Zeitschrift | Ausgabe
Aus Politik und Zeitgeschichte 73 (2023) 33-34
Whistleblowing
Das gezielte Aufdecken geheimer Informationen durch Insider („Whistleblowing“) wird innerhalb von Unternehmen, Organisationen und Behörden oft kritisch gesehen, die Enthüllung von Staatsgeheimnissen häufig sogar strafrechtlich verfolgt. Auch demokratische Rechtsstaaten tun sich schwer mit Whistleblowern und ihrem Tun.
In fast allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gibt es mittlerweile sogenannte Hinweisgeberschutzgesetze, mit denen eine entsprechende EU-Richtlinie zum Schutz von Whistleblowern in nationales Recht umgesetzt wird. Nicht nur das deutsche Umsetzungsgesetz nimmt dabei die Weitergabe von Geheiminformationen, die wesentliche Sicherheitsinteressen des Staates berühren, von diesem Schutz aus.
Sascha Kneip
Editorial
Heribert Prantl
Der kleine große Widerstand - Essay
Hannah Gurman, Kaeten Mistry
Whistleblowing Nation. Kleine Geschichte der Offenlegung von Staatsgeheimnissen
Bernhard W. Wegener
Staatsgeheimnisse verpfeifen? Whistleblowing im demokratischen Rechtsstaat
Christiane Siemes
Zwischen EU-Richtlinie und politischen Präferenzen. Das Gesetz zum Schutz von Whistleblowern
Iris Hermann
Von schmutzigen Vögeln und schwarzen Schafen. Zur sozialen Figur des Nestbeschmutzers
Nadja Maurer
Whistleblower und Beschwerdestellen bei der Polizei
Georg Mascolo
Im Dienst der Gesellschaft - Essay