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Aus Politik und Zeitgeschichte 73 (2023) 20-21

1953

Am 17. Juni 1953 protestieren über eine Million Menschen in der DDR. Doch der Volksaufstand wird blutig niedergeschlagen; mindestens 55 Menschen kommen zu Tode, Tausende werden verhaftet. Für Herrschende wie Beherrschte wird der 17. Juni zu einem bis 1989 nachwirkenden Trauma.

Die Ereignisse in der DDR stehen im Kontext des Kalten Krieges: Die Zweiteilung der Welt zeigt sich auch andernorts immer deutlicher. In Korea wird nach drei Jahren Krieg zwar ein Waffenstillstand geschlossen, aber die Teilung des Landes langfristig zementiert. Auch in Iran, wo der gewählte Ministerpräsident Mossadegh aus dem Amt geputscht wird, spielt die globale Systemauseinandersetzung eine Rolle.

Johannes Piepenbrink
Editorial

Christian F. Ostermann
Zwischen Verhärtung und Entspannung. Der Kalte Krieg im Jahr 1953

Daniela Münkel
Der 17. Juni 1953. Trauma, Erinnerung, Aufarbeitung

Ralph Jessen
Entsichert, organisiert und erzogen. Die DDR-Gesellschaft der frühen 1950er Jahre

Sonja Levsen
Zwischen Konformität und Konflikt. Die westdeutsche Gesellschaft 1953

Katajun Amirpur
Ein iranisches Schicksalsjahr

Martin Wagner
Stalins Tod und das Ende der Allmacht. Zur Transformation totalitärer Herrschaft

Herman F. Achminow
Die Oberschicht in der Sowjetunion (Reprint von 1953)

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