Interdisziplinäres Forschen: Chance oder Risiko für Nachwuchswissenschaftler*innen?

DVPW-Perspektivtagung am 7. und 8. November 2019 in Berlin

Seit Jahren wird insbesondere von Wissenschaftspolitik, Förderorganisationen und Publizistik die Forderung nach verstärkter interdisziplinärer Forschung an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler herangetragen. Zahlreiche Forschungsfragen ließen sich – so die Kernthese hinter dieser Forderung – nur noch durch eine disziplinübergreifende oder transdisziplinäre Herangehensweise aussichtsreich bearbeiten. Andererseits scheint die Ausdifferenzierung der Fachwissenschaften weiter voranzuschreiten, und viele Fakultäten, außeruniversitäre Forschungsinstitutionen, Stellenausschreibungen, Fachzeitschriften und Förderprogramme sind immer noch stark monodisziplinär ausgerichtet.

Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler der Politikwissenschaft und benachbarter Disziplinen stehen vor diesem Hintergrund je nach Forschungsthema und Kontextbedingungen vor der Frage, ob sie sich inhaltlich, theoretisch und/oder methodisch auf das unsichere Gebiet anderer Wissenschaftsdisziplinen wagen. Einerseits kann dies aus Gründen des Erkenntnisinteresses sinnvoll sein, andererseits bestehen u. a. die Gefahren des Dilettierens auf fremdem Terrain und einer karriereabträglichen Nischen- oder Randspezialisierung. Es ist das Ziel der Perspektivtagung, Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler vorrangig durch einen breiten Erfahrungsaustausch bei entsprechenden forschungs- und karrierebezogenen Entscheidungen zu unterstützen sowie Voraussetzungen und Beispiele gelingender Interdisziplinarität zu eruieren

Veranstaltungsort: Medical School Berlin, Siemens-Villa, Calandrellistraße 1-9, Berlin

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