Fehlerkultur der Polizei

Arbeitstagung an der Deutschen Hochschule der Polizei

Der Polizei fehle eine Fehlerkultur. Die Polizei müsse eine neue Fehlerkultur oder jedenfalls eine andere Fehlerkultur entwickeln. Diese oder ähnliche Forderungen werden häufig im Kontext von Übergriffen und Fehlleistungen im Zusammenhang mit Einsätzen und Ermittlungen erhoben. Intern wird die Forderung nach der neuen Fehlerkultur gleichfalls erhoben, zumeist von Führungskräften, deren Verantwortungsbereich die „Fehler“ zuzuordnen waren und die Lösung des Problems wird regelmäßig in der Aus- und Fortbildung gesucht. Beispielhaft dafür steht der NSU-Untersuchungsausschuss, der eine lange Serie aus „Fehlern, Versäumnissen, Fehleinschätzungen“ konstatiert und fordert, diese Erfahrungen zum Lehrstoff in der Ausbildung von Polizisten, sozusagen als abschreckendes Beispiel zu machen. Aus- und Fortbildung werden immer wieder genannt, wenn es darum geht, eine Fehlerkultur zu etablieren, doch so einfach scheint es nicht zu sein.

Diese Tagung geht der Funktionalität von Fehlern für Organisationen nach. Sie fragt, welche organisationalen Strukturen das Lernen aus Fehlern erschweren und welche es ermöglichen. Sie fragt, welche Erfahrungen mit formalen Strukturen (Beschwerdestellen, Innenrevision, ...) gewonnen werden.

Sie richtet sich an Forschende, Lehrende und Praktiker/innen, die ihr Verständnis von Fehlerkultur erweitern möchten und Anregungen für ihre berufliche Praxis suchen.

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