Zeitschrift | Ausgabe
Osteuropa 76 (2026), 1-2
In Ungarn hat nach 12 Jahren unter autoritärer Herrschaft ein demokratischer Machtwechsel von geopolitischer Bedeutung stattgefunden. Im Südkaukasus führen Russlands Krieg gegen die Ukraine und der Krieg im Nahen Osten zu neuer innen- und außenpolitischer Dynamik. Der Konflikt um die Straße von Hormus hat Auswirkungen auf Russlands Öleinnahmen. Obwohl Russland immer mehr unter dem von ihm selbst begonnen leidet, stellt sich die zur servilen Nobilität verkommene politische und wirtschaftliche Elite nicht gegen den Kriegskurs des Kreml. Diese und weitere Analysen zur dynamischen Entwicklung im Osten Europas in der neuen Osteuropa. Der Band hat 168 Seiten und kostet 24,00 Euro.
Sergej Lebedew
Straflosigkeit produziert Straflosigkeit
Kontinuität von Terror und Krieg in Russland 3
Timm Beichelt
Autoritarismus und seine Freunde
Zur Attraktivität einer Herrschaftsform 11
Katharina Raabe
Ein galizischer Sisyphos
Laudatio auf Juri Andruchowytsch 23
Umbrüche und Kontinuitäten
Kai-Olaf Lang
„Ein Plebiszit über die Zukunft des Landes“
Wahlkampf in Ungarn 31
Ellen Bos
Machtwechsel in Ungarn
Die Parlamentswahlen vom 12. April 2026 43
Roland Götz
Kaum gebremster Niedergang
Russlands Öleinnahmen und der Irankrieg 65
Alexandra Prokopenko
Die Logik der Loyalität
Russlands servile Technokraten 73
Zaur Gasimov
Balanceakt im Nebel des Krieges
Die Beziehungen zwischen Russland und Iran 83
Anna Gevorgyan
Tanz über Gräben
Armenien und der Krieg gegen den Iran 93
Uwe Halbach
Schwankungen und Spannungen
Innen- und Außenpolitik im Südkaukasus 101
Nikolay Mitrokhin
Russlands Krieg gegen die Ukraine
Wochenberichte März bis Mai 2026 125
Hans-Henning Schröder
Ideologie und Machtressource
Die „traditionellen Werte“ in Russland 149