Das Große Gleichmachen

Vortrag von Walter Scheidel in Wien

Nicht Politik, sondern Gewalt und Seuchen haben das Potenzial, gesellschaftliche Ungleichheit zu verkleinern. Zu diesem Schluss kommt der Stanford-Historiker Walter Scheidel, der seine Argumente bei einem Vortrag an der ÖAW darlegen wird.

Walter Scheidel hat in Wien Geschichte und Numismatik studiert, forschte u.a. am Darwin College in Cambridge, lehrte in Paris und Innsbruck und ist seit 2004 Professor für Geschichte an der Stanford University in den USA. Mit diesem Background hat er sich an die Beantwortung einer großen Frage herangewagt: Welche Mechanismen haben das Potenzial, gesellschaftliche Ungleichheit zu reduzieren? Und der Historiker kommt schließlich zu einer pessimistischen Antwort: Von der Antike bis zur Gegenwart seien es Kriege und Seuchen, die im Stande sind, die Lebensbedingungen von Arm und Reich anzugleichen. 

Auf Einladung des ÖAW-Instituts für Kulturgeschichte der Antike wird Walter Scheidel das Zusammenspiel zwischen Gewalt und Ungleichheit in der Menschheitsgeschichte in seinem Vortrag zum Thema „Was reduziert Ungleichheit?“ erörtern. Seine Erkenntnisse erscheinen demnächt auch als Buch bei Princeton University Press mit dem Titel „The Great Leveler: Violence and the History of Inequality from the Stone Age to the Twenty-First Century“.

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