Resonanzen. Oswald Spengler und die Postmoderne

Internationaler Workshop an der Leuphana-Universität Lüneburg

Der Fall Spengler ist einzigartig: Weder vor noch nach ihm ist ein Denker, der so populär und einflussreich gewesen ist, binnen so kurzer Zeit von der Bildfläche verschwunden. Bereits 1938, keine zwei Jahre nach seinem Tod, galt er als vergessen: Im Deutschen Reich resümierte bspw. Max Bense zukunftsfreudig, Spengler sei ein epochaler Geist nicht in dem Sinn gewesen, dass er eine neue Epoche des Denkens ermöglicht habe, sondern habe selbst eine Epoche dargestellt, die mit ihm zu Ende gegangen sei: Denn der Untergang des Abendlandes war kein äußerer, sondern ein innerer Vorgang, ein Vorgang im Theoretischen, im Denken, und mit Spenglers These hatte er sich vollzogen – und mit dem Vergessenwerden, seiner Überwindung, seiner Abweisung ging dieser Untergang vorüber. [...]

Veranstalter: Gottfried Schnödl, Christian Voller, Erich Hörl (alle ICAM, Leuphana), Jannis Wagner (Viadrina Frankfurt/Oder)

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