STS in Germany – aber wie?

Offener Workshop zu Aufbau und Organisationsformen von STS in Germany

Die wachsende Community von STS-ForscherInnen in Deutschland möchte sich vernetzen – organisieren – sichtbar werden. Angesichts vielfältiger Bedürfnisse und Erwartungen stellt sich die Frage nach dem “Wie” jenseits etablierter Organisationsformen. Wir möchten möglichst viele in Deutschland arbeitende STS-ForscherInnen aller akademischen Grade und Karrierepfade mit in die nächsten Schritte auf dem Weg zu einer STS in Germany- Infrastruktur involvieren und laden zu  einem Workshop (20.-21.02.2019, Universität Kassel) ein.

Auf der EASST Konferenz 2018 in Lancaster trafen sich 110 ForscherInnen, die in Deutschland STS betreiben oder ein besonderes Interesse an STS in Deutschland haben. Die Frage stand im Raum, wie wir uns als STS-ForscherInnen in Deutschland enger vernetzen können. Enthusiasmus und Energie waren greifbar. Es wurde gehofft, dass die Bündelung unserer Kräfte STS in Deutschland stärken könnte, dass junge KollegInnen, die vereinzelt an STS-fernen Institutionen arbeiten, Verbündete finden würden, dass Summer Schools, Schreib-Workshops und Peer-Unterstützung zur Antragstellung in einer Förderlandschaft, die mit dem STS-Kürzel nichts anfangen kann, etabliert werden würden, dass die Augen deutscher Forschungsförderer sich für STS öffnen könnten, dass Deutschland international als Standort für STS-Forschung sichtbarer würde und vieles mehr. Es kam aber auch die Sorge zur Sprache, dass eine neue STS-Organisation neue Spaltungen hervorrufen könnte.

Seit dem Treffen in Lancaster hat eine größere Gruppe von STS-KollegInnen damit begonnen, erste Schritte zum Aufbau einer STS in Germany einzuleiten. Es war schnell klar, dass wir keine Fachgesellschaft im klassischen Sinne sein wollen. Vielmehr brauchen wir eine Organisationsform, die geeignet ist, unsere Kräfte zu mobilisieren und zu bündeln, eine Organisationsform, die inspiriert und mit ‚care‘ Ko-Laborationen ermöglicht – inter- und transdisziplinär. In der akademischen Landschaft finden wir solche Organisationsformen kaum. Wir benötigen eine Organisationsform, die vielfältig und flexibel genug ist, um auf unterschiedliche Bedürfnisse und neu entstehende Anforderungen reagieren zu können. Diese Organisation muss gleichzeitig stabil genug sein, um nach innen Identität zu bilden, von Interessierten wahrgenommen sowie selbstverständlicher Teil der deutschen Förderungsstrukturen zu werden.

Es ist eine performative Grundhaltung der STS, dass die Frage danach, was wir durch unsere Forschung produzieren, nicht von der Frage zu trennen ist, wie wir das tun. Wie organisieren wir also STS in Germany? Welche Organisationsformen sind möglich? Um diese Fragen gemeinsam zu bearbeiten, laden wir zu einem Workshop ein, bei dem Erfahrungen, Wissen und Meinungen dazu ausgetauscht und konkrete Schritte zum Aufbau unternommen werden. Der Workshop bietet die Chance für Interessierte KollegInnen STS in Germany mit zu gestalten und erste Arbeitskreise zu bilden. Wir laden insbesondere junge ForscherInnen ein, an dem Workshop teilzunehmen.

Der Workshop nimmt seinen Ausgangspunkt in den oben angerissenen Bedürfnissen, die in Lancaster identifiziert wurden (s. https://www.dests.de/news/4218 ).Um diese Bedürfnisse weiter zu diskutieren und zu konkretisieren, stellen wir im Vorfeld des Workshops folgende Optionen zur Verfügung:

  • Anregungen bei der Anmeldung per Online-Formular
  • Auf Twitter: @German_STS_ORG, #STSinGermany

Diese Inputs gehen direkt in die Vorbereitung des Workshops ein.

Vorläufiges Programm


20.02.2019

19:00 Begrüßung und gemeinsames Abendessen

21.02.2019
09:30 Einführung und Hintergrund
10:00 Diskussion der Bedürfnisse, die durch STS in Germany gedeckt werden sollen
11:00 Impulsvorträge zu verschiedenen Organisationsformen aus aktivistischen und akademischen Kontexten (u.a. von Göde Both, Stefanie Büchner, Max Liboiron, Michelle Murphy und Jutta Weber)
12:00 Mittagessen
13:00 Zusammenführende Diskussion: Organisationsformen und Bedürfnisse
15:00 Ergebnisse und konkrete nächste Schritte
17:00 Schlusswort

Wir erbitten einen Unkostenbeitrag von 20 Euro für Verpflegung und Materialien während des Workshops (in bar, bei Anreise). Sollte externes Funding sichergestellt werden können, entfällt der Unkostenbeitrag. Bei fehlender Finanzierung können Fahrtkosten übernommen werden. Vorschläge für Übernachtungsmöglichkeiten finden sich in Kürze auf unserer Homepage.

Anmeldung bis 15.01.2019 über www.stsingermany2019.com
Kontakt: stsingermany(at)uni-kassel(dot)de

Vor Beginn des Workshops wird eine Mail mit dem finalen Programm und weiteren Infos verschickt. Wir freuen uns auf rege Diskussionen vor und während des Workshops,

die OrganisatorInnen
(Tanja Bogusz, Stefanie Büchner, Endre Dányi, Anja Klein, Stefan Laser, Martina Schlündner & Estrid Sørensen)

Hier gehts zum Call for Participation (PDF)