Energiewende in Zeiten populistischer Bewegungen

Veranstaltung der Schader Stiftung in Kooperation mit der Themengruppe "Energietransformation" der DVPW

Die Energiewende ist inzwischen im Alltag und im gesellschaftlichen Diskurs angekommen. Während noch offen ist, wie sich der mögliche dezentrale Transformationspfad gegenüber der dem Energiesektor typischerweise innewohnenden Zentralisierungsdynamik verhalten wird, ist die Energiewende in jüngster Zeit Gegenstand heftiger politischer Debatten geworden. Auch wenn die Zustimmung in der Bevölkerung  für den Ausbau der Erneuerbaren Energien nach wie vor hoch ist, zählt für populistische Bewegungen die Energiewende zum Syndrom eines „kulturellen Elitenprojektes“. Da die Energieversorgung jahrzehntelang als sicher und unproblematisch galt und  der „Strom aus der Steckdose kam“, trifft der Umbau des Energiesystems auf eine fluktuierend einspeisende Grundlage und eine Anpassung der Übertragungsnetze nicht überall auf Verständnis. Dies betrifft im Rahmen der regionalen Energiewende insbesondere den Ausbau von Windparks sowie den Netzausbau, aber auch den anstehenden Ausstieg aus der Kohleverstromung. Ängste und Unsicherheiten über die Kostenentwicklung und drohende Arbeitsplatzverluste nehmen zu.

Die Tagung der Themengruppe möchte den Fokus traditioneller energiepolitischer Analysen um weitere Aspekte der Diskurs-, Lebenswelt- und politischen Kulturforschung erweitern.

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