Zeitschrift | Ausgabe
Aus Politik und Zeitgeschichte 72 (2022), 40-41
Internationale Sicherheit
Der russische Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022 markiert den endgültigen Abschied Moskaus von der europäischen Sicherheitsordnung, die auf Zusammenarbeit entlang von Prinzipien wie staatlicher Souveränität, der Unverletzlichkeit von Grenzen und einer friedlichen Konfliktlösung basierte.
Vor diesem Hintergrund stellen sich die großen Fragen der internationalen Sicherheitspolitik mit neuer Dringlichkeit. Denn die vielzitierte "Zeitenwende" geht über einen Bruch in Europa weit hinaus. Sie bedeutet das Ende der kooperativen regelbasierten internationalen Ordnung, wie sie nach dem Kalten Krieg beschworen wurde, die nun einer neuen Form des Systemwettbewerbs in einem multipolaren Kontext weicht.
INHALT
Anne-Sophie Friedel
Editorial
Amrita Narlikar
"Verbindungen, die zum Frieden beitragen sollen, werden zu Waffen". Fragen zum Krieg in der Ukraine, dem Globalen Süden und zur Zukunft der internationalen Ordnung
Jana Puglierin
Wohin führt der "Epochenbruch"? Konturen einer neuen Ordnung für Europas Sicherheit
Lothar Brock, Hendrik Simon
Vom Krieg zum Frieden. Vertrauen im Konflikt
Jonas Schneider
Ende der Abrüstung. Nukleare Rüstungskontrolle heute
Daniel Jacobi, Jens Bartsch, Gunther Hellmann
Vertrautes Misstrauen. Perspektiven eines nachhaltigen Multilateralismus
Heinz Gärtner
Zwischen den Blöcken. Neutralität und Bündnisfreiheit
Florian Krampe
Klimawandel und internationale Sicherheit