Norbert Elias, Adrian Jitschin | Jubiläum |

Soziale Sinngebung

Vorabdruck aus „Sozialer Kanon, soziale Existenz und das Problem der Sinngebung“

„Der folgende soziologische Essay ging aus einem Vortrag hervor, den ich im Frühjahr 1978 unter dem Titel ‚Codes of conduct and sentiment‘ an einer Reihe amerikanischer Universitäten gehalten habe. Die freundliche Aufnahme und die Diskussionen, die folgten, haben mich zur Weiterarbeit angeregt. [...] Dass ich nun diese Arbeit, unausgeglichen wie sie ist, hinausgehen lasse, kann ich nur damit rechtfertigen, dass sie eine Reihe von Gedanken enthält, die mich seit langem beschäftigen und die nicht wenig die Ausrichtung meines eigenen Lebens bestimmt haben. Ich möchte nicht riskieren, dass sie verloren gehen, wie manches andere, das ich geschrieben habe.“

Norbert Elias wäre heute 125 Jahre alt geworden. Die Zeilen stammen aus einer von ihm verfassten Einleitung, die er dem hier in Auszügen abgedruckten Manuskript voranzustellen gedachte. Jedoch wurde der Text zu Elias’ Lebzeiten nicht publiziert, sondern ging ein in seinen Nachlass, der sich derzeit im Deutschen Literaturarchiv Marbach befindet. Als Norbert-Elias-Stiftung sichten wir seine Aufzeichnungen, prüfen, welche davon der Veröffentlichung wert sind, und bringen die von Elias geschriebenen Texte in eine publizierbare Form. Dank der Editionsarbeit unseres Stipendiaten Christoph Egen können nun – 44 Jahre nachdem Elias den erwähnten Vortrag hielt – seine darauf basierenden Überlegungen erscheinen.

Wie Jürgen Kocka bereits 1993 bemerkte, spielten autobiografische Erfahrungen für Elias eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung soziologischer Fragestellungen.[1] Sein grundsätzliches soziologisches Interesse entstand nicht zuletzt aufgrund eigener traumatisierender Erfahrungen im Ersten Weltkrieg. In weit stärkerem Maße als dies für heutige Forscher:innen üblich ist, ließen er und andere Vertreter:innen seiner Generation persönliches Erleben in ihre soziologische Arbeit einfließen. Elias übertrug Wahrnehmungen, die er gemacht hatte, auf andere Zeiten und Gesellschaften und er versuchte, davon verallgemeinerbare Aussagen über das Soziale abzuleiten. Wie an den beiden im folgenden Text geschilderten autobiografischen Beispielen deutlich wird, waren für Elias sein eigenes Erleben, die empathische Teilhabe an Gesellschaft und die Entwicklung soziologischer Theorie miteinander verbunden. Dass er Sinngebung nicht bloß als eine philosophische, sondern vor allem als soziologisch-empirische Kategorie erschloss, mag für nachfolgende Forschungen von großem Gewinn sein.

Der gesamte Elias-Text erscheint dieses Jahr unter dem Titel Sozialer Kanon, soziale Existenz und das Problem der Sinngebung bei Springer VS. Wir danken dem Verlag und dem Herausgeber Christoph Egen dafür, die folgenden Passagen (S. 190–195) aus Anlass des Jubiläums vorab publizieren zu dürfen.

Adrian Jitschin für die Norbert-Elias-Stiftung

 

Meine Familie wohnte für viele Jahre im zweiten Stock eines Hauses, in dessen Kellergeschoss, als ich 6 oder 7 Jahre alt war, der Hausmeister und seine Familie lebten.[2] Ich war mit seinen Kindern befreundet. Sein älterer Sohn, Paul, war wenige Jahre älter als ich. Er hatte – im Gegensatz zu mir – eine große technische Begabung, lehrte mich, wie man aus Streichhölzern hohe Gebäude bauen konnte, besiegte mich immer unten im Garten beim Murmelspiel. Die Besitzerin des Hauses, die im Parterre wohnte, warf eines Tages den Hausmeister und seine Familie aus dem Haus. Die Gründe verstand ich nicht; auch meine Eltern konnten sie mir nicht erklären. Paul, mit dem ich auf der Promenade weiterspielte, erzählte mir, dass sein Vater eine Anstellung in einer Bäckerei gefunden hatte. Nach dem Ersten Weltkrieg begegnete ich dem früheren Hausmeister zufällig auf der Straße. Er sah sehr besorgt und abgerissen aus. Gelegentlich arbeite er auf dem Bau. Paul war im Kriege verwundet worden, aber nicht schwer, war in ein Freikorps gegangen und in Kämpfen an der Grenze verschollen. Jahre später sah ich den Vater noch einmal wieder. Er war arbeitslos. Seine Frau nehme Nähereien an, arbeite gelegentlich als Putzfrau und ernähre ihn und sich selbst. „Herr Doktor“, sagte er, „ich kann Ihnen gar nicht sagen, was ich fühle. Ich habe keine Arbeit. Ich schäme mich so. Man kann sich doch nicht von seiner Frau ernähren lassen.“ Kurze Zeit darauf hörte ich, dass er gestorben war.

Einem Maschinenschlosser, den ich als tüchtigen jungen Mann am Anfang der zwanziger Jahre kannte, begegnete ich wieder am Ende der zwanziger Jahre, verfallen, abgehärmt, arbeitslos und etwas angetrunken. Er zuckte die Schultern, entschuldigte sich gewissermaßen: „Wir haben genug zu essen. Aber ich sitze seit einem Jahr herum, das zehrt an einem.“[3]

Der damaligen und wohl auch noch der gegenwärtigen Stufe des öffentlichen Wissens entsprechend beschränkte sich die gesellschaftliche Hilfe für die persönlich unverschuldete Arbeitslosigkeit aufgrund von ungeplanten und noch unkontrollierbaren gesellschaftlichen Prozessen auf eine wirtschaftliche Hilfe, auf Arbeitslosenunterstützung. Dass eine wirtschaftliche Beihilfe in der Form der Arbeitslosenunterstützung notwendig, aber nicht hinreichend war, um die tatsächliche Notlage der betroffenen Menschen auch nur in ihrer elementarsten Form zu beseitigen, zeigte sich eben darin, dass die durch die Sinnentleerung herbeigeführte Notlage, die in der Praxis jedem verständigen Menschen klar sein musste, durch die ökonomische Unterstützung überhaupt nicht berührt wurde. Aber als ein soziologisch noch nicht erfassbares, akademisch noch nicht sanktioniertes Problem spielte es in der Strategie der etablierten Führungsgruppen keine Rolle. Auch der Impetus dieser Notlage half, wie bekannt, beim Aufstieg des Nationalsozialismus mit. Ob der Druck der Entwertung und Sinnentleerung bei längerer Arbeitslosigkeit und die damit zusammenhängenden Verfallserscheinungen einer Person in den sechziger und siebziger Jahren geringer geworden sind als in den zwanziger und dreißiger Jahren, ist eine offene Frage, die hier nicht erörtert oder gar entschieden zu werden braucht.

In anderer Form wurde mir das Problem der allmählichen Entwertung und Sinnentleerung einer Person von neuem ganz akut nahegebracht während der sechziger und siebziger Jahre im Falle von Menschen, die mir zunächst als Studenten begegnet waren. Überall in Europa konnte man zu dieser Zeit beobachten, dass junge Menschen, besonders Studenten, gleichsam die Schuld ihrer Väter auf sich genommen hatten und sich mit der ganzen Intensität, derer sie fähig waren, von ihr zu reinigen suchten – die Schuld der Väter als Unterdrücker der Arbeiter, der Kolonialvölker, der Frauen und ihrer selbst, der Söhne und Töchter. Nun, da die europäischen Völker aufgehört hatten, die unumstritten mächtigsten Völkergruppen der Menschheit zu bilden und lernen mussten, sich mit einer etwas geringeren Machtausstattung abzufinden, schlug in vielen europäischen Ländern die Unbekümmertheit und Selbstverständlichkeit, mit der die vorangehenden Generationen ihre Machtüberlegenheit im Verhältnis zu internen wie externen Außenseitergruppen zu Schau getragen und für sich selbst genutzt hatten, bei jungen Vertretern der folgenden Generationen in das Gegenteil um. Viele junge Europäer reagierten mit aller Schärfe gegen das, was die Ahnen, deren Erben sie waren und blieben, getan hatten, und vertraten in Theorie und Praxis die Sache der ehemals und zum guten Teil auch noch in der Gegenwart unterdrückten, aber langsam aufsteigenden Außenseitergruppen. Besonders unter Studenten, die in ihren Gesellschaften kompakte Gruppen mit einem relativ hohen Bildungsniveau und mit mehr Zeit für Reflexion als die meisten ihrer nicht-studentischen Altersgenossen bildeten, begegnete man Vertretern dieser Humanisierungswelle, dieser Reaktion gegen die gesellschaftliche Praxis der von ihrer Vormachtstellung herabsinkenden und dementsprechend auch weniger sinnerfüllenden väterlichen Establishments.

Die Schwierigkeit war, dass sich im Lager dieser jungen europäischen Generationen soweit sich sehen lässt nicht ein einziger Mensch fand, der in der Lage war, die neue Situation, in der sich die ansteigenden Generationen nach dem zweiten großen Kriege des 20. Jahrhunderts befanden, selbstständig zu durchdenken, die neuen Aufgaben, die sich im Zuge dieser Humanisierungswelle stellten, zu präzisieren und die neuen begrifflichen Werkzeuge zu schaffen, deren man zur Bewältigung solcher Aufgaben bedurfte. Stattdessen bediente man sich als gedankliches Instrumentarium, als Mittel der soziologischen Analyse der Gegenwart in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, weitgehend der Theoriegebäude von Marx, Engels oder der Väter des Anarchismus, deren großer innovatorischer Beitrag zum Verständnis der Gesellschaften im Wesentlichen auf Erfahrungen des frühen und mittleren 19. Jahrhunderts beruhte. Die Schwierigkeiten, die diese Beschränkung auf im vorangehenden Jahrhundert geschaffene Orientierungsmittel nach sich zog, wurde noch um ein Vielfaches dadurch erhöht, dass eine spezifische Interpretation der Werke von Marx und Engels in den kommunistischen Ländern als Mittel der Staatsräson autoritär festgelegt war, so dass jedermann, der sich bei seiner Orientierung in Theorie und Praxis vorwiegend oder ausschließlich auf die Werke von Marx und Engels berief, unwillkürlich in eine fruchtlose Debatte darüber verwickelt wurde, welche Interpretation die Richtige sei.

Man kann über die menschliche Problematik von Studenten in den sechziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts und vor allem auch über die Probleme der Sinnerfüllung und Sinnentleerung nicht reden, sei es auch noch so kurz und unvollständig, ohne dieser eigentümlichen Struktur der Periode zu gedenken. Eine merkwürdige Lähmung der Selbstständigkeit zwang diese Generation der Nachkriegszeit, um sich von der Schuld der Etablierten-Ahnen zu befreien, sich gedanklich und oft genug auch organisatorisch der Autorität der großen Außenseiter-Ahnen und deren Glauben an das baldige Kommen einer Gesellschaftsordnung ohne Unterdrücker und Unterdrückte zu verschreiben. Aber die Hoffnung erfüllte sich nicht. Mit großer Beharrlichkeit erhielten sich beträchtliche soziale Ungleichheiten, Beziehungen von der Art eines Etablierten-Außenseiter-Verhältnisses, also des Verhältnisses von Unterdrückern und Unterdrückten, in den kommunistischen wie den kapitalistischen Gesellschaften. Marx’ theoretische Annahme, dass die Abschaffung des Privatbesitzes an Produktionsmitteln genüge, um eine Gesellschaftsordnung der sozialen Gleichheit aller Menschen herbeizuführen, erwies sich als ein Irrtum.

Wie Menschen, die sich dem Glauben verschrieben hatten, Marx habe das entscheidende Mittel zur Beseitigung der Ungleichheit unter den Menschen, zur Herstellung einer Gesellschaftsordnung ohne Unterdrücker und Unterdrückte gefunden, die immer eindringlichere Erfahrung verarbeiteten, dass das nicht der Fall sei, das so zu schildern, wie es geschildert zu werden verdient, ist eine Aufgabe für sich. Viele Marx-Gläubige wie die Anhänger anderer Glaubensbekenntnisse ließen die Erfahrung, dass der sich verwirklichende Marxismus nicht die geringste Aussicht bot, hier werde sich eine humanere Ordnung ohne Unterdrücker und Unterdrückte entwickeln, überhaupt nicht an sich herankommen. Schwieriger war es schon, sich der Erkenntnis zu verschließen, dass die Erwartung, ein revolutionärer Umsturz in den kapitalistischen Ländern im Sinne Marx’, also von innen her, stehe vor der Tür, durch den beobachtbaren Gang der Ereignisse wenig Bestätigung fand. Eben das aber war immer wieder die Hoffnung. Solange ich zurückdenken kann, in der Tat seit meiner Schulzeit, seit ich von Bernhard Schottländer, dem von den Kapp-Putschisten grausam ermordeten Freunde, zum ersten Mal im Jahre 1913 von seiner unumstößlichen Hoffnung auf das notwendige Kommen des Kommunismus in Deutschland hörte, habe ich immer wieder von neuem eine junge Generation nach der anderen mit dieser Hoffnung aufwachsen sehen. Diese Erwartung war für sie eminent sinnerfüllend. Sie gab ihrem Leben eine Richtung und eine Aufgabe. Wie ich ihr in der Schule begegnete, wo sie selten war – Schottländer war eine Ausnahme –, so begegnete ich ihr wieder in meiner Studentenzeit, wieder nach dem Studium in Heidelberg, wieder als Assistent unter den Frankfurter Studenten, wieder an den englischen Universitäten in der Nachkriegszeit und viel später von neuem an den deutschen. Immer wieder von neuem war diese Hoffnung auf eine Ordnung unter Menschen gerichtet, die humaner, gerechter, sinnvoller war als die bestehende, und immer wieder von neuem verband sich, wenn man es prüfte, selbst mit höchst abstrakten Formeln, die Hoffnung, dass die neue, die bessere Ordnung, die die Revolution herbeiführen müsse, noch in der eigenen Lebenszeit kommen werde, dass man sie selbst noch miterleben und an ihr teilnehmen werde.

Von anderer Seite – etwa von Arthur Koestler oder von Manès Sperber – ist geschildert worden, wie und warum sie im Zusammenhang mit ganz bestimmten Ereignissen, etwa unter dem Eindruck von Stalins Regime oder von dem Einmarsch der Russen in die Tschechoslowakei, an ihrem kommunistischen Glauben irre wurden. Sie und andere legten bereits Zeugnis ab von den oft wohl traumatischen Schwierigkeiten, die ein solcher Realitätsschock, der Zusammenprall eines tief empfundenen und Sinn gebenden Glaubenssystems mit dem Gang der gesellschaftlichen Wirklichkeit in einzelnen Menschen hervorrufen konnte. Vielleicht spricht es für die Tiefe des Verlangens nach einer gerechteren, weniger oppressiven und frustrierenden, von inneren Gegensätzen zwischen Wort und Tat weniger geplagten Gesellschaft als der unseren, dass beinahe unberührt von den jeweiligen Erfahrungen der vorangehenden Generationen immer wieder in der folgenden junge Menschen in der Marx’schen Lehre ein Modell für ihr Verlangen nach einer sinnvolleren gesellschaftlichen Ordnung der Dinge und die Verheißung ihres notwendigen Kommens nach der Revolution fanden.

Es gab, wie ich allmählich sah, verschiedene Wege, die Menschen einschlagen konnten, um mit dem Realitätsschock, mit der Erfahrung, die sie beim Älterwerden machten, dass die Verheißung sich in ihrer Lebenszeit nicht erfüllte, fertig zu werden. Manche suchten und fanden Erfüllung in ihrer beruflichen Arbeit. Manche zerbrachen an diesem Erlebnis. Manche wurden de facto Zyniker und Nihilisten. Der harte Gang der Wirklichkeit, der tatsächlichen Gesellschaftsentwicklung, hatte ihrem Glauben die Erfüllung versagt. Die Enttäuschung, die sie erlitten, ließ sie fühlen, dass es nichts in dieser Welt gebe, für das es sich lohne, sich einzusetzen. Alle menschlichen Bemühungen seien wert- und sinnlos. Schließlich und endlich gab es Menschen, die der Gefahr der Sinnentleerung und des Identitätsverlustes aufgrund eines Realitätsschocks dadurch zu begegnen suchten, dass sie ihr den Zugang zu ihrem Bewusstsein verschlossen. Die Erwartung, dass die versprochene Verheißung sich bei der nächsten Wende der Ereignisse, nach der jeweils nächsten Krise erfüllen würde, war unzählige Male enttäuscht worden. Aber sie glaubten an die Verheißung mit unverminderter Kraft. Sie sprachen im Alter unbeirrt die gleiche Sprache, dachten die gleichen Gedanken, deren Versprechen ihre Jugend mit Hoffnung und Freude erfüllt hatte. Die Gedanken waren zur mechanischen Routine geworden, die Worte trocken, aber sie schützten vor dem Einbruch der Erkenntnis, dass die Verheißung, mit der man aufgewachsen war, möglicherweise unrichtig war, dass der Sinn und Wert dessen, was dem eigenen Leben Richtung und Identität gegeben hatte, abzubröckeln begann.

Zu den frustrierenden Schwierigkeiten eines langen Lebens gehört es, dass es selten möglich ist, solche Erfahrungen einer jüngeren Generation wirksam zu vermitteln. Was unerträglich ist, ist die immer wieder erneute Vergeudung des Lebens junger Menschen, die ihre ganze soziale Existenz mit bewundernswerter Großzügigkeit für die Verbesserung der gesellschaftlichen Ordnung, in der wir leben, einsetzen, die erwarten, dass diese Erneuerung an den Sieg der Arbeiterschaft in ihren Auseinandersetzungen mit den Unternehmern gebunden ist, die diesen Sieg mit Selbstverständlichkeit als ein Ereignis ihres persönlichen Lebens erwarten und die am Ende immer wieder der heranschleichenden Sinnentleerung anheimfallen, wenn langsam die Erkenntnis wächst, dass die erwartete Herbeiführung einer sinnvolleren Gesellschaftsordnung durch eine im Namen der Arbeiterschaft durchgeführte Revolution sich in ihrer Lebenszeit nicht einstellen werde, dass es eine verlorene Hoffnung war.

Fortsetzung ab S. 195 in: Norbert Elias, Sozialer Kanon, soziale Existenz und das Problem der Sinngebung, Wiesbaden 2022.

  1. Jürgen Kocka, Über Norbert Elias aus einer Historiker-Perspektive, in: Maria Kastner (Hg.), Norbert Elias im ZiF, Bielefeld 1993, S. 11–18.
  2. Anm. des Hg.: Der Hausmeister hieß Alois Gühmann. Siehe hierzu ferner Adrian Jitschin, Das Leben des jungen Norbert Elias, Weinheim 2021, S. 45.
  3. Anm. des Hg.: Hier bezieht sich Elias offensichtlich auf seine Zeit bei der Firma S. Cohn / Sohn Eisenwaren. Vgl. Jitschin, Das Leben des jungen Norbert Elias, S. 223 f.

Dieser Beitrag wurde redaktionell betreut von Wibke Liebhart.

Kategorien: Familie / Jugend / Alter Geschichte der Sozialwissenschaften Soziale Ungleichheit Sozialpolitik

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Norbert Elias

Norbert Elias (1897–1990) war ein deutsch-britischer Soziologe. Lange Zeit fanden seine Arbeiten wenig Beachtung, erst in den 1970er-Jahren wurde er verstärkt rezipiert. Elias prägte die Begriffe „Figuration“ und „Prozess“; sein Buch „Über den Prozeß der Zivilisation“ von 1939 zählt mittlerweile zu den bedeutendsten Werken der Soziologie im 20. Jahrhundert.

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Adrian Jitschin

Dr. Adrian Jitschin ist Soziologe, Sozialhistoriker und im Vorstand der Norbert-Elias-Stiftung.

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