Zeitschrift | Ausgabe

Leviathan 52 (2024), 1

50 Jahre Leviathan

Diese Ausgabe ist ein besonderes Heft in der Geschichte des Leviathan, die mittlerweile ein halbes Jahrhundert umfasst. Im Juni 2023 feierten wir den 50. Geburtstag unserer Zeitschrift in den Räumen und dem Garten des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, in dem die Redaktion seit 2008 beheimatet ist. Gegründet wurde sie von sechs jungen Wissenschaftlern als eine linke Zeitschrift, die sich aber absetzen wollte von dogmatisch marxistischen Projekten jener Zeit; als eine Zeitschrift der Sozialwissenschaft im Singular, die verschiedene Disziplinen und Perspektiven zusammenbringt; als eine Zeitschrift, die sich nicht allein an Wissenschaftler*innen, sondern auch an eine breitere politisch und gesellschaftlich interessierte Öffentlichkeit richtet.

Ließen sich die Gründungsansprüche erfüllen? Konnte sich der Leviathan als ein Medium nicht nur für rein wissenschaftliche Diskurse, sondern auch aktuelle Debatten der politischen Öffentlichkeit etablieren? Wie wird er innerhalb und außerhalb der Wissenschaften wahrgenommen? Kann er, wie es auch heute noch sein Motto ist, »eine breite Leserschaft aus Lehre und Forschung, Politik und Verwaltung, Publizistik und Medien« erreichen und »Brücken zwischen Theorie, Empirie und politischer Praxis« schlagen? Diese Fragen beschäftigten uns bei der Jubiläumsfeier und haben in einzelnen Beiträgen auch in dieses Heft Eingang gefunden.

 

INHALT

Editorial
Brücken schlagen zwischen Wissenschaft und politischer Praxis
S. 3-8

SCHWERPUNKT: 50 JAHRE LEVIATHAN

Reinhard Blomert
Warum Leviathan? Einblicke in Entstehung und Entwicklung einer sozialwissenschaftlichen Zeitschrift 
S. 9-16

Editorial (Gründungseditorial 1973) 
S. 17-23

Helmut König
Der Leviathan im »roten Jahrzehnt« – Rückblick: Die Zeitschrift im zeithistorischen Kontext der 1970er Jahre 
S. 24-43

AUFSÄTZE

Lukas Kübler und Patrizia Nanz
Die große Transformation: Zum Verhältnis von (Sozial-)Wissenschaft, Politik und Gesellschaft
S. 44-60

Tanita Jill Pöggel
Von der Flüchtlingshilfe zu antirassistischer Solidarität? Ambivalenzen politischer Solidarität in Pro-Geflüchteten-Protesten der 1980er Jahre in der BRD
S. 61-92

Daniel Lambach und Matthias Hofferberth
Post-Globalisierung: Konturen eines Epochenbruchs 
S. 93-118

ESSAY
Reinhard Mehring
Von Carl Schmitt zu Dugin und Putin? Geopolitische Deutungen des Ukraine-Krieges in neueren Publikationen 
S. 119-133

INTERVIEW
Julian Prugger und Nicki K. Weber
»Die Strategie muss also lauten: Organizing, Organizing, Organizing!« Ein Gespräch mit Sally Haslanger 
S. 134-159

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LEVIATHAN. Berliner Zeitschrift für Sozialwissenschaft

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