Gefährdet Big Data unsere Demokratie?

Tagung in der Evangelischen Akademie Villigst

Der Schwerpunkt der Tagung liegt einerseits auf den Fragen nach den Grundrechten, der Demokratie, den Partizipationsmöglichkeiten und Freiheiten des einzelnen in einer offenen Gesellschaft und andererseits auf den Möglichkeiten, die Regierungen und Firmen haben, Bürger durch Datensammlungen zu überwachen, zu überprüfen und zu gängeln (Stichwort Nudging), damit sie sich in einer sozial, wirtschaftlich oder politisch erwünschten Weise verhalten.

Wir wollen uns darüber hinaus mit den Folgen und Perspektiven von umfassender Digitalisierung nahezu sämtlicher Lebensbereiche beschäftigen, die nie ohne Auswirkungen für die Gesellschaft im Allgemeinen und die Arbeitswelt im Besonderen betrachtet werden können.

Die Tagung beschäftigt sich mit dem Ausmaß von Datensammlungen und den gesellschaftspolitischen und technischen Möglichkeiten, wie Privatsphäre und Öffentlichkeit geschützt werden können. Denn eine Gesellschaft, die sich nicht mehr offen austauschen kann, entweder weil ihre Mitglieder überwacht und kontrolliert werden, oder aber, weil es keine virtuellen und realen Orte mehr gibt, in denen Konflikte und unterschiedliche Ansichten diskursiv ausgehandelt werden können, ist die längste Zeit eine offene, demokratische Gesellschaft gewesen.

Mit Vorträgen, Diskussionen, Workshops und Plenums-/Podiumsrunden wollen wir gemeinsam mit den Teilnehmern unsere Kenntnisse vertiefen und Möglichkeiten gesellschaftlichen Handelns ausloten.

Till Weyers · Vereinigung Deutscher Wissenschaftler

Moritz Riede · Vereinigung Deutscher Wissenschaftler

Louisa Well · Vereinigung Deutscher Wissenschaftler

Kerstin Gralher · Evangelische Akademie Villigst

Zum Programm (PDF)