Zeitschrift | Ausgabe
Aus Politik und Zeitgeschichte 72 (2022), 34-35
Gentechnik
Die "Genschere" CRISPR/Cas9 erlaubt einen relativ leicht zu handhabenden und vor allem punktgenauen Eingriff ins Erbgut, um einzelne Bausteine zu entfernen oder auszutauschen – und das in allen Organismen. Das 2012 beschriebene Instrument bedeutet nicht nur einen enormen Fortschritt für die Gentechnik, sondern verschiebt auch den Diskursrahmen der öffentlichen Debatten rund um gentechnologische Anwendungen.
In Deutschland und Europa sehen viele Menschen den Einsatz von Gentechnik mit Skepsis. Insbesondere bei der Produktion von Lebensmitteln reichen die Vorbehalte bis hin zu vehementer Ablehnung.
INHALT
Anne-Sophie Friedel
Editorial
Juliette Irmer
Von A wie "Adenin" bis Z wie "Züchtung". Eine Einführung in die Gentechnologie
Samia Salem
Am Anfang war die Erbse. Kleine Geschichte der Gentechnik und ihrer Rezeption
Thomas Thum
"Wir dürfen da noch sehr viel erwarten". Ein Gespräch über medizinische RNA-Forschung und -Therapien
Sigrid Graumann
Ende des Schicksals? Genomeditierung in der Medizin
Katharina Schreiber
Recht vs. Naturwissenschaften? Die Debatte zur Regulierung grüner Gentechnik in der EU
Ortwin Renn
Die große Verunsicherung. Zur Resonanz grüner Gentechnik in der deutschen Bevölkerung