Deadline: 30.05.2026
Gesundheit, Care und Männlichkeit – intersektionale Verflechtungen qualitativ erkunden
Call for Papers für einen Workshop vom 3. bis 4. Dezember 2026 in Fulda. Deadline: 30. Mai 2026
Obwohl Männlichkeit, Gesundheit und Care jeweils zentrale Felder sozial-, kultur- und gesundheitswissenschaftlicher Forschung darstellen, werden ihre wechselseitigen Verflechtungen bislang nur selten gemeinsam untersucht. Der Workshop nimmt diese Zusammenhänge ausgehend von qualitativen Forschungszugängen – theoretisch, methodologisch, methodisch oder empirisch – in den Blick. Ziel ist es, gesundheitswissenschaftliche Perspektiven, Care-Ansätze und kritische Männlichkeitsforschung miteinander ins Gespräch zu bringen, ohne sie auf eine einheitliche Haltung zu reduzieren. Denn auch diese Ansätze sind von Dis-/Kontinuitäten geprägt.
Gemeinsamer Ausgangspunkt aller Beiträge ist die Annahme, dass gesellschaftliche Wirklichkeit kulturell durchdrungen ist. Vor diesem Hintergrund fragen wir danach, wie Care, Männlichkeit und Gesundheit in Praktiken hervorgebracht, bearbeitet, verhandelt, repräsentiert, gespürt oder erfahren werden. Durch welche Prozesse – etwa der Verkörperung, Institutionalisierung, Subjektivierung und Vergesellschaftung – werden Verflechtungen von Care-, Männlichkeits- und Gesundheitsordnungen sichtbar? Und wie sind diese mit sozialen Ungleichheitsverhältnissen verbunden?
Der Workshop lädt dazu ein, diese Fragen gemeinsam anhand konkreten Datenmaterials – etwa aus Schreibprojekten, Texten, Poster oder Working Papers – zu diskutieren und neue Perspektiven zu eröffnen. Dabei sind ausdrücklich auch unfertige Arbeiten willkommen. Beiträge mit unterschiedlichen Bezügen – etwa aus dem New Materialism, den Affect Studies, den Postcolonial Studies oder verwandten Ansätzen – sind in jeder Hinsicht erwünscht.
Ziel des Workshops ist es zudem, Forschende – insbesondere Early Career Researcher (ECR) aus hessischen Hochschulen – miteinander zu vernetzen und den Austausch auch über einzelne Standorte und Forschungsfelder hinaus zu stärken. Der Workshop – in Kooperation mit dem gFFZ – findet an der HS Fulda am 3. Dezember und am 4. Dezember 2026 statt. Beiträge von Forschenden aus anderen Regionen und institutionellen Kontexten sind herzlich eingeladen ein Abstract einzureichen.
Bitte senden Sie ein Abstract (max. 200 Wörter) unter Angabe der Form des Materials (Working Paper/Texte, Datenmaterial, Poster) sowie eine Kurzvita mit Angaben zu aktueller Position, ggf. institutioneller Anbindung und Forschungsschwerpunkten (2–3 Zeilen) bis zum 30.05.2026 an folgende E-Mail-Adressen: janet-lynn.holz(at)gw.hs-fulda.de, haag.h(at)gffz.de, eva.tolasch(at)gw.hs-fulda.de. Es besteht die Möglichkeit der Übernahme von Reisekosten für ECR. Organisationsteam: Janet-Lynn Holz, Eva Tolasch und Hanna Haag