Freiheit und Einheit – eine deutsche Beziehungsgeschichte

XXIV. Theodor-Litt-Symposium im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig. Anmeldefrist: 28. September 2020

Das Streben nach Freiheit und Einheit hat in Deutschland eine lange Tradition. Das Wartburgfest (1817), das Hambacher Fest (1832), die Paulskirchenbewegung von 1848/49, die Einberufung der Deutschen Nationalversammlung 1919, die Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 oder der Arbeiteraufstand von 1953 stehen exemplarisch für diese Tradition. Zweifelsohne waren die Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Höhepunkte der deutschen Freiheits- und Einheitsgeschichte. Die Deutsche Gesellschaft e. V. nimmt das 30-jährige Jubiläum der Deutschen Einheit zum Anlass, um auf dem XXIV. Theodor-Litt-Symposium den langen Weg Deutschlands zur Demokratie nachzuzeichnen. Ziel ist es

  • an zentrale Stationen der deutschen Freiheits- und Einheitsbewegungen zu erinnern,
  • die Friedliche Revolution und Deutsche Einheit als Höhepunkte der jahrhunderteralten Bestrebungen zu würdigen,
  • die Bedeutung und Aktualität der Begriffe „Freiheit und Einheit“ zu erörtern,
  • Lehren aus über 200 Jahren Geschichte der Freiheits- und Einheitsbewegungen zu ziehen, und • 
  • eine breite gesellschaftspolitische Debatte anzuregen.

Der historische Rückblick wird auch gegenwartsbezogene und zukunftsweisende Aspekte aufzeigen und etwa Fragen nach den funktionalen und legitimierenden Grundlagen der heutigen Demokratie stellen. Dabei geht es sowohl um traditionelle Vor- und Leitbilder als auch um die zukunftsträchtige Weiterentwicklung innerhalb einer sich rasant wandelnden Welt.

Zu den Mitwirkenden zählen u. a.: 

  • Prof. Dr. Ellen Bos, Leiterin des Lehrstuhls für Vergleichende Politikwissenschaft der Andrássy Universität Budapest; 
  • Dr. Uta Bretschneider, Direktorin des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig; 
  • Prof. Dr. Michael Dreyer, Leiter der Forschungsstelle Weimarer Republik der Friedrich-Schiller-Universität Jena; 
  • Dr. Thomas Feist, Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für das Jüdische Leben; 
  • Korbinian Frenzel, Deutschlandfunk Kultur; 
  • Dr. h. c. Peter Gutjahr-Löser, Kanzler der Universität Leipzig a. D.; 
  • Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk, Historiker und Publizist; 
  • Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung; 
  • Dr. Roland Löffler, Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung; 
  • Florian Mausbach, Kuratoriumsmitglied der Deutschen Gesellschaft e. V., Mitinitiator des Berliner Freiheits- und Einheitsdenkmals und Präsident des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung a. D.; 
  • Prof. Dr. Tilman Mayer, Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft e. V.; 
  • Gesine Oltmanns, Vorstand Stiftung Friedliche Revolution Leipzig; 
  • Prof. em. Dr. Dr. h. c. Dieter Schulz, Theodor-Litt-Forschungsstelle der Universität Leipzig; 
  • Linda Teuteberg, MdB, Mitglied des Vorstandes der Deutsche Gesellschaft e. V. und Generalsekretärin der FDP; 
  • Dr. Thomas Töpfer, Leiter des Schulmuseums und des Sachgebiets Demokratische Bildung im Amt für Jugend, Familie und Bildung der Stadt Leipzig; 
  • Peter Wensierski, Schriftsteller, Journalist und Dokumentarfilmer; 
  • Wolfgang Wieland, Bürgermeister a. D., Senator a. D. und Vorstand Deutsche Gesellschaft e. V.

Das Symposium richtet sich sowohl an Vertreterinnen und Vertreter der politischen (Lehrer-)Bildung, aus Wissenschaft, Politik, Kultur und Presse; Studierende; Multiplikatoren des öffentlichen Lebens als auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Die Ergebnisse des Symposiums werden von der Theodor-Litt-Gesellschaft zur Erforschung und Pflege der geisteswissenschaftlichen Pädagogik e. V. im nächsten Theodor-Litt-Jahrbuch der Öffentlichkeit bereitgestellt.

Das Veranstaltungsprogramm wird rechtzeitig bekanntgegeben. Wir würden uns freuen, wenn die Veranstaltung Ihr Interesse weckt! Der Eintritt ist frei.

Um Anmeldung wird per E-Mail oder telefonisch bis zum 28.9.2020 gebeten.

Projektleitung und Anmeldungen: 
Dr. Heike Tuchscheerer
Leiterin der Abteilung Politik und Geschichte
Tel.: 030 88412 254
E-Mail: heike.tuchscheerer(at)deutsche-gesellschaft-ev(dot)de

Zur Veranstaltung (Link)