Position. Macht. Wissenschaft. Zur Relevanz kritischer Selbstreflexion in den Sozial- und Geisteswissenschaften

Workshop für Nachwuchswissenschaftler*innen

„Wie ist es möglich, ethisch die Erzählung Anderer zu bewohnen, ohne sie zu vereinnahmen, ohne ihnen Gewalt anzutun?“ (Castro Varela/Dhawan 2007)

Die eigene gesellschaftliche Position, unser soziales Geworden-Sein als beispielsweise Weißer heterosexueller Cis-Mann oder lesbische Frau of Color oder als disabled Person prägt die Forschung jedes*r Wissenschaftlers*in. Als Nachwuchsforscher*innengruppe ‚Hochschule und Diversität‘ der Hans-Böckler-Stiftung laden wir Euch zur gemeinsamen Auseinandersetzung mit und Reflexion über das komplexe Phänomen der eigenen sozialen Positionierung in der Forschung ein:

  • Wie wirkt sie sich auf unsere Forschungsinteressen, Fragestellung, Erhebungssituationen/Feldforschung und auf die Auswertung/Analyse aus?
  • Wie sieht ein möglicher Balanceakt zwischen dem Anspruch der „Objektivität“ der Wissenschaft auf der einen und der Rolle unserer Subjektivität bzw. sozialen Positionierung im Forschungsprozess auf der anderen Seite aus?
  • Welchen Unterschied macht es dabei, wenn wir als Forschende selbst eine marginalisierte und/oder privilegierte Position innehaben?

Diesen Fragen widmen wir uns aus der Perspektive der Postcolonial Studies, Gender bzw. Queer Studies und Disability Studies. Neben der Diskussion theoretischer Inputs zielt der Workshop auf die Selbstreflexion des eigenen Forschungsprozesses. Der Workshop richtet sich an Doktorand*innen, die sich im Prozess der Erstellung einer Dissertation befinden.

Theoretische Impulse offerieren1:

  • Dr. Heike Raab (Frankfurt): Kritische Selbstpositionierung am Beispiel der Disability Studies
  • Dr. Maximilian Waldmann (Hagen): Von A-Z: Die Kritische Selbstpositionierung in der Dissertation am Beispiel der Geschlechterforschung (Umgang, Argumentation, Kritik)
  • Prof. Dr. María Do Mar Castro Varela (Berlin): Postcolonial Studies/Gemeinsame Diskussion eigener Dissertationsprojekte

Da die Teilnehmer*innenanzahl begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung. Die Teilnahme ist kostenlos, Anreise und Unterkunft bitten wir selbst zu tragen. Am 25.06.2019 planen wir ein gemeinsames Abendessen. Falls Ihr daran teilnehmen wollt, gebt dies bitte bei der Anmeldung an.

Tagungsgäste der FernUniversität haben die Möglichkeit, die Kinderbetreuung im MiniCampus in Anspruch zu nehmen (Öffnungszeiten 7.30 - 22.00 Uhr). Falls Ihr eine Kinderbetreuung wünscht, setzt Euch mit uns in Verbindung. Wir prüfen dann die Möglichkeit einer Kostenübernahme.

Anmeldung bitte unter: nfg.hochschule-diversitaet(at)fernuni-hagen(dot)de

Unter dieser Mailadresse stehen wir auch gerne für inhaltliche und organisatorische Nachfragen zur Verfügung.

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