Geisteswissenschaften heute. Ihr Sollen, Wollen, Können – und ihr Unvermögen

Digitale Vortragsreihe "Transfer neu denken. Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften in der Gesellschaft"

Im ersten Teil des Vortrags wird es, eher theoretisch, um die Vorgeschichten der Erwartungshaltungen gehen, die bei der Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz der Geisteswissenschaften heute eine Rolle spielen. Im zweiten Teil werden, eher praktisch, Fallbeispiele geisteswissenschaftlicher Grundlagenforschung vorgestellt.

Eva Geulen (*1962) ist Professorin für europäische Kultur- und Wissensgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie studierte Germanistik und Philosophie an den Universität Freiburg und an der Johns Hopkins University in Baltimore, wo sie 1989 promovierte. Bevor sie 2003 den Ruf auf eine Professur an der Universität in Bonn annahm, lehrte sie an der University of Rochester und an der New York University. 2012 folgte sie einem Ruf an die Goethe Universität in Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie u.a. Direktorin des Leibniz-Zentrums für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) und Vorstandsmitglied der Geisteswissenschaftlichen Zentren Berlin.

Einführung und Moderation:Prof. Dr. Isabelle Stauffer

Zur Vortragsreihe

Seit der Jahrtausendwende hat sich die Welt radikal verändert: Kurz nach dem Fall der Berliner Mauer prognostizierte der US-amerikanische Politikwissenschaftler Francis Fukuyama noch das Ende der Geschichte. Die anfängliche Euphorie angesichts eines möglichen Systemwandels scheint heute einem globalen Pessimismus gewichen zu sein. Der Zeitenlauf ist nicht zum Stillstand gekommen. Im Gegenteil: Die kritischen Ereignisse überschlagen sich. Die Krise des globalen Finanzsystems, die fortschreitende Erderwärmung, eine weltweit grassierende Pandemie oder das Erstarken autoritärer Systeme sind nur einige der Herausforderungen, die Wissenschaft und Gesellschaft intensiv beschäftigen.

In einer Zeit, in der die sozialen, kulturellen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen zunehmen, sind die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften gefragt, aktiv zu deren Bewältigung beizutragen. Doch welche Rolle kommt ihnen künftig zu? Muss ihr Verhältnis zur Gesellschaft angesichts der aktuellen Herausforderungen neu gedacht werden? Braucht es alternative Formen der Kooperation oder der gesellschaftlichen Teilhabe an Erkenntnisprozessen? Neue Formen der inter- oder der transdisziplinären Zusammenarbeit?

Wir laden Sie ein, gemeinsam mit den Referentinnen und Referenten der Online-Vortragsreihe tradierte Rollenverständnisse der Wissenschaften, aber auch überkommene Erwartungshaltungen kritisch zu diskutieren. Wir fragen: Welchen Beitrag können die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften leisten? Und wie kann der Ideen-, Wissens- und Technologietransfer zwischen den Disziplinen und mit gesellschaftlichen Akteuren gelingen?

Teilnahme und Anmeldung:

Die Veranstaltungsreihe findet online statt und wird über das Videokonferenz-Tool Zoom sowie über die YouTube- und Facebook-Kanäle der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt übertragen. Bitte melden Sie sich für eine aktive Teilnahme an der Veranstaltung in Zoom vorab an. Sie können dadurch direkt an der anschließenden Diskussion teilnehmen.

Anmeldung zur gesamten Vortragsreihe über Zoom:

Nach Angabe Ihres Vor- und Nachnamens und Ihrer E-Mail-Adresse erhalten Sie zunächst eine Bestätigungsmail. Die jeweiligen Zoom-Links, die zu den einzelnen Vortragsterminen führen, erhalten Sie stets unmittelbar vor den Vorträgen. Ihren Namen benötigen wir, um eine Gästeliste für die Zoom-Meetings erstellen zu können und Ihnen als Teilnehmenden Zutritt zu gewähren.

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