Die Treuhandanstalt – Pragmatismus, Erfolgskonzept oder Ausverkauft?

Konferenz am 16. und 17. November 2020 in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund in Berlin. Anmeldefrist: 13. November 2020

Am 1. März 1990 wurde die Treuhandanstalt gegründet, am 17. Juni 1990 erließ die Volkskammer der DDR ein Treuhandgesetz, das am 1. Juli 1990 in Kraft trat, mit dem Auftrag, die DDR-Volkswirtschaft in die soziale Marktwirtschaft der Bundesrepublik zu überführen. Bis heute werden Wirken und Wirkung der Treuhandanstalt zwiespältig eingeschätzt. Wenngleich gleichwertige Lebensverhältnisse in Ost wie West längst noch nicht erreicht sind, liegen viele betroffene Regionen doch in den neuen Bundesländern, trotz aller Anstrengungen des „Aufbau Ost“. Manche Ursachen dieses Ungleichgewichts werden pauschal auf die Treuhandanstalt zurückgeführt – und differenziertere Urteile mit der Forderung einer intensiveren Aufarbeitung der Geschichte und Arbeit der Treuhandanstalt verbunden.

Die Deutsche Gesellschaft e. V. nimmt das ausgeprägte öffentliche wie wissenschaftliche Interesse an der Treuhandanstalt im Jubiläumsjahr 2020 zum Anlass, um gemeinsam mit dem Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie auf einer Konferenz einen differenzierten Beitrag zur Auseinandersetzung mit Vorgeschichte, Stand und Perspektiven des einzigartigen wirtschaftlichen Strukturwan-dels in Ostdeutschland zu leisten, der bis heute nachwirkt.

Folgende Themen stehen im Mittelpunkt der Auseinandersetzung:

  • Ausgangslage und Rahmenbedingungen der  wirtschaftlichen Transformation Deutschlands
  • Wahrnehmung und Bewertung der Arbeit der Treuhandanstalt
  • 30 Jahre Treuhandanstalt und Aufbau Ost: Bilanz und Weichenstellungen für die Zukunft

Zu den Mitwirkenden zählen u. a.: 

  • Prof. Dr. Katharina Bluhm, Leiterin des Osteuropa-Instituts der Freien Universität Berlin;
  • Dr. Marcus Böick, Historisches Institut der Ruhr-Universität Bochum;
  • Andrea Eggers, Rechtsanwältin und ehem. Mitarbeiterin der Treuhand Zentrale in Berlin;
  • Prof. Dr. Dierk Hoffmann, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin;
  • Dr. Brigitta Kauers, ehem. Mitarbeiterin in der Treuhand-Pressestelle (1990-1994);
  • Christin Köppen, Journalistin, Drehbuch und Regie der zweiteiligen „ZDFzeit“-Dokumentation „Das Erbe der Treuhand“ (2019);
  • Dirk Laabs, Autor, Journalist und Filmemacher;
  • Norbert F. Pötzl, Journalist und Autor;
  • Dr. Michael Schneider, Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten und Bevollmächtigter des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund;
  • Prof. Dr. Dr. h. c. Richard Schröder, Vorstand Deutsche Gesellschaft e. V.;
  • Christopher J. Schwarzer, ehem. Mitarbeiter der Treuhandanstalt Ber-lin (1991/92), ehem. Geschäftsführer von EXCELLENT Dessous und Geschäftsführender Gesellschafter der CODELLO Lifestyle & Accessories GmbH;
  • Prof. Dr. André Steiner, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam e. V.;
  • Linda Teuteberg, MdB, Vorstand Deutsche Gesellschaft e. V.

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird bis zum 13. November 2020 per E-Mail oder telefonisch gebeten.

Projektleitung und Anmeldungen:
Dr. Heike Tuchscheerer
Leiterin der Abteilung Politik und Geschichte
Tel.: 030 88412 254
heike.tuchscheerer(at)deutsche-gesellschaft-ev(dot)de

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