Zeitschrift | Ausgabe
Aus Politik und Zeitgeschichte 72 (2022) 51-52
Bauen und Wohnen
Zwar kennt das Grundgesetz kein "Recht auf Wohnen", die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und der UN-Sozialpakt verpflichten den Gesetzgeber gleichwohl dazu, alles in seiner Macht stehende zu tun, um Wohnungslosigkeit zu verhindern, eine ausreichende Verfügbarkeit von Wohnraum sicherzustellen, Wohnkosten auf ein erträgliches Maß zu begrenzen und Diskriminierungen vorzubeugen.
Die Realität sieht freilich anders aus: Wohnraum ist vor allem in Großstädten zur Mangelware geworden und für viele kaum mehr zu bezahlen; die Verfügbarkeit barrierefreier Wohnungen liegt weit unter dem tatsächlichen Bedarf. Bis zu einer sozial und ökologisch verträglichen Bau- und Wohnungspolitik ist es noch ein weiter Weg.
Sascha Kneip
Editorial
Fabian Korner, Merve Yıldırım
Architektur (Er)Sinnen. Ein Spaziergang mit einer Architektin, einem blinden Kulturwissenschaftler und der Stadt
Max-Christopher Krapp
Wohnungspolitische Instrumente ohne Wirkung? Aktuelle Herausforderungen der sozialen Absicherung des Wohnens
Norbert Hiller, Oliver Lerbs
Generation Miete. Wohnungspolitik, Wohneigentum und Städtebau im Spannungsverhältnis
Miriam Neßler, Anton Brokow-Loga
Umverteilung statt Neubau. Skizze einer sozialökologischen Wohnungspolitik
Justus Enninga, Stefan Kolev
"Nicht in meinem Kiez!". Wohnen, Widerstand und soziale Zielkonflikte
Corinna Hölzl, Henning Nuissel
Marktferne Eigentumsmodelle. Potenziale und Grenzen gemeinwohlorientierter Immobilienentwicklung
Dirk Löhr
Bezahlbares Wohnen. Der steinige Weg über das kommunale Bodeneigentum
Jens Wietschorke
Wien ist anders? Das Modell Gemeindebau