-58763-8

Es ist in den historisch interessierten Geisteswissenschaften seit einiger Zeit modisch, ein einzelnes, auf den ersten Blick möglichst kurioses Jahr auszuwählen, um dann induktiv über ‚Zeitreisen‘ und ähnliches zu versuchen, dennoch eine ganze Epoche lebendig werden zu lassen.[1] Kurios in der Titelwahl aber ist Philipp Sarasins 1977. Eine Geschichte der Gegenwart, von Suhrkamp als „Buch des Monats“ beworben, für ein deutsches Publikum ganz gewiss nicht, sondern geradezu emblematisch, denn natürlich assoziiert damit jeder den Höhepunkt des RAF-Terrorismus, auch wenn die noch in der DDR Aufgewachsenen wohl zuerst die ‚Kaffeekrise‘ erinnern.[2]

Sarasin, das muss vorab gesagt werden, ist Foucault-Adept; daneben hat er Andreas Reckwitz‘ zwar anregende, allerdings umstrittene und auch in diesem Forum breit diskutierte Gesellschaft der Singularitäten von 2017 zu seiner theoretischen Leitwährung ernannt (S. 28 ff.), womit zwei Konsequenzen verbunden sind: Der Autor bietet über weite Strecken keine Real-, sondern Diskursgeschichte und muss Belege für die bei Reckwitz behauptete spätmoderne Umstellung der Kultur auf Valorisierung von Besonderheiten und Individualitäten zuungunsten von verbindlichen Allgemeinheiten oder gar Kollektivakteuren sammeln – danach ist sein Material dann auch disponiert. So kann man positiv Sarasins Arbeit als Versuch eines historischen Kommentars zu Reckwitz‘ Gegenwartsdiagnose fassen (aber wäre das nicht ein bisschen wenig?), negativ engt er damit seinen möglichen Gegenstandsbereich a priori ein.

Diskursgeschichten sind auf der Suche nach Brüchen, Umstellungen oder doch zumindest Übergängen (S. 34). Sarasin eröffnet daher seine fünf materialen Kapitel über Revolution/Politik, Recht, Sexualität und Identität, Technik/Medien und Ökonomie jeweils mit „Nekrologen“ auf Ernst Bloch, die schwarze Bürgerrechtsaktivistin Fannie Lou Hamer, Anaïs Nin, den in Frankreich außerordentlich populären Chansonier Jacques Prévert und Ludwig Erhard, die alle 1977 verstarben.[3] Ihre Tode sollen jeweils indizieren, dass definitiv etwas zu Ende gegangen sei. Diese Auswahl ist natürlich kontingent, wie Sarasin gern konzediert (S. 33) – Charlie Chaplin, Elvis Presley und Vladimir Nabokov hätten sich wohl auch angeboten. Doch was leisten die Durchgänge für sich?

Der Auftakt, die über gut sechzig Seiten vorgetragene Rekonstruktion des Endes der ‚Revolutions‘-Semantik im Sog des Deutschen Herbstes, bleibt durchweg blass. Niemandem, der sich in der Literatur zur RAF und den unendlich fraktionierten Debatten der radikalen Linken einigermaßen auskennt, der um das damalige liberale Barmen um die Zukunft des Rechtsstaats, den „Mescalero“-Nachruf auf Buback, Berliner Tunix-Kongress und so weiter weiß, hat Sarasin etwas Neues mitzuteilen, ergänzende Einlassungen zum längst versunkenen Eurokommunismus (S. 92 ff.) helfen da wenig. Die überaus umständlich entwickelte Intention lautet hier allein, dass 1977 endgültig begriffen ward, dass die Revolution keine Chance habe (S. 51). Nun, diese Einsicht wäre schon neun Jahre früher zu haben gewesen, etwa in der Rekonstruktion der Konflikte zwischen Intellektuellen wie Peter Szondi und seinen Hörern, dessen Berliner Institut am Hüttenweg 9 verwüstet wurde,[4] den Debatten zwischen Karl Heinz Bohrer oder Hans-Ulrich Wehler und den jüngeren Heißspornen wie Wolf Wondratschek, Gert Mattenklott, Helmut Lethen sowie zahllosen Adorno-Schülern in Philosophie und Soziologie.[5] Sie liefen zwischen den Anfang der 1930er-Jahre Geborenen und den eigentlichen 68ern der Jahrgänge 1939–49 ungefähr so: ‚Ihr glaubt doch wohl nicht ernsthaft, dass jetzt die Revolution kommt?‘ ‚Doch! Und dann müssen wir euch leider erschießen!‘[6] Angehörige der einige Jahre älteren Flakhelfergeneration konnten die Hoffnung auf den Umsturz ohnehin niemals ernst nehmen – aber „die 68er sind noch da und versammeln sich gelegentlich in einer Art Veteranentreffen, um noch einmal den Ton der Trompete zu hören.“[7]

Kapitel zwei weitet den Blick transatlantisch-juridisch. Hier kann man lernen, etwa, dass sich die US-amerikanischen Demokraten bis in die mittleren 1960er rassistischer denn die Republikaner aufführten (S. 113) oder die von Jimmy Carter programmatisch ausgerufene, weltweite Verteidigung der Menschenrechte nichts anderes denn „ein politisches Instrument“ war (S. 129). Der Haken liegt bei ihnen ohnehin auf der Hand, „‚rein deklaratorische‘ Rechte“ können „keine normative Kraft entfalten“ (S. 122), sind also nichts wert. Die Erinnerung an Amnesty International als Symptom einer Verschiebung des ehemals allgemeinen Empörungspotenzials gegen Gewaltregime hin zum Engagement für individuelle Opfer (S. 130 ff.) ist ebenfalls überzeugend. Wie das alles aber mit dem Punk und seiner „No future!“-Attitüde zusammengehen soll, dessen ausgestreckter Mittelfinger ebenfalls als „Geste des Singulären“ behauptet wird (S. 150), bleibt mir unerfindlich, zumal es sich um eine Bewegung handelte und die Gestalten mit ihren ungezogenen Vierbeinern noch heute stets kollektiv in Fußgängerzonen und vor Bahnhöfen herumlungern.

Das Psycho-, Sexualitäts- und Esoterik-Kapitel, „Die Reise zu sich selbst“, nimmt dann Fahrt auf. Der Nekrolog auf Anaïs Nin: lassen wir sie besser in Frieden ruhen. Dann aber Bernward Vespers in seinem literarischen Wert seit Anbeginn kontrovers diskutierter Romanessay Die Reise; Drogen, die Indianer als Projektionsfläche eines bereits erschöpften politischen Aktivismus, Fritjof Capra mit seiner Idee „einer irgendwie realen Kopplung von ‚Bewusstsein‘ und ‚Kosmos‘“ (S. 191), die Neugier auf Meditation, Buddhismus, die Gurus, der hoch kriminelle Otto Muehl mit seiner erschreckenden Kommune, der Boom von Fantasy und allem Fernöstlichen. Hier folgt man über weite Strecken gern, zumal all das nicht zu Unrecht für einen Trend zur Entpolitisierung und der „Singularität des Ich“ genommen wird (S. 198, 219) – nicht umsonst spricht man auch im anglo- und gallophonen Sprachraum von der „Me Decade“ beziehungsweise der „génération moi, moi, moi“. Nun aber gleich „Vektoren einer Globalisierung“ zu ermitteln, die „die westlichen Gesellschaften von Asien her beeinflusste“ (S. 203), halte ich für überzogen – es war eine Mode, die zu Beginn der Achtziger gleichsam über Nacht wieder verschwand, nur die Teeläden mit ihrer noch immer schlechten Ware, den Batiktüchern und Räucherstäbchen sind geblieben. Dann kam Aerobic. Überzogen nicht zuletzt, weil selbst in diesem packendsten Kapitel die kollektiven Akteure eigentlich nie sichtbar werden, nur an einer Stelle erfährt man, dass dem Bhagwan „in der Regel gut ausgebildete Angehörige der oberen Mittelschicht“ hinterherliefen (S. 206).

„Kulturmaschinen“ als vierter Durchgang dann ist wieder schwierig, denn was haben Préverts kleine poetische Spielchen (S. 256) eines gemäßigten Surrealismus mit dem Siegeszug des Computers zu tun? Zudem wird apodiktisch gesetzt: „Computer sind Kulturmaschinen“ (S. 262). Das habe ich anders gelernt, und auch Sarasin bekennt gleich auf der nächsten Seite, sie „rechnen nicht eigentlich, sondern zählen und sortieren“ (S. 263 f.). Ist das Kultur? Allerdings mag sein, dass darauf hingewiesen werden soll, dass die Geräte auf einer Meta-Ebene kulturelle Dynamik in Gang bringen. Gleichwie, nun muss man sich durch langatmige Seiten über Bill Gates, Steve Jobs und ihre Mitstreiter, Programmiersprachen der digitalen Steinzeit und so weiter kämpfen, doch immerhin wird dabei deutlich, dass die ersten handhabbaren Formate des Computers von Nerds entwickelt und propagiert wurden, die aber nicht anzugeben wussten, warum man sich damit überhaupt beschäftigen solle („‚fun‘“, S. 272 f.). „Der Apple II wurde als eine Art universales Selbstermächtigungswerkzeug vorgestellt“ (S. 274) – aber Ermächtigung wozu?

Es folgen (anfechtbare) Segmente über die Disco-Szene der Spätsiebziger, Hip-Hop und Remixes, auch über den in den USA etwas früher einsetzenden Siegeszug des Videorekorders. Nicht zuletzt, so hebt Sarasin hervor, konnte man nun Pornografie diskret zu Hause konsumieren, musste nicht mehr in die Schmuddelkinos, was der Autor natürlich für eine „Tendenz zur Singularisierung“ nimmt (S. 304 f.). Dann aber wieder ein scharfer Schnitt, der wohl, „das Fremdeste paarend und das Nächste trennend“,[8] über das gesamte Buch Methode haben soll, die Debatte um postmoderne Architektur und die Erinnerung an den Skandal um die Eröffnung des Centre Pompidou (S. 305 ff., 324 ff.). Ja, hier schlug die Kritik am Funktionalismus der Moderne „um in ein postmodernes Spiel, bei dem die Typen wie die Signifikanten im Surrealismus frei flottierten“ (S. 323). Spätestens an dieser Stelle aber hätte Sarasin innehalten und sich fragen müssen, was das denn noch mit unserer Gegenwart, in der zwar eifrig gebaut wird, aber alles gleich aussieht, was eher für ein modern sehr intaktes ‚Allgemeines‘ spräche, zu tun haben soll? In der gerade nicht das Spiel, sondern neue Realismen propagiert werden, die Literatur sich dem politischen System anbiedert und, mit einer postmodernen Lieblingsvokabel von einst, gerade nicht mehr subversiv ist? Und Derrida ist mausetot.

Befremdlich gerät das letzte Kapitel, die Ökonomie erhält hier einen „Schatten der Natur“ (S. 333), womit eigentlich klar ist, dass eine bloße Metapher rangiert wird. Ludwig Erhard, vielleicht die windigste Figur, die jemals im Sessel des Kanzleramts Platz nehmen durfte,[9] wird völlig zu Recht als Neoliberaler entlarvt (S. 341 ff.), darauf folgt eine lange Reihe von Wirtschaftstheoretikern, die seit ca. den Mittsiebzigern (erneut) gegen den Sozialstaat polemisierten, indem sie, quasi-analog zu Ökosystemen, für Selbstregulation des Marktes etc. plädierten. Wie zu erwarten, hat nun Margaret Thatcher noch vor ihrer Regierungsübernahme 1979 einen Auftritt, doch auch der junge Donald Trump, die Chance des ruinierten und notleidenden New York nutzend, um seinen Aufstieg ins Werk zu richten, erhebt bereits sein gräulich Haupt (S. 357 ff., 370 ff.). Von dieser Anekdote abgesehen, bleiben das ohne eine korrespondierende politische oder Sozialgeschichte stets nur papierne Debatten. Allerdings überzeugt hier – und nur hier – die ‚fremde Paarung‘, indem Sarasin zum damaligen Reizthema Soziobiologie überleitet, das der honorige Zoologe Edward O. Wilson 1975 initiierte. Grob verkürzt gesagt: Ameisen und Menschen trennt im genetisch codierten Sozialverhalten so viel nicht! Keine Befreiung, keine Aufklärung, keine Emanzipation, alles Chimären. Sarasins über Darwins Nominalismus versuchte Verklammerung dieser ganzen Diskurse als „auffallende Parallele zur Erosion des Allgemeinen“ (S. 386) wirkt dann leider ziemlich bemüht.

Von der ‚Natur‘ führt dies schließlich zu Foucault‘schen Körperpolitiken, wofür Farrah Fawcett sowie Arnold Schwarzenegger einstehen müssen. But sorry, I am not convinced. Die schlichte Wahrheit ist doch wohl, dass beide als Schauspieler Minderbegabten unbedingt Karriere machen wollten, Fawcett sich aber nicht hätte dümmer anstellen können, als sie Drei Engel für Charlie nach der ersten Staffel 1976 bereits wieder verließ. Ihr nächster – letzter – Erfolg mit Extremities dann zehn Jahre später; über Playboy-Fotos Ende 1995 ein finaler, verzweifelter Versuch, Aufmerksamkeit zu erheischen. ‚Arnie‘ hingegen hat es vermocht, das Gesicht Hollywoods der Achtziger- und frühen Neunzigerjahre zu werden, ja in die Ostküsten-Elite der Kennedys einzuheiraten und gar, wie bereits Ronald Reagan, acht Jahre lang den Gouverneur von Kalifornien zu geben. Wenn überhaupt also, ließe sich hier – sehr epochenunspezifisch, denn die USA lagen politisch, moralisch und ökonomisch am Boden, nur die Kultur blühte – zeigen, wie man den American Dream verfehlt oder vollzieht; Körperpolitiken reichen dafür nicht aus, mit einem bloßen, doch bewusst zugerichteten Körper wird man Model und sonst gar nichts. Lohnender wäre vielleicht gewesen, den in den Siebzigern aufkommenden Breitensport genauer zu rekonstruieren, der als Medium dann ‚Formeinprägungen‘ wie zum Beispiel Franz Beckenbauer, Björn Borg oder später Boris Becker ermöglichte; in der Tat bloße Körpermaschinen, mit denen man besser keine Interviews führt. Das wäre ein bis in die Gegenwart wahrhaft akutes Thema gewesen. Der Autor gibt knappe Hinweise auf die Trimm-dich- und Jogging-Welle, die er, wie Schwarzeneggers Bodybuilding, als „Praxis [...], nur noch Maß an sich selbst zu nehmen“ (S. 406), veranschlagt, obwohl er konzedieren muss, dass das „Laufen eine postmoderne körperliche Praxis der Vielen“ ist (S. 406).

Sarasin hat reichlich Material aufbereitet, sehr häufig aber zehrt er auch von anderen historiografischen Arbeiten. Das geht heute nicht mehr anders, möchte man mit seinem Buch in absehbarer Zeit einmal fertig werden. Allerdings bleiben sämtliche Durchgänge trotz Kontingenzbewusstseins nur Patchwork des Heterogenen, wollen kaum einmal zu Konstellationen zusammenschließen. Gerade ob der Polyperspektivität und des internationalen Bezugs erscheinen die Bündel als zu lose, intern nicht selten widersinnig geschnürt: Die Monografie ist weder eine politische, noch Sozial-, noch Kultur-, aber auch keine Mentalitätsgeschichte, geschweige denn eine Synthese. Zugestanden sei, dass eine so ‚geerdete‘ Diskursgeschichte wenigstens den doppelten Umfang verlangt hätte. Da im Untertitel, wiederum à la Foucault, eine Geschichte der Gegenwart versprochen wird, war es zudem keine gute Idee, das Material, öffentliche Ereignisse und Publikationen, „fast ausschließlich“ nur bis zum kalendarischen Ende des Referenzjahres zu berücksichtigen (S. 38). Hermeneutisch trivial zwar wird die Gegenwart als ohnehin nicht hintergehbare Position identifiziert (S. 34), doch sei es dem Buch gerade „nicht darum zu tun [...], Wege und Entwicklungen, die aus den späten Siebzigerjahren in die Zwanzigerjahre des 21. Jahrhunderts führen, umfassend nachzuzeichnen. Vielmehr geht es darum, einige Phänomene und Probleme zu identifizieren, die uns heute ganz offensichtlich beschäftigen – in der schlichten Absicht, sie kenntlich und verständlich zu machen. Es sind Fragen und Probleme, die wir vom ominösen ‚Strukturbruch‘ der Siebzigerjahre geerbt haben und seither mit uns tragen“ (ebd.). Da Historiker gemeinhin die Rede von ‚Kontinuität und Diskontinuität‘ lieben und in Prozessen denken, versetzt sich Sarasin mit diesem Passus selbst den Todesstoß, indem er einfach ein schwarzes Loch von über vier Jahrzehnten erzeugt. Was wirkt denn aus den Siebzigern tatsächlich noch fort, sei es als Errungenschaft oder virulentes Problem? Die Punker? Die zahnlose Rhetorik der Menschenrechte? Black feminism? Die eigentliche, breitenwirksame Emanzipation? Neoliberale Wirtschaftstheorien? Dass mittlerweile Hochleistungscomputer in jedermanns Sakkotasche ihren Dienst versehen und ganze Bibliotheken in Sekundenschnelle um den Erdball geschickt werden können, hat mit den klobigen Geräten von einst doch nicht mehr viel zu tun. Kohärenz also muss sich der Leser selbst zusammenreimen; auch, weil vorn nicht hinreichend präzise mitgeteilt wird, was unsere Gegenwart mit den Siebzigern denn tatsächlich verbindet – wenn „in diesem Jahrzehnt tiefgreifende gesellschaftliche, kulturelle, technologische und geostrategische Umbrüche stattgefunden haben“ (S. 25), behaupte ich, dass das immer so ist, gerade zum Beispiel kauft China halb Afrika auf. Und deshalb meine ich gegen Sarasin, dass uns die Siebziger vielmehr unendlich fern sind, denn die heutige Welt und die in ihr produzierten semantischen Strukturen sind doch völlig andere. Überhaupt reicht mir die dürre Rekonstruktion verzweigter Diskurse nicht aus, obwohl ebenso klar ist, dass Wissenschaft das volle, pralle Leben der Vergangenheit niemals wird einholen können. Und dennoch fällt die Kargheit – einige Abbildungen hätten dem Buch gut getan – von Sarasins Ausführungen auf: Frank Bösch, der Autor einer konkurrierenden, sehr viel populärer abgefassten Monografie,[10] hat darauf hingewiesen, dass trotz der damals beinahe globalen Wirtschaftskrise der Lebensstandard zumindest in Deutschland weiter kräftig anstieg, und deshalb in den Siebzigern die eigentliche „Wohlstandsgesellschaft auf breiter Ebene“ ermittelt.[11] Wir haben also die paradoxe Situation, dass in den „novembrigen siebziger Jahren, in denen sich Menschen, Wetter und Architektur in Deutschland endgültig gefunden zu haben schienen und die zu Ende gingen, als die weißen Socken aufkamen“,[12] mit einem barocken Begriff die Empfindung eines düsteren ‚Verhängniszusammenhangs‘ vorherrschte (Wirtschaftskrise, neuerliche Verschärfung des Ost-West-Konflikts, Terrorismus etc.), die Ingenieursfamilie sich aber zu Ostern bald einen Zweiturlaub auf den Balearen, der Student einen klapprigen R 4 und der Facharbeiter im mit Flokati-Teppichen ausgelegten Wohnzimmer eine HiFi-Anlage für viele tausend D-Mark leisten konnten, eine für die Sechziger noch unvorstellbare Dekadenz.

Und nun grundsätzlicher, obwohl er „historisiert“ werden soll (S. 34), ist Foucault trotz Dementi (S. 33) hier der Übervater, der nicht nur das Paradigma der „diskursiven Konstellation des Jahres 1977“ (S. 249) liefert, sondern an neuralgischen Stellen, so will es der Autor, die Umbrüche stets divinatorisch antizipiert habe. Gerade bei Sarasin kann St. Michel niemals irren. Das grenzt nicht selten ans Absurde, etwa wenn er im Kontext der fernöstlich inspirierten Esoterik-Welle „den ost-westlichen Ideenaustausch vorantrieb“ (S. 203), da er sich im Herbst 1977 für den Buddhismus interessierte, oder ein Jahr später mit Blochs just gelesenem Prinz Hoffnung im Kopf zwei Wochen den revolutionären Iran bereiste und dort nicht nur das „Ziel einer politischen Spiritualität“, sondern auch noch den Einsatz geschichtsträchtiger „Subjektivität [...] jedes beliebigen Menschen“ ermittelte, was Sarasin, man reibt sich die Augen, zum eigentlichen Fanal des Übergangs von Moderne zur Postmoderne erklärt (S. 420).[13] Allerdings hat das eine gewisse Methode, denn das Buch erzählt auch einen Subtext: wie irgendwann um 1977/78 Foucault von Gefängnis, Kerker und Genealogien der Disziplinargesellschaft gelassen und zunächst noch tastend die Vorzüge von Rechtsstaat und Liberalismus entdeckt habe (S. 33, 140 f., 201 ff., 415 u. passim). Das mag interessieren, wen will, er müsste jedoch einen guten Teil der Debatten aus den Achtzigern um die Postmoderne nun noch einmal führen, als wäre über diese ‚Theorien‘ damals nicht bereits alles gesagt worden.[14] Der Eindruck, dass die Humanities ungefähr seit der Jahrtausendwende immer deutlicher zum Recycling ihrer nur noch bloßen Handvoll von Referenzen neigen, lässt sich meines Erachtens kaum noch von der Hand weisen.[15]

Die Mängel solcher diskurshistorischen Arbeiten lagen schon immer offen zutage, beschreiben sie doch meist nicht mehr als die Semantiken flottierender Diskurse – und für einen Historiker ist das zu wenig. Deshalb fragt man sich das ganze Buch über, wessen „Strukturbruch“ (S. 32 ff.) hier eigentlich erzählt wird, und stellt zum Ende hin verblüfft fest: fast ausschließlich der bloßen Ideenproduktion.

Dass sich in den Siebzigern auf vielen Problemfeldern rhetorisch und auch faktisch scharfe Richtungswechsel ergaben, ist längst unstrittig, Gesamtdarstellungen der bundesrepublikanischen Geschichte etwa verorten hier eine politische „Umgründung der Republik“ und den Aufzug der „postindustriellen Gesellschaft“,[16] mancher gar nimmt die Epoche als „Zeitenwende, in der sich die Bundesrepublik vielleicht sogar tiefer veränderte als durch die Wiedervereinigung.“[17] Sarasin aber hat keine Nationalgeschichte geschrieben, weshalb sein Anspruch wohl zu groß und diffus zugleich ist. Sonja Levsen wies darauf hin, dass ehrgeizige transnationale Geschichten der Siebziger eine Spezialität des deutschsprachigen Raumes seien und die englischen, französischen und angloamerikanischen Arbeiten fast ausnahmslos im nationalen Rahmen verbleiben.[18] Obwohl man Büchern nicht vorrechnen soll, was sie offenbar nicht intendieren: Gewünscht hätte ich mir eine kundig konzipierte, meinetwegen gesellschaftshistorisch gerahmte Mentalitätsgeschichte dieser ‚langen‘, für Sarasin 1969 beginnenden Dekade (S. 12 f.),[19] was den harten, fachhistorischen Zugriff vielleicht aber vor zu große Schwierigkeiten stellt.[20] Denkbar ist allerdings auch, dass unsere Historiker dafür einfach zu steifbeinig sind.[21]

Deshalb nur ein paar Farbspritzer, teilweise erinnert aus meiner Kindheitsperspektive:[22] Dass der Patriarch, auf dessen Bauernhof an der Dithmarscher Nordseeküste man gelegentlich Urlaub machte, zu den NPD-Granden gehörte, hat niemanden gestört, der arabische Freund der Schweizer Tante rauchte Haschisch, die Zigaretten selbst hatten noch bis in die frühen Achtziger unterscheidbare Aromen und kosteten von 1977 bis zum 1. Juni 1982, als ich mit den Schulfreunden schon ein halbes Jahr heimlich rauchte, drei D-Mark; es gab Handtaschen und frotteeartige ‚Hausanzüge‘ für Herren, unpraktische Super 8-Kameras, die man bald im Schrank vergaß, selbstverständlich wurden Kinder zum Bierholen geschickt – und wer sich damals progressiv dünkte, hörte auf Partys keine Schlager, sondern den unsäglichen James Last, gern auch die nicht weniger unsäglichen ABBA und Boney M. Die eigentliche Rockmusik aber setzte ab 1970/71 zu nie wieder erreichten Höhenflügen an; erst mit den albernen Veranstaltungen von Punk und Disco ab 1976/77 begann sie zu schwächeln. Prog-Rock, naja. Die Literatur, man mag die nicht selten schwierigen Elaborate der Siebziger schätzen oder nicht, befand sich bis um 1983 auf durchweg hohem Niveau – alles Zustände, von denen wir heute leider Lichtjahre entfernt sind. Durch den Hochschulausbau herrschten an den Universitäten goldene Zeiten, Leistungen nach BAFöG waren noch ein Geschenk des Staates; mäßig promoviert, konnte selbst der unfähigste Akademiker mit einer Professur rechnen (einige dieser Fossilien habe ich Anfang der Neunziger noch kennen lernen müssen), doch herrschte allgemeine Lesewut, sodass die besseren StudentInnen ihren DozentInnen nicht selten Tempovorgaben machten: Wer da im Vormärz-Seminar Arnold Ruges Brief an Marx vom 22. September 1843 nicht kannte, sah ganz schön alt aus.

Doch recht eigentlich verhandelt Sarasins 1977 gar nicht die Siebziger, sondern einmal mehr den Übergang von Moderne zur Postmoderne (S. 420), seit gut zehn Jahren ein wieder inflationäres Thema, das jedoch jenseits der ästhetischen und philosophischen Debatten, also historisch-soziologisch, schon aufgrund der höchst unterschiedlichen Entwicklungen der Nationalstaaten und Kulturen, ja einzelnen Regionen nie so recht validiert werden konnte; Begriffe wie ‚reflexive‘ oder ‚zweite‘ Moderne stehen dafür ein. Sarasin weiß all das (S. 414 ff.), ob ihre Bestimmung als Bachtin‘scher „Chronotopos“ weiterhilft (S. 416), sei dahingestellt. Letztlich ist ihm ‚Moderne‘ eine bloß ideengeschichtliche. Wenn er sie von der großen Französischen, auch Amerikanischen Revolution bis 1977 datiert (S. 419), versteht er sie als „Geschichte der ungelösten Spannung zwischen der Erfindung der Menschenrechte als dem Versprechen universeller Gleichheit und den schmutzigen Realitäten von Rassismus und Sexismus“ (S. 107), plädiert daher für das „Festhalten an der grundsätzlichen Freiheit des Menschen“ und den „Anspruch auf eine vernünftige Gestaltung der Lebensverhältnisse“ (S. 415). Das ist leider außerordentlich langweilig, aber völlig trendy. Postmodern dagegen, erfährt man im Schlusswort, sei vornehmlich ein Verunsicherungsszenario von Gefährdungspotenzialen wie Konsumismus, rigider Identitätspolitik, „Erosion des Allgemeinen“ und „Pluralisierung der Wahrheiten“ (S. 425); ein Historiker also nimmt die Gegenwart beim Puls und fragt im Grunde, was die Gesellschaft noch zusammenhält (S. 422). Eine Antwort freilich erhält der Leser nicht.

  1. Als einer der ersten Hans Ulrich Gumbrecht, 1926. Ein Jahr am Rande der Zeit, übers. von Joachim Schulte, Frankfurt am Main 2003. Dieses formal ambitionierteste Buch Gumbrechts, das man auch querlesen können soll, ist leider sein schwächstes; letztlich ist nicht mehr als ein Lexikon entstanden. Vgl. ferner den „Themenschwerpunkt: Das Jahr 1913 (I)“, in: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur 38 (2013), 1, S. 172–253.
  2. Annette Kaminsky, Wohlstand, Schönheit, Glück. Kleine Konsumgeschichte der DDR, München 2001, S. 131 f.
  3. Die Idee der allerdings über das ganze Jahrzehnt verteilten „morts emblématiques“ schon bei Pierre Chassaigne, Les années 1970. Fin d‘un monde et origine de notre modernité [2008], 2. Aufl. Paris 2012, S. 139 ff.
  4. Helmut Lethen, Suche nach dem Handorakel. Ein Bericht, Göttingen 2012, S. 113.
  5. Hans-Ulrich Wehler, Eine lebhafte Kampfsituation. Ein Gespräch mit Manfred Hettling und Cornelius Torp, München 2006, S. 190 ff.
  6. Man muss das aus den stark variierenden Anekdoten zusammensuchen, z.B. bei Karl Heinz Bohrer, Jetzt. Geschichte meines Abenteuers mit der Phantasie, Berlin 2017, S. 50 f.
  7. Niklas Luhmann, „1968 – und was nun?“ [1988], in: Ders., Universität als Milieu. Kleine Schriften, hrsg. von André Kieserling, Bielefeld 1992, S. 147–156, hier S. 151.
  8. Friedrich Nietzsche, „Ueber Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne“ [1873], in: Ders., Kritische Studienausgabe, Bd. 1, hrsg. von Giorgio Colli / Mazzino Montinari, München 1980, S. 871–890, hier S. 888.
  9. Wie man ohne Abitur zum ‚Professor‘ wird, teilt Manfred Görtemaker, Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Von der Gründung bis zur Gegenwart, München 1999, S. 141 ff., mit.
  10. Frank Bösch, Zeitenwende 1979. Als die Welt von heute begann, München 2019. Als erster übrigens hat Christian Kracht, 1979, Köln 2001, mit seinem rätselhaften Roman um zwei Homosexuelle, deren einer an der damals noch namenlosen Krankheit AIDS stirbt, deren anderer im chinesischen Arbeitslager endet, dieses Datum ins Spiel gebracht. Wenn das Buch eine Intention hat, wohl diese: Schönheit in Freiheit ist auf dieser Welt nicht zu haben.
  11. Frank Bösch, „Boom zwischen Krise und Globalisierung. Konsum und kultureller Wandel in der Bundesrepublik der 1970er und 1980er Jahre“, in: Geschichte und Gesellschaft 42 (2016), S. 354–376, hier S. 359.
  12. Bodo Kirchhoff, Legenden um den eigenen Körper. Frankfurter Vorlesungen, Frankfurt am Main 1995, S. 37.
  13. Michel Foucault, „Wovon träumen die Iraner?“, in: Ders., Schriften in vier Bänden. Dits et Ecrits, Bd. III: 1976–1979, hrsg. von Daniel Defert / François Ewald / Jacques Lagrange, übers. von Michael Bischoff u.a., Frankfurt am Main 2003, S. 862–870, hier S. 870; ders. „Nutzlos, sich zu erheben“, in: ebd., S. 987–992, hier S. 991. Wohlgemerkt, Foucault bemühte sich durchaus um Verständnis der Vorgänge, war damit aber so überfordert wie der Rest der westlichen Welt. Khomeini hat dann ab Februar 1979 in wenigen Wochen nicht nur viele seiner Mitstreiter, sondern auch sein Millionenvolk übertölpelt: Ein islamischer Gottesstaat stand zunächst ganz und gar nicht auf der Agenda, allein schon, weil die Massen überhaupt nicht wussten, wofür der Ayatollah stand. Die ausführliche Foucault-Apologetik bei Philipp Sarasin, „Zeitenwende. Michel Foucault und die iranische Revolution“, in: Geschichte der Gegenwart, 13.2.2019 [abgerufen 3.7.2021].
  14. Bis heute unübertroffen Manfred Frank, Was ist Neostrukturalismus?, Frankfurt am Main 1983, der beides, close reading und einen philosophiehistorischen Abgleich, liefert. Als argumentativ satisfaktionsfähig bleiben hier nur der frühe Deleuze von Differenz und Wiederholung sowie der semiotische Derrida übrig, vgl. S. 455 ff., 504 ff.
  15. Dass selbst im intellektuellen Paris seit den „wilden, jungen Männer[n] von vorgestern“ wie Foucault, Derrida etc. eigentlich nichts mehr passiert, betonte frühzeitig Hans Ulrich Gumbrecht, „Die Gegenwart wird (immer) breiter“, in: Merkur 55 (2001), S. 769–784, hier S. 769.
  16. Görtemaker, Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, S. 475 ff., 597 ff.
  17. Eckart Conze, Die Suche nach Sicherheit. Eine Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis in die Gegenwart, Berlin 2009, S. 545.
  18. Sonja Levsen, „Einführung: Die 1970er Jahre in Westeuropa – un dialogue manqué“, in: Geschichte und Gesellschaft 42 (2016), S. 213–242. Der von ihr gepriesene Chassaigne, Les années 1970, S. 227, 111 u. passim, wagt tatsächlich komparatistische Seitenblicke, macht dabei aber groteske Fehler; so werden bereits die Namen fast aller RAF-Mitglieder falsch geschrieben, bei der Baader-Befreiung 1970 gab es keinen toten Polizisten – und Black Sabbath haben niemals auf der Bühne Heroin gespritzt. Dann lieber keine Komparatistik!
  19. Und zwar, für mich völlig konsensuell, mit dem katastrophalen Festival von Altamont am 6. Dezember, das alle Hippie-Träume beendete, zeigte es doch gegenüber Woodstock, dass die Versammlung vieler tausend Menschen auch in gewalttätigem Chaos enden kann. Dafür hat Sarasins Epoche beziehungsweise Geschichte der Gegenwart konsequenterweise kein Ende. Zum Vergleich, für Bruce J. Schulman, The Seventies. The Great Shift in American Culture, Society, and Politics, New York 2001, S. XVI, schließen die ‚langen‘ Siebziger mit der ersten Amtszeit Reagans: Die von Nixon eingeleitete Verabschiedung der alten Ostküstenelite sei 1984 irreversibel geworden.
  20. Trotz des spröden Themas erstaunlich flüssig liest sich der ‚offen‘-polyperspektivische Ansatz von Lutz Raphael, Jenseits von Kohle und Stahl. Eine Gesellschaftsgeschichte Westeuropas nach dem Boom. Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2018, Berlin 2019, S. 19 ff., 295 ff., 477 f., sich regional konzentrierend und auch ‚quantifizierte‘ Biographien einbringend.
  21. Was ganz und gar nicht für den mit fiktiv-typologisierten Figuren arbeitenden Essay des heute viel belächelten Matthias Horx, Auszug aus dem Schlaraffenland. Selbsterkenntnisse einer rebellischen Generation, München 1989, gilt. Sven Reichardts über 1000-seitige Studie Authentizität und Gemeinschaft. Linksalternatives Leben in den siebziger und frühen achtziger Jahren, Frankfurt am Main 2014, gelangt im Gehalt darüber nirgendwo hinaus, will aber, S. 15, „von der soziokulturellen Praxis her“ perspektivieren und findet im gar zu knappen Schlusswort, S. 888, zudem Reckwitz‘ These von der „Freisetzung des ‚postmodernen Selbst‘“ bestätigt. Es fragt sich doch, ob man mit so viel Entgegenkommen in Richtung der luftiger gestrickten soziologischen Theoreme seine Erkenntnismöglichkeiten als Historiker nicht unter Wert verkauft.
  22. Über solche Evidenzen höhnt natürlich Foucault, Archäologie des Wissens, übers. von Ulrich Köppen, Frankfurt am Main 1973, S. 197. Nur: Ich interessiere mich auch für Bronzezeit, Merowinger, den Dreißigjährigen Krieg und das Deutsche Kaiserreich – wobei ich ohne solche Evidenzen auskommen muss.

Dieser Beitrag wurde redaktionell betreut von Jakob Borchers.

Kategorien: Geschichte Moderne / Postmoderne Politische Theorie und Ideengeschichte

Ingo Meyer

Dr. Ingo Meyer ist Senior Lecturer für Germanistik an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und Privatdozent für Neuere Deutsche Literatur an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld. Seine Arbeitsgebiete sind u.a. Gegenwartsliteratur und Populärkultur, 19. Jahrhundert, Georg Simmel und nichtpropositionale Wissensformen (Bildtheorie).

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