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Aus Politik und Zeitgeschichte 72 (2022), 28-29

Krieg in Europa

Am 24. Februar 2022 drang das russische Militär aus mehreren Richtungen in die Ukraine ein und begann damit eine "militärische Spezialoperation", wie es offiziell im Kreml heißt, um das Nachbarland zu "entmilitarisieren" und zu "entnazifizieren". In der Wahrnehmung vieler Westeuropäer kehrte mit diesem Tag der Krieg nach Europa zurück.

Tatsächlich markiert der 24. Februar weniger einen Beginn als vielmehr eine neue Eskalationsstufe: Bereits seit 2014 befinden sich russische Truppen auf ukrainischem Boden; der Annexion der Krim folgten damals jedoch keine weitreichenden Konsequenzen. Die neuerliche russische Invasion hat die europäische Sicherheitsordnung zerstört – was auf sie folgt, ist kaum abzusehen.

INHALT

Johannes Piepenbrink
Editorial

Herfried Münkler
Die europäische Nachkriegsordnung. Ein Nachruf - Essay

Claudia Major/Christian Mölling
Europas neue (Un-)Sicherheit. Von der Friedens- zur Konfliktordnung

Andrii Portnov
Im Osten nichts Neues. Was der Westen übersah – oder ignorierte - Essay

Jan Claas Behrends
Unter dem deutschen Radar. Die postsowjetischen Kriege 1991 bis 2022

Anna Veronika Wendland
Zur Gegenwart der Geschichte im russisch-ukrainischen Krieg

Fabian Burkhardt
Das System Putin. Regimepersonalisierung in Russland und der Krieg gegen die Ukraine

Jessikka Aro
Desinformation als Waffe. Über einen Krieg, den Russland seit Jahren führt

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