Zur Ubiquität und Krise der Übersetzung

Internationale Tagung an der Universität Trier

Grenzüberschreitende Vernetzungen und globale Interdependenzen galten bislang als Gelegenheitsstrukturen für die Entwicklung gemeinsamer, globaler oder transnationaler Wissensrepertoires und eines kosmopolitischen Weltverständnisses. Zunehmend werden jedoch Reibungen, Konflikte und Brüche in transnationalen und globalen Übersetzungsprozessen sichtbar.

Warum allerdings transnationale Verständigung systematisch nicht in gemeinsames Wissen einmündet, ist bislang ungeklärt. Die transdisziplinär angelegte Tagung „Wissen in der Transnationalisierung: Zur Ubiquität und Krise der Übersetzung“ setzt an diesem Desiderat an und fragt danach, wie, unter welchen Bedingungen und mit welchen Konsequenzen Wissen in der Transnationalisierung hervorgebracht, verhandelt und riskiert wird.

Die transdisziplinäre Tagung hat das Ziel soziologische, pädagogische und literaturwissenschaftliche Zugänge miteinander ins Gespräch zu bringen, um die Vielschichtigkeit von und Vielperspektivität auf diese Krise der Übersetzung von Wissen in der Transnationalisierung herauszuarbeiten.

In mehreren Panels möchten wir mit dieser Tagung das Thema „Wissen in der Transnationalisierung“ in den Mittelpunkt rücken. Zu den Themenkomplexen zählen:

  1. Übersetzung von Wissen in, von und zwischen transnationalen Organisationen
  2. Strategien der Wissenskonstruktion
  3. Krise der Globalisierungserzählungen: Kosmopolitismus, Diversity, Menschenrechte und Demokratie
  4. Übersetzung, Widerstand, Ermächtigung: Grenzüberschreitung als riskantes und gewaltförmiges Geschehen

Die Konferenz wird organisiert von K. Chmelar, A. Duscha, N. Engel, K. Klein-Zimmer, M. Klemm, S. Köngeter, A. Kraume, C. May, M. Schader, A. Spiegel, K. Struve, M. Zach und findet in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Graduiertenkolleg „Diversity Mediating Difference in Transcultural Spaces” und dem Research Centre für Transnational Social Support statt.

Als Keynote-Speaker werden sprechen: Martin Albrow (Soziologie), Adrienne Chambon (Soziale Arbeit), Ursula Lehmkuhl (Geschichte) und Thomas Popkewitz (Pädagogik).

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des DFG-Netzwerks „Trans|Wissen".

Den Call for Papers finden Sie hier: PDF (deutsch, english).

Tagungsprogramm (deutsch), Programme (english)