Workshop

Dialektik der Teilhabe

Informationsworkshop des Promotionskollegs. Anmeldung bis 15. Dezember 2021

15. Januar 2022 | 22:11 - 22:11
Organisator: Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Sozialforschung (IfS)
Veranstaltungsort: Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Sozialforschung (IfS)

Am Institut für Sozialforschung (IfS) an der Goethe-Universität Frankfurt wird in Kooperation mit dem Fachbereich Gesellschaftswissenschaften zum 1.12.2022 das von der Hans-Böck-ler-Stiftung geförderte Promotionskolleg »Dialektik der Teilhabe« Stipendiat:innen aufneh-men.
Gegenstand der Forschungen im Kolleg sind die widersprüchlichen Prozesse sozial-räum-licher Öffnung und Schließung, die historisch wie geographisch das Kennzeichen demokra-tisch-kapitalistischer Gesellschaften sind. Solche Doppelbewegungen der Öffnung und Schließung sollen im Kolleg in ihrer sozialstrukturellen Dynamik von In- und Exklusion, Auf- und Abstieg, in ihrer räumlichen Dynamik von Mobilitätssteigerungen und -blockaden so-wie in ihrer politischen Dynamik der progressiven wie regressiven Bearbeitung gesellschaft-licher Widersprüche in politischen Bewegungen und Gegenbewegungen untersucht wer-den. Über die empirisch-fundierte Analyse der Dialektik der Teilhabe hinaus interessiert da-bei die Frage, welche Möglichkeiten für eine zukünftige nicht-ausschließende bzw. exklusi-onssensible Öffnung von Teilhaberäumen in den bestehenden Gesellschaftsstrukturen und Bewegungskonstellationen bereits angelegt sind. Zugleich ist die Kategorie der Teilhabe selbst kritisch darauf hin zu prüfen, inwiefern gesellschaftliche Integrationsangebote zu-gleich soziale Anpassungsanforderungen produzieren. Analytisch ist das Kolleg einem me-thodologischen Relationalismus verpflichtet, der lokale und globale Vergesellschaftungs-dynamiken systematisch in Beziehung zueinander setzt.
Das Promotionskolleg zielt auf eine Verknüpfung soziologischer, humangeographischer und geschichtswissenschaftlicher Perspektiven. Zum Kreis der Antragsteller:innen gehören Prof. Dr. Bernd Belina, Prof. Dr. Susanne Heeg, Prof. Dr. Stephan Lessenich und Prof. Dr. Sarah Speck (alle Goethe-Universität Frankfurt) sowie Prof. Dr. Friedrich Lenger (Justus-Lie-big-Universität Gießen).
Im Rahmen des Kollegs werden insgesamt 12 Stipendien vergeben. Im Vorlauf zu der im Februar 2022 erfolgenden Ausschreibung (mit Bewerbungsschluss zum 26. Mai 2022) fin-det am 15. Januar 2022 (voraussichtlich 11 bis 16 Uhr) ein Workshop statt, bei dem die Kollegsthematik und die Bewerbungsmodalitäten eingehend dargestellt werden. Der Workshop richtet sich an Promotionsinteressierte der drei genannten Disziplinen, aber auch anderer sozial- und kulturwissenschaftlicher Fächer, die sich vor Ort ein Bild von Inhalten und Arbeitsweisen des künftigen Promotionskollegs machen wollen. Im ersten Teil des Workshops werden das Kolleg, seine Organisationsstruktur wie auch der Bewerbungspro-zess vorgestellt. Im zweiten Teil besteht die Gelegenheit, in Kleingruppen gemeinsam mit den Antragsteller:innen mögliche Themenfelder und Schwerpunktsetzungen für im Kolleg zu verfolgende Promotionsvorhaben zu diskutieren. Von den Teilnehmenden wird nicht er-wartet, dass zum Workshop bereits eine entwickelte Projektidee vorliegt.
Die mögliche Zahl von Teilnehmer:innen an dem als Präsenzveranstaltung geplanten Work-shop ist begrenzt. Anmeldungen sind bis zum 15. Dezember 2021 an Frau Pamela Passano (passano(at)em.uni-frankfurt.de) zu richten. Für inhaltliche Rückfragen wenden Sie sich bitte an Dr. Alexandra Schauer (a.schauer(at)em.uni-frankfurt.de). Reisekosten der Teilnehmenden werden je nach Höhe übernommen oder bezuschusst.

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