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Aus Politik und Zeitgeschichte 72 (2022), 23-25

Risikokompetenz

Seit es den Menschen gibt, ist er mit Gefahren und Unsicherheiten konfrontiert. Während wir durch die Aneignung von Wissen im Prinzip mit Gefahren wie Krankheit, Erdbeben oder Hochwasser umzugehen gelernt haben, scheint die Bearbeitung selbstproduzierter Risiken – atomare Strahlung, Schadstoffe in Luft und Lebensmitteln, Massenvernichtungswaffen oder menschengemachter Klimawandel – ungleich schwieriger zu sein.

Ein angemessener Umgang mit Risiken erfordert nicht nur individuelle, sondern auch kollektive Risikokompetenzen. Wie die jüngsten Krisen – Coronapandemie, Klimakrise, Krieg in der Ukraine – gezeigt haben, führt die nicht immer optimale Reaktion auf Krisen und Risiken zu gesellschaftlichen Problemlagen und Konflikten, die für die Demokratie selbst zum Risiko werden können.

INHALT

Sascha Kneip
Editorial

Wolfgang Bonß
Von magischen Praktiken zu systemischen Risiken. Geschichte und Bedeutung des Risikobegriffs

Juliana Raupp
Reden über Risiken. Risikokommunikation in krisenhaften Zeiten

Martin Voss
Institutionelles Risikomanagement

Gerd Gigerenzer
Psychologie des Risikos. Warum eine freie Gesellschaft risikokompetente Bürger braucht

Julian Nida-Rümelin/Nathalie Weidenfeld
Urteilskraft und Risiko. Von der Sehnsucht nach Konformität in Krisenzeiten

Ursula Münch
Über den Umgang mit Risiken in der Politik

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