Zwischen Subjekt und Kollektiv, Motiven und sozialen Ordnungen, Situationen und Struktur. Überlegungen zur Gegenwart sozialwissenschaftlicher Gewaltforschung

Vortrag von Michaela Christ im Rahmen der Reihe "Hamburger Vorträge zur Gewaltforschung - Theorien kollektiver Gewalt"

In den vergangenen Jahren hat sich die Vorstellung davon, in welcher Weise Menschen zugleich verletzungsoffen und verletzungsmächtig sind, erheblich gewandelt. Dem entsprechend differenzierten sich die Begriffe sozialwissenschaftlicher Gewaltforschung aus und hat sich auch der Kanon dessen, womit sich Gewaltforscherinnen und Gewaltforscher beschäftigen, deutlich erweitert: Kollektive Gewalt, physische Gewalt, symbolische Gewalt, sexuelle Gewalt, epistemische Gewalt, kulturelle Gewalt, strukturelle Gewalt, sprachliche Gewalt, "slow violence", et cetera. Der Vortrag geht einigen dieser Perspektivveränderungen mit Blick auf ihre Ursachen und Folgen nach und fragt darüber hinaus nach den trotz allem existierenden blinden Flecken gegenwärtiger Gewaltforschung.

Referentin:

Dr. Michaela Christ, Soziologin; Leiterin des Bereichs Diachrone Transformationsforschung am Norbert Elias Center for Transformationsdesign & Research (NEC) der Europa-Universität Flensburg

Moderation:

Laura Wolters, M.A., Politikwissenschaftlerin; Promotionsstipendiatin in der Forschungsgruppe Makrogewalt des Hamburger Instituts für Sozialforschung

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