Deadline: 01.08.2026
15. Landesweiter Tag der Genderforschung in Sachsen-Anhalt
Call for Papers für eine Tagung am 12. November 2026 in Magdeburg. Deadline: 1. August 2026
Allyship und Solidarität(en) – Perspektiven der Gender- und Queerforschung stärken
Der 15. Landesweite Tag der Genderforschung in Sachsen-Anhalt steht unter dem Titel „Allyship und Solidarität(en) – Perspektiven der Gender- und Queerforschung stärken“ und stellt Fragen nach Verbundenheit, Verantwortung und gegenseitiger Unterstützung in den Mittelpunkt. Vor diesem Hintergrund sind Wissenschaftler*innen in frühen Qualifikationsphasen, Postdocs und Studierende herzlich eingeladen, sich mit eigenen Beiträgen einzubringen.
Im Fokus stehen die Konzepte Allyship und Solidarität(en) als zentrale Bezugspunkte für die Frage, wie sich wissenschaftliche Akteur*innen zu gesellschaftlichen Ungleichheiten, politischen Dynamiken und zueinander positionieren. Damit verbunden sind Fragen nach Verantwortung, nach Formen des Sich-Verbündens und nach den Bedingungen, unter denen solidarisches Handeln möglich wird. Zugleich richtet sich der Blick auf die Ambivalenzen, Spannungen und Grenzen solcher Praxen. In diesem Zusammenhang können auch spezifische Perspektiven, etwa auf Male Allyship, Teil der Reflexion über Verantwortung und solidarisches Handeln sein.
Der bewusst gewählte Plural „Solidarität(en)“ verweist auf die Vielfalt unterschiedlicher Formen und Kontexte, in denen Solidarität hergestellt, beansprucht oder auch infrage gestellt wird. Dabei können auch Perspektiven auf Fürsorglichkeit und Care, auf Selbstpositionierungen sowie auf institutionelle und gesellschaftliche Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle spielen.
Zudem versteht sich die Tagung als Raum, in dem Gender- und Queerforschung in ihrer Breite sichtbar wird und sich als kritische, reflexive und gesellschaftlich engagierte Wissenspraxis positioniert. In diesem Sinne sind Beiträge willkommen, die Gender- und Queerforschung nicht nur als analytisches Feld begreifen, sondern auch danach fragen, welche Rolle sie in der Gestaltung demokratischer, pluraler und solidarischer Wissensräume einnehmen kann – gerade auch in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung und Transformation.
Beiträge können sich unter anderem mit folgenden Themen auseinandersetzen:
Allyship, Solidaritäten und Ambivalenzen
Fürsorgearbeit/Care-Arbeit und Selbstfürsorge im Kontext von Allyship und Solidarität(en)
Allyship und Männlichkeitskonzepte in Auseinandersetzung mit feministischen und queeren Perspektiven
Gender- und Queerforschung im Kontext gesellschaftlicher Transformationsprozesse und politischer Entwicklungen
Bedeutung von Bündnissen und solidarischen Allianzen für Gender- und Queerforschung
Gerade in Zeiten gesellschaftlicher und politischer Umbrüche sind Beiträge gefragt, die neue Perspektiven eröffnen, bestehende Ansätze reflektieren und mit der Gender- und Queerforschung den Diskurs erweitern. Beiträge außerhalb dieser Leitthemen sind daher ebenfalls willkommen.
Ziel des Landesweiten Tags der Genderforschung ist es, aktuelle Forschungsarbeiten mit gender- und queerbezogenen Fragestellungen sowie Beiträge aus den Bereichen Kunst und Design unter Berücksichtigung von Genderaspekten sichtbar zu machen. Darüber hinaus soll die Veranstaltung zur Vernetzung der Akteur*innen beitragen und einen Raum für Austausch, Diskussion und interdisziplinäre Perspektiven eröffnen. Vor allem Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Gestalter*innen in Qualifikationsphasen aus Sachsen-Anhalt, aber auch aus anderen Regionen sind herzlich eingeladen, ihre Arbeiten vorzustellen. Insbesondere möchten wir dazu ermutigen, auch Work-in-Progress-Projekte einzureichen.
Formate und Einreichung
Einreichungen sind für folgende Präsentationsformate möglich (bitte geben Sie bei der Einreichung das gewünschte Format an):
Vorträge/Präsentationen (Vortragszeit ca. 30 Minuten + 10 Minuten Diskussion)
Posterpräsentation (im Rahmen der geplanten Posterausstellung mit Kurzpräsentation)
Für beide Formate erbitten wir Vorschläge in Form eines Abstracts von max. 600 Wörtern, einschließlich:
Angaben zu Autor*innen
Titel des Beitrags
Kurzbeschreibung des geplanten Beitrags einschließlich theoretischer und methodischer Bezüge
institutionelle Anbindung und Kontaktadresse
Bitte senden Sie Ihre Einreichung bis zum: 01. August 2026: info(at)kgc-sachsen-anhalt.de
Für eine Kinderbetreuung am Veranstaltungstag ist gesorgt.
Sie erhalten bis zum 31.08.2026 eine Rückmeldung, ob Ihr vorgeschlagener Beitrag ausgewählt worden ist. Bei Fragen zum Call oder zur Veranstaltung melden Sie sich gern bei der Koordinierungsstelle Genderforschung & Chancengleichheit Sachsen-Anhalt (KGC)
per E-Mail an info(at)kgc-sachsen-anhalt.de
telefonisch bei Michaela Frohberg unter +49 391 67-58905 oder bei den weiteren Veranstalter*innen
Call for Papers (PDF)