Methoden der Filmsoziologie. Konzepte und empirische Umsetzungen

3. Treffen der AG Filmsoziologie in der Sektion Medien- und Kommunikationssoziologie der DGS

Die ersten beiden Treffen der AG Filmsoziologie steckten die klassischen Positionen und mögliche Innovationen in der sich aktuell verstärkt entwickelnden Filmsoziologie ab. Das dritte Treffen, welches vom Arbeitsbereich Qualitative Methoden und Mikrosoziologie an der Friedrich-Schiller-Universität ausgerichtet wird, widmet sich den Methodologien/Methoden der Filmsoziologie. Grundlegend konstituiert sich das Feld der Filmanalyse als sehr heterogen und zeichnet sich durch eine hohe Interdisziplinarität aus. Methodische Zugänge in der Auseinandersetzung mit Filmen finden sich insbesondere in den Filmwissenschaften, den Cultural Studies sowie den Kommunikations- und Medienwissenschaften. Darüber hinaus kann die Filmanalyse in drei Teilbereiche differenziert werden: Produktions-, Produkt-/Inhalts- und Rezeptionsanalyse. In der Soziologie steckt das empirische Erforschen von Filmen noch in den ‚Kinderschuhen‘. Deshalb forderten Heinze, Moebius & Reicher in ihrem Sammelband „Perspektiven der Filmsoziologie“ (Konstanz/München 2012), dass in der Soziologie bezüglich der Methode noch „Pionierarbeit“ geleistet werden muss.

Das Arbeitstreffen lotet die Frage aus, ob eine soziologisch orientierte Filmforschung eigenständige Methoden entwickeln muss. Inwieweit kann die Filmsoziologie auf etablierte Analysemethoden aus anderen Fachdisziplinen zurückgreifen? Wie können die gängigen quantitativen und qualitativen empirischen Methoden der Sozialforschung in der soziologischen Filmforschung genutzt werden? Inwieweit können insbesondere die sich in den vergangenen Jahren rasch entwickelnden visuellen Forschungsmethoden integriert werden? Welchen Mehrwert können spezifisch soziologische Analysemethoden für eine Produktions-, Produkt- und/oder Rezeptionsanalyse erbringen und wie können diese Teilbereiche produktiv verbunden werden? Wie diszipliniert oder wie offen sollte eine Filmsoziologie in methodologisch/ methodischer Hinsicht sein?

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