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GENDER. Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft 16 (2024), 2

Intersektionalität und Soziale Arbeit – Rekonstruktionen, Analysen und Reflexionen

Ziel des Heftschwerpunktes ist es, theoretische, methodologische und empirische Beiträge vorzustellen, die das vielfältige und kritische Potenzial intersektionaler Perspektiven für Disziplin und Profession, Theorie und Praxis Sozialer Arbeit fruchtbar machen und dabei berücksichtigen, dass Soziale Arbeit selbst durch Macht- und Herrschaftsverhältnisse hervorgebracht wird und in solche Strukturen eingebettet ist.
Der Offene Teil enthält Beiträge zur kritischen Auseinandersetzung mit patriarchaler Geschichtsschreibung, zu Geschlechts- und Begehrensformationen in Dating-Apps, zur Bedeutung der Mutter-Sohn-Beziehung für die Herausbildung von Männlichkeit und eine historisch-medizinische Untersuchung zu Objekten der Empfängnisverhütung.
Vier Rezensionen geben Einblick in aktuelle Publikationen der Geschlechterforschung.

 

Vorwort: Intersektionalität und Soziale Arbeit – Rekonstruktionen, Analysen und Reflexionen 
Denise Bergold-Caldwell, Christiane Bomert, Judith Conrads, Christine Riegel 

Schwerpunkt/Essays 

(Un)Erhörte Kritik – intersektionale Betrachtungen zu elterlichen Aushandlungen in der postkolonialen Schweiz 
Lalitha Chamakalayil, Oxana Ivanova-Chessex 

Empirische Intersektionalitätsforschung im Spannungsfeld zwischen Rekonstruktion, Dekonstruktion und Reproduktion von sozialen Ausschlüssen 
Robel Afeworki Abay, Julia Cholewa, Annette Korntheuer 

Intersektionalität als Handwerksinstrument? Eine Analyse der Verwendung des Intersektionalitätsbegriffs im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ 
Steffen Loick Molina, Laura Meijer 

Orientierung an Empowerment und Powersharing als Konkretisierungsmöglichkeit intersektionaler Perspektiven in der (Offenen) Kinder- und Jugendarbeit 
Ioanna Menhard 

Zur (Un-)Möglichkeit, intersektional zu forschen. Entwicklung eines Fragenkatalogs zur Reflexion epistemischer Gewalt 
Sannik Ben Dehler 

Offener Teil/Essays: Open Part 

„Einige, die wenig von der Geschichte wissen …“ Lucrezia Marinellas La Nobiltà (1600/1601) – Frauengeschichte als Gegengeschichte 
Andrea Messner 

Dateability?! Begehrens- und Geschlechterkonstrukte in Infrastrukturen von Dating-Apps 
Sabine Gabriel, Patrick Leinhos 

Der verdeckte Wunsch männlicher Adoleszenter nach einer fürsorglichen Mutter-Sohn-Beziehung – eine Kritik der gesellschaftlichen Abwertung von Müttern und Weiblichkeit 
Nadine N. Başer, Sylka Scholz 

„Abgebrochenes Sterilett“ – eine objektzentrierte Geschichte von Schwangerschaftsverhütung und weiblichen Praktiken zur reproduktiven Selbstbestimmung in den 1930er-Jahren in Deutschland 
Karen Nolte 

Rezensionen/Book Reviews 

Reinhard Winter, 2022: Porno, Sex und Männlichkeit. Wie junge Männer ihre Sexualität schaffen. Unter Mitarbeit von Katharina Siedler, Lilia M. Steinmetz, Lisa Holzmann, Moritz Malmede, Pia Ewert und Sophia Hamdorf. Weinheim, Basel: Beltz Juventa. 276 Seiten. 25,00 Euro 
Karin Flaake

Christel Baltes-Löhr, 2023: Geschlecht als Kontinuum. Über das Aufbrechen binärer Ordnungen und über gelebte Pluralitäten. Bielefeld: transcript. 488 Seiten. 39,00 Euro 
Edda Mack 

Maike Wagenaar, 2023: Das Frauen- und Mutterbild im Nationalsozialismus und seine Auswirkungen bis heute. Eine sozialpsychologische Untersuchung zu unbewussten Übernahmen. Opladen: Budrich Academic Press. 287 Seiten. 38,90 Euro 
Anne Schlüter 

Dorothee Beck/Adriano José Habed/Annette Henninger (Hrsg.), 2024: Blurring Boundaries – ‘Anti-Gender’ Ideology Meets Feminist and LGBTIQ+ Discourses. Opladen: Verlag Barbara Budrich. 233 Seiten. 46,00 Euro 
Andreas Schulz-Tomančok 

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