Deadline: 31.08.2026
Essaypreis „Wirtschaft und Demokratie“
Ausschreibung des Zentrums Liberale Moderne und der WirtschaftsWoche. Deadline: 31. August 2026
Das Zentrum Liberale Moderne und die WirtschaftsWoche schreiben 2026 wieder den Essaypreis „Wirtschaft und Demokratie“ aus, der in zwei Kategorien vergeben wird. Die prämierten Texte werden in der WirtschaftsWoche veröffentlicht und im Herbst präsentiert. Der Preis wird von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der prognos AG finanziert.
2026 ist mehr denn je ein entscheidendes Jahr für die liberale Demokratie. Populismus und Autoritarismus setzen sie weltweit unter Druck. Der fortdauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie die jüngsten US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran tragen maßgeblich zu einer zunehmenden sicherheitspolitischen Instabilität und zu wirtschaftlichen Belastungen in Europa und weltweit bei. Hinzu kommen notwendige Anstrengungen zur Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit. Dies alles betrifft Europa unmittelbar und damit auch Deutschland, dem als größtes EU-Mitglied eine Schlüsselrolle zukommt: Es muss seine liberale Demokratie stärken und bewahren, wirtschaftliche und sozialpolitische Reformen vorantreiben und auf die globalen Machtverschiebungen reagieren. Hinzu kommen die ökologische Transformation sowie die Digitalisierung, welche große Herausforderungen für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft bereithalten. Damit stellt sich 2026 mehr denn je die Frage, wie eng das Schicksal von liberaler Demokratie und Marktwirtschaft miteinander verbunden ist.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen wollen wir wissen: Was verbindet die beiden Sphären Wirtschaft und Demokratie, was trennt sie? Wie sollte ein Zusammenspiel beider aussehen, das der Gesellschaft im Jahr 2026 nützt? Wie lassen sich Klimawandel und Digitalisierung mit demokratischen Mechanismen vereinbaren? Muss das Verhältnis von Staat und Markt, von Politik und Wirtschaft neu definiert werden? Wie umgehen mit autoritären Regimen? Bedingen sich liberale Demokratie und Marktwirtschaft gegenseitig oder ist das eine auch ohne das andere dauerhaft möglich?
In den Essays können diese oder andere Fragen zum Themenfeld sowohl aus der Makroperspektive als auch aus der Mikroperspektive, als globales Panorama ebenso wie exemplarisch auf einzelne Unternehmen, Regionen oder Fallbeispiele zugespitzt diskutiert werden.
Der Essaypreis „Wirtschaft und Demokratie“ soll die öffentliche Debatte über Wechselwirkungen von Demokratie und Wirtschaft anregen. Mit dem Essaypreis und zwei Nachwuchspreisen werden herausragende publizistische Beiträge gewürdigt und Nachwuchs-Autorinnen und Autoren gefördert.
Eine Jury aus Vertreter/innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Journalismus beurteilt die Einsendungen nach Relevanz des Themas, der Originalität des Ansatzes sowie der Tiefe und stilistischen Qualität der Argumentation.
1. Essaypreis „Wirtschaft und Demokratie“
Mit dem „Essaypreis Wirtschaft und Demokratie“ wird ein herausragender Text ausgezeichnet, der das Wechselverhältnis zwischen Demokratie und Wirtschaft auf originelle und meinungsbildende Weise beleuchtet. Der Preis würdigt einen Essay, der durch sprachliche Brillanz, analytische Tiefe und politische Relevanz die öffentliche Debatte befruchtet.
Dieser Preis richtet sich an professionelle Autor/innen, Journalist/innen, Essayist/innen, Publizist/innen, Wissenschaftler/innen und Hochschullehrer/innen.
Bewerbungskriterien
- Originaltexte (Texte wurden zuvor nicht publiziert)
- Essay: max. 10.000–12.000 Zeichen inkl. Leerzeichen
- Sprache: Deutsch
- Einsendeschluss: 31. August 2026
Der Essaypreis „Wirtschaft und Demokratie“ ist mit 3.000 Euro dotiert.
2. Rising Minds Essaypreis „Wirtschaft und Demokratie“
Der Nachwuchspreis richtet sich an junge Menschen, die sich mit kritischem Blick und kreativen Ideen mit den Wechselwirkungen zwischen Demokratie und Wirtschaft auseinandersetzen. Studierende, Promovierende, Berufseinsteiger/innen und junge Wissenschaftler/innen können Beiträge für diese Kategorie einreichen.
Bewerbungskriterien
- Studierende sowie Berufseinsteiger/innen (bis drei Jahre nach Berufseinstieg) oder Wissenschaftler/innen bis zur Einreichung der Dissertation
- Originaltexte (Texte wurden zuvor nicht publiziert)
- Essay: max. 10.000–12.000 Zeichen inkl. Leerzeichen
- Sprache: Deutsch
- Einsendeschluss: 31. August 2026
Der Rising Minds Essaypreis „Wirtschaft und Demokratie“ ist mit insgesamt 3.000 Euro dotiert:
- 1. Preis: 2.000 Euro
- 2. Preis: 1.000 Euro
Die prämierten Texte werden in der WirtschaftsWoche veröffentlicht. Die Preisverleihung findet im Herbst 2026 statt und bietet die Gelegenheit, die Texte einem breiten Publikum mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu präsentieren. Darüber hinaus können neben den prämierten Essays auch andere eingesandte Beiträge in geeigneter Form veröffentlicht werden.
Bitte reichen Sie Ihren Text mit einer Länge von maximal 12.000 Zeichen bis zum 31.08.2026 über essaypreis(at)libmod.de ein. Die Einreichung von Texten mit mehreren Autor/innen ist möglich.
Kontakt
- Alexander Schwitteck
Tel.: +49 30 13 89 36 21
alexander.schwitteck(at)libmod.de - Christina Russmann
Tel.: +49 577 12 58 42
christina.russmann(at)libmod.de - essaypreis(at)libmod.de
Zentrum für die liberale Moderne gGmbH (LibMod)
Reinhardtstr. 15
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