Zeitschrift | Ausgabe

Aus Politik und Zeitgeschichte 72 (2022), 43-45

Chinas neue Seidenstraße

Im September 2013 kündigte Chinas Staatspräsident Xi Jinping eine "neue Seidenstraße" an, die auf den Ausbau von Infrastruktur und die Stärkung wirtschaftlicher Beziehungen in Eurasien zielte. Einen Monat später folgte die Vorstellung einer "maritimen Seidenstraße des 21. Jahrhunderts"; 2017 kam eine weitere Seeroute, diesmal in der Arktis, hinzu.

Geografisch geht die BRI heute weit über Asien und Europa hinaus. Auch inhaltlich hat sich das Feld erweitert: Ging es anfangs um den Bau und die Finanzierung von Infrastrukturprojekten, sind mittlerweile digitale, "grüne" und auf das Gesundheitswesen bezogene Maßnahmen hinzugekommen. Strittig ist, wie erfolgreich die Initiative jenseits der chinesischen Propaganda tatsächlich ist und welche Bedeutung sie geopolitisch (noch) hat.

INHALT

Anne Seibring
Editorial

Anja D. Senz
Von Gürteln, Straßen und Ambitionen. China und die neuen Seidenstraßen

Nadine Godehardt
Andocken – Diskursmacht – Versicherheitlichung. Chinas geopolitischer Code und die Belt and Road Initiative

Jonathan Holslag
Im Wettstreit um Konnektivität

Thomas O. Höllmann
Transfer und Transformation. Das alte China und die Seidenstraße

Andreas Renner
Die polare Seidenstraße. Zeitenwende im Eismeer?

Jacob Mardell
Seidenstraße vor Ort. Einblicke in ausgewählte Projekte

Min Ye
Nach der Pandemie. Zur innenpolitischen Logik der Belt and Road Initiative

Alle Ausgaben von

Aus Politik und Zeitgeschichte

Über die Zeitschrift und weitere Ausgaben

Newsletter