Verknüpfte Erinnerungen. Narrative von gestern für Deutsche von morgen

Online-Vortrag mit Prof. Dr. Omar Kamil

Deutschland beheimatet als Einwanderungsland Menschen mit unterschiedlichen Geschichtserfahrungen und – daraus folgend – Erinnerungskulturen.  Das stellt Gesellschaft und Politik vor außerordentliche Herausforderungen.

Deutschland ist historisch durch die christliche Judenverfolgung, den Antisemitismus und den Holocaust geprägt, sieht sich aber, aufgrund von Flucht und Einwanderung, mit dem Erbe des Kolonialismus zunehmend konfrontiert.  Die (Post- )Migrationsgesellschaft ist somit das Terrain verschiedener historischer Erinnerungsnarrative – eine neue Konstellation, die neue Fragen und Herausforderungen mit sich bringt:

In welcher Verbindung kann sich die bisherige kritische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus zu Menschen öffnen, deren Erinnerungskulturen eher von Kolonialerfahrungen geprägt sind? Kann Deutschland als Residenzgesellschaft für Migrant*innen seine Erinnerungskultur modifizieren und die Erinnerung an Kolonialverbrechen integrieren? Wie lassen sich unterschiedliche Erinnerungskulturen in einer Postmigrationsgesellschaft gestalten, jenseits von Konflikt und Konkurrenz?

Der Vortrag Prof. Dr. Omar Kamil will mit einem transkulturellen Ansatz Antworten auf diese Fragen suchen. Im Anschluss wird es ein Gespräch mit Dr. Sina Arnold und ein moderiertes Q&A geben.

Die Veranstaltung wird über Facebook live gestreamt, zudem ist eine Teilnahme über Zoom möglich.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung Tür an Tür – Syrisch-Jüdische Geschichte(n) vom Projekt Der Gang der Geschichte(n) statt. Sie wird veranstaltet in Kooperation mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung und dem Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Kontakt:

Tanja Lenuweit
t.lenuweit(at)minor-kontor(dot)de

Anmeldungen:

Andrea Schnelzauer
a.schnelzauer(at)minor-kontor(dot)de

Zur Veranstaltung (Link)