Zeitschrift | Ausgabe
Aus Politik und Zeitgeschichte 73 (2023), 15-16
Träume
Martin Luther Kings "I Have a Dream"-Rede zählt zu den ikonischen Reden des 20. Jahrhunderts. Wie kaum eine andere Rede brachte sie eindringlich den Anspruch der liberalen Demokratie zum Ausdruck, rassistische Diskriminierungen zu bekämpfen und alle Bürgerinnen und Bürger rechtlich und faktisch gleich zu behandeln.
Der Traum von einer anderen, besseren Gesellschaft umfasst aber nicht nur die Hoffnung auf ein diskriminierungsfreies Zusammenleben, sondern auch den Wunsch nach inklusiver Bildung, geschlechtergerechten Gesellschaftsstrukturen, einer wertschätzenden Arbeitswelt, legitimen Verteilungsmechanismen oder einem wirksamen Umwelt- und Klimaschutz. Gemeinsam ist all diesen Träumen, dass sie sich nicht von alleine verwirklichen.
Sascha Kneip
Editorial
Michael Hochgeschwender
Eine Rede und ihre Folgen. 60 Jahre „I Have a Dream“
Eva Marlene Hausteiner
Politik der Träume. Herrschaftseingebungen und Gemeinschaftsvisionen seit der Antike
Düzen Tekkal
"Ich habe einen German Dream der Vielen". Ein Gespräch über „Integration“, deutsche Debatten – und deutsche Träume
Sara Weber
Schöne neue Arbeitswelt
Jenny Stümer
Vom Ende der Welt. Apokalypse als kulturpolitische Methode
Bernward Gesang
Klimaschutz neu geträumt. Was der Staat und der Einzelne tun können, um effizient zu sein
Weert Canzler, Theresa Pfaff
Der Traum von der freien Straße – noch nie so wertvoll wie heute