Vortrag

Identitätspolitik zwischen Bashing und Befreiung. Historische und sozialwissenschaftliche Perspektiven

Online-Tagung des Lehrbereichs Soziologie und Gender Studies in München. Anmeldung erforderlich

11. Februar 2022 | 10:00 - 16:30
Organisator: Ludwig-Maximilians-Universität München
Veranstaltungsort: Online-Veranstaltung

Identitätspolitik ist ein umkämpftes Feld. Es geht um Politik im Namen oder mit Bezug auf eine kollektive Identität, die sich aus gemeinsamen Diskriminierungserfahrungen oder aber aus einem politischen Programm speist. Dabei dient der Begriff sowohl der Selbstbezeichnung (beispielsweise im Kontext von sozialen Bewegung und Aktivismus) oder er wird zur Diskreditierung einer als partikularistisch gedeuteten politischen Strömung oder Haltung verwendet. Hinter den stark emotionalisierten Debatten stehen grundsätzliche Fragen nach dem Verhältnis von Partikularität und Universalität, Identität und Differenz, Gleichheit und Gerechtigkeit, Betroffenheit und Erfahrung, Individualismus und Pluralismus. Einzelne Aspekte, Debattenstränge und Beispiele sollen in dieser Tagung beleuchtet werden.

Programm

10:00 – Begrüßung und Eröffnung

1.     10.15-11.30 – Jürgen Martschukat / Melina Morr de Peréz / Alexander Obermüller: „Contested Democracy: Über das komplexe Verhältnis von Diskriminierungserfahrungen und Identitätspolitiken seit den 1970er Jahren“

 2.     11.30-12.45 – Aladin El-Mafaalani: „Alle an einem Tisch. Identitätspolitik und die paradoxen Verhältnisse zwischen Teilhabe und Diskriminierung.“

 12.45-13:30 – Pause

 3.     13.30-14.45 – Paula-Irene Villa Braslavsky: „Das ‚wer‘ des ‚was‘ - Identitätsrhetorik zwischen positionalem Fundamentalismus und kritischem Pluralismus“

 4.     14.45-16.00 – Sabine Hark: „Ein stummer Rest der Politik. Wie mit Differenz leben?“

 Kurze Pause

16.15-16.30 – Abschlussdiskussion

Kontakt:

Dr. Imke Schmincke: i.schmincke(at)lmu.de

Zur Anmeldung (Link)
Zum Programm (Pdf)

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