Diskussion
GIGA Talk Dschihadismus in Subsahara-Afrika: Gegenstrategien und Deutschlands Rolle
Eine Anmeldung ist erforderlich.
Mit den dschihadistischen Attacken im April 2026 hat sich die Lage in Mali dramatisch verschärft. Dies ist Teil eines größeren Trends: Dschihadismus hat in Afrika seit Mitte der 2000er-Jahre deutlich zugenommen, mit Schwerpunkten in Ost-, West- und Zentralafrika. Die Gewalt überschreitet Grenzen und hat über 190.000 Todesopfer gefordert. Zudem trägt Dschihadismus zu politischer Instabilität und Putschen bei und breitet sich immer weiter aus.
Die meisten Gruppen werden dem „Islamischen Staat“ oder Al-Qaida zugeordnet, sie koordinieren sich jedoch oft nicht und rivalisieren sogar. Neben religiöser Ideologie spielen weitere Motive eine Rolle, zudem nutzen die Terrorgruppen lokale Konflikte strategisch für ihre Zwecke.
Der GIGA Talk thematisiert zentrale Treiber wie Ideologie, mangelnde staatliche Leistungen und ökonomische und politische Benachteiligung. Zudem diskutiert er, wie wirksame Gegenstrategien und Beiträge Deutschlands und Europas aussehen können.
Referent:innen:
- Prof. Dr. Matthias Basedau ist Direktor des GIGA Institut für Afrika-Studien Er analysiert politische Institutionen und Konflikte in Afrika; externe Akteure in Afrika. Er ist Leiter von Forschungsprojekten zu Religion, Frieden und Konflikt.
- Dr. Claudia Breitung ist Technische Beraterin und Senior Researcher bei BICC – Bonn International Centre for Conflict Studies gGmbH, Expertin für DDR-Programme (Disarmament, Demobilisation, and Reintegration) in der Sahelzone und in Nigeria.
- Dr. Susanne Conrad ist Länderreferentin für Recht und Sicherheit sowie anglophones Westafrika in der Abteilung Subsahara-Afrika der Konrad-Adenauer-Stiftung.
- Christoph Schmid, MdB ist SPD-Mitglied im Verteidigungsausschuss und Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Mitglied der Initiative „Focus Sahel“.
Moderatorin: Mira Demirdirek ist Expertin für die Afrikapolitik von MENA-Staaten am GIGA Institut für Nahost-Studien.