Deadline: 16.10.2026

Instrumentenentwicklung und Survey-Experimente im Fokus

Call for Contributions für ein Mixed-Methods-Forum & eine PhD-Werkstatt vom 17. bis 19. Februar 2027 in Osnabrück. Deadline: 16. Oktober 2026

Die Mixed-Methods-Forschung ist mittlerweile ein in den Geistes- und Sozialwissenschaften über Fachgesellschaften, Journals und einschlägige Methodenliteratur institutionalisiertes Forschungsfeld. Während in der primär quantitativ ausgerichteten Sozialforschung seit einigen Jahren Techniken wie beispielsweise Think-Aloud oder Probing etabliert sind, sind Mixed-Methods-Designs in der qualitativen Forschung nicht in gleicher Weise verankert. Die qualitative Vignettenforschung, die methodologische Grundlagen mit der quantitativen Vignettentechnik teilt, stellt eine Ausnahme dar. Auch aus diesem Grund möchten wir im Rahmen des Sozial-wissenschaftlichen Mixed-Methods Forums theoretische, methodische und empirische Fra-gestellungen im Rahmen von Mixed-Methods-Forschung bündeln und über Chancen und Herausforderungen von Mixed-Methods-Ansätzen diskutieren. 

Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung von Instrumenten in einem MMR-Design und die Integration von Survey-Experimenten (u.a. Conjoints, Vignetten) in qualitative Forschungsprojekte. Beide Aspekte stellen eine Herausforderung für die Mixed-Methods-Forschung dar, was maßgeblich auf die differente Logik quantitativer und qualitativer Forschung zurückzuführen ist: Welche Gütekriterien lassen sich z.B. für MMR-Designs heranziehen? Und wie lassen sich die interne und externe Validität von MMR-Designs bestimmen? Obwohl beide Aspekte für Mixed-Methods-Ansätze von zentraler Bedeutung sind, werden sie weder im Rahmen von Publikationen noch auf Tagungen umfänglich diskutiert. An dieser Leerstelle setzen wir mit dem Mixed-Methods-Forum und unserer PhD-Werkstatt an. 

Mögliche Themenschwerpunkte im Rahmen eines Vortrags oder einer Posterpräsentation können sein: 

1) Neuentwicklung von Instrumenten: 

  • Verfahren zur Entwicklung von Instrumenten in einem MMR-Design 
  • Methodische Strategien zur Validierung neuer Instrumente 
  • Gütekriterien zur Instrumentenentwicklung 

2) Survey Experimente 

  • Bedeutung von MMR für die Konstruktion von Conjoint- und Vignettenexperimenten 
  • Validitätssteigerung von Experimenten durch die Vermeidung von impliziter Normativität durch MMR-Ansätze 
  • Steigerung von externer Validität durch MMR-Designs 
  • Kontextualisierung und Mechanismusorientierung in MMR-Designs 
  • Vereinbarkeit von Randomisierung und Flexibilität in MMR-Designs 
  • Verknüpfung von experimentellen Manipulationseffekten mit qualitativen Daten 

Wir freuen uns sehr, dass wir Nicole Burzan, Andrea Hense und Susanne Vogl als Expertinnen für unsere Veranstaltung gewinnen konnten. Das Forum am 18. und 19. Februar 2027 bringt theoretische Arbeiten sowie empirische Befunde von Forschenden aller Qualifikationsstufen mit methodenpluralen Herangehensweisen zusammen. Auch erwünscht sind Beiträge von Doktorand:innen, die ihr Promotionsvorhaben vorstellen und diskutieren möchten.

Neben dem Forum ist unsere PhD-Werkstatt am 17. Februar 2027 für Doktorand:innen eine weitere Möglichkeit, um Promotionsvorhaben oder Teilprojekte ausführlich mit erfahrene:n Wissenschaftler:innen und anderen Promovend:innen zu diskutieren. 

Wir bitten darum, aussagekräftige Vortrags- oder Posterangebote für die Konferenz (maximal 1 Seite) mit dem Betreff „Abstract MM-Forum 2027“ bei Katrin Golsch (katrin.golsch(at)uni-osnabrueck.de) und Romy Kemper (romy.kemper(at)uni-osnabrueck.de) einzureichen. Vortragsangebote für die Teilnahme an der PhD-Werkstatt (maximal 1 Seite) richten Sie mit dem Betreff „Abstract PhD-Werkstatt MM-Forum 2027“ an Ayhan Adams (ayhan.adams(at)uni-osnabrueck.de) und Anna Lotte Klennert (annalotte.klennert(at)uni-osnabrueck.de). Doktorand:innen sind ausdrücklich eingeladen, sich für beide Teile der Veranstaltung zu bewerben. Die Einreichungsfrist ist der 16.10.2026. 

Organisator:innen: 

  • Katrin Golsch 
  • Kai Olaf Maiwald 
  • Joanna Fröhlich 
  • Rabea Mette 
  • Ayhan Adams 
  • Romy Kemper 
  • Anna Lotte Klennert 
  • Selma Wiebke Ruß 

Die Veranstaltung wird gefördert mit Mitteln aus zukunft.niedersachsen, dem gemeinsamen Wissenschaftsförderprogramm des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung.

Zum Call for Papers (PDF)

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