Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in (Postdoc) im Projekt „INFRADEM – Digitale Infrastrukturen demokratisch gestalten“
Stellenausschreibung der Universität Oldenburg. Deadline: 24. Oktober 2026
Vergütung: E13 TV-L
Stellenumfang: 100% (teilzeitgeeignet)
Einrichtung: Institut für Philosophie (Fakultät IV – Human- und Gesellschaftswissenschaften)
Beschäftigungsbeginn: 01.01.2027
Befristet: bis 31.08.2030
Über uns
Die Abteilung Ethik der Digitalisierung am Institut für Philosophie der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Leitung: Prof. Dr. Anna-Verena Nosthoff) besetzt zum 1. Januar 2027 eine PostDoc-Stelle im drittmittelfinanzierten Forschungsprojekt „INFRADEM – Digitale Infrastrukturen demokratisch gestalten“, das von der VolkswagenStiftung gefördert wird.
Die Forschung der Abteilung beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen digitaler Technologien. Zu ihren Schwerpunkten gehören der Einfluss großer Technologieunternehmen auf demokratische Gesellschaften, die digitale Transformation der Öffentlichkeit, die Ethik und Politik immersiver Technologien sowie neue Formen des technologischen Autoritarismus und dessen ideologische Grundlagen.
Das Projekt INFRADEM
Digitale Infrastrukturen prägen zunehmend gesellschaftliche Kommunikation, politische Teilhabe und öffentliche Entscheidungsprozesse. Zugleich werden zentrale technologische Systeme – von Plattformen über Cloud-Infrastrukturen bis hin zu KI-Anwendungen – überwiegend von wenigen privaten Akteuren entwickelt und kontrolliert. INFRADEM untersucht, wie digitale Infrastrukturen demokratischer gestaltet werden können und welche institutionellen, politischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen hierfür notwendig sind.
Das transdisziplinäre Forschungs- und Innovationsprojekt verbindet wissenschaftliche Grundlagenforschung mit praxisorientierter Entwicklung. Gemeinsam mit Partnerinstitutionen aus Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden werden demokratische Designkonzepte für digitale Infrastrukturen, Modelle partizipativer Selbstverwaltung sowie konkrete politische Handlungsempfehlungen entwickelt.
Das Projekt wird in Kooperation mit der Universität Luxemburg, der Universität Paderborn, CeMAS und Waag Futurelab durchgeführt und über fünf Jahre von der VolkswagenStiftung gefördert.
Ihre Aufgaben
- Mitwirkung an der wissenschaftlichen und strategischen Koordination des Verbundprojekts
- Konzeption, Organisation und Durchführung von Workshops und Austauschformaten mit den internationalen Projektpartner*innen
- Eigenständige Forschung zu Machtverhältnissen und Demokratisierung digitaler Infrastrukturen sowie zu techno-politischen Ideologien und ausgewählten Akteurskonstellationen
- Entwicklung wissenschaftlicher Publikationen und projektbezogener Forschungsergebnisse
- Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Formate für Politik, Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit gemeinsam mit dem Projektteam
- Mitwirkung an der Wissenschaftskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit des Projekts
Ihr Profil
Erforderlich ist / Einstellungsvoraussetzungen
- Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master, Diplom (Uni)) in Philosophie oder einem vergleichbaren Fachgebiet
- Abgeschlossene Promotion oder mindestens eingereichte Dissertation in Philosophie, Science and Technology Studies (STS), Medienwissenschaft, Sozial- oder Politikwissenschaft oder einem verwandten Fachgebiet
- Einschlägige Publikationserfahrung in mindestens einem der folgenden Bereiche:
- kritische Digitalisierungsforschung,
- Demokratietheorie
- Philosophie oder Ethik der Digitalisierung,
- Infrastrukturforschung,
- Technikphilosophie,
- Macht- und Demokratietheorie digitaler Technologien oder einem vergleichbaren Forschungsfeld
- Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift (mindestens Niveau C1)
Erwünscht sind / von Vorteil sind
- Erfahrung in der Zusammenarbeit in interdisziplinären und internationalen Forschungsverbünden
- Erfahrung in der Mitarbeit oder Koordination von Drittmittelprojekten
- Interesse an transdisziplinärer Forschung und Wissenschaftskommunikation
- Selbstständige, strukturierte Arbeitsweise sowie ausgeprägte Team- und Organisationsfähigkeit
Wir bieten
- Mitarbeit in einem international vernetzten und interdisziplinären Forschungsprojekt mit hoher gesellschaftlicher Relevanz und öffentlicher Sichtbarkeit
- Ein exzellentes wissenschaftliches Umfeld an der wachsenden Abteilung Ethik der Digitalisierung
- Enge Zusammenarbeit mit renommierten Partnerinstitutionen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft
- Möglichkeiten zur eigenständigen wissenschaftlichen Profilbildung sowie zur Publikations- und Konferenztätigkeit
- Ein familienfreundliches Arbeitsumfeld, flexible Arbeitszeiten und die Vorteile des öffentlichen Dienstes
- Möglichkeit der Affiliierung am Critical Data Lab (Humboldt Universität Berlin/ Universität Oldenburg) und die dortige Vernetzung
- Möglichkeit, bei den beteiligten internationalen akademischen und nichtakademischen Projektpartnern Forschungs-, oder, falls gewünscht, Praxisaufenthalte zu absolvieren
Unser Anspruch
Die Carl von Ossietzky Universität strebt an, den Frauenanteil im Wissenschaftsbereich zu erhöhen. Deshalb werden Frauen nachdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Gem. § 21 Abs. 3 NHG sollen Bewerberinnen bei gleichwertiger Qualifikation bevorzugt berücksichtigt werden. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.
Kontakt
Fragen zur Stelle beantwortet Ihnen gerne Prof. Dr. Anna-Verena Nosthoff, anna-verena.nosthoff(at)uni-oldenburg.de
Jetzt bewerben
Bitte senden Sie bis zum 24.10.2026 Ihre Bewerbung an anna-verena.nosthoff(at)uni-oldenburg.de sowie an institut.philosophie(at)uni-oldenburg.de.
Neben den üblichen Unterlagen (CV, Zeugnisse/Nachweise, Publikationsliste, Lehrveranstaltungsliste, Liste eingeworbener Drittmittel etc.) sind Sie eingeladen, folgende Dokumente beizufügen:
- ein Positionspapier (maximal 2 Seiten/3.000 Zeichen), in dem Sie Ihre Qualifikation mit den Aufgaben der Stelle verbinden.
Bewerbungen richten Sie bitte in einem einzigen PDF-Dokument mit dem Stichwort „PostDoc INFRADEM“ an Prof. Dr. Anna-Verena Nosthoff.
Reisekosten, die im Rahmen der Vorstellungsgespräche entstehen, können leider nicht erstattet werden. [Die Gespräche finden voraussichtlich online statt.]