Zeitschrift | Ausgabe

PROKLA 209

Die Linke zwischen Krise und Bewegung

Nach dem Wahldebakel der Partei DIE LINKE im Herbst 2021 sahen die einen die Linke als Ganzes am Abgrund. Andere sahen – etwa mit Blick auf soziale Bewegungen – eine erneuerte Linke am Horizont aufscheinen. Innerhalb dieses Spannungsfeldes von drohendem Niedergang und hoffnungsvollem Aufbruch diskutiert die PROKLA die Fragen: Was zeichnet die Krise der Linkspartei aus und woraus resultiert sie historisch? Welche Impulse geben soziale Bewegungen für eine gesellschaftliche Linke? Was lässt sich aus den Debatten um Klassen- und Identitätspolitik für die Linke schlussfolgern?
Die Ausgabe widmet sich deshalb nicht allein der Krise der Partei DIE LINKE, sondern verortet diese im Kontext einer insgesamt krisenhaften und geschwächten gesellschaftlichen Linken. Gleichzeitig sollte eine Krisenanalyse nicht nur darauf abzielen, Pessimismus zu verbreiten, sondern auch bestehende Möglichkeiten und produktive Momente aufzeigen, die aus dieser hinausführen. Das Heft kann somit als Suchbewegung gelesen werden, um unterschiedliche Konfliktlinien zu vermitteln und mögliche Auswege aus der Krise zu skizzieren.

INHALT

Editorial

Editorial: Die Linke zwischen Krise und Bewegung
PROKLA Redaktion
560-568

Artikel des Heftschwerpunkts

Aufbruch und Krise der LINKEN Zur Aktualität der Parteienkritik von Robert Michels und Bodo Zeuner
Raul Zelik
571-588

DIE LINKE und ihre Wählerinnen und Wähler Eine Geschichte des wechselseitigen Missverstehens?
Horst Kahrs
591-606

Die Krise der Partei DIE LINKE
Alex Demirović
607-628

Vergesellschaftung als Transformationsstrategie »Deutsche Wohnen & Co. enteignen« im diskursiven und politischen Kontext
Niklas Stoll
631-648

Erneuerung durch Protest Erfolge und Rückschläge der Linken in Chile
Jakob Graf
649-668

Einspruch

Wer hat Angst vor der »Identitätspolitik«?
Stephan Lessenich
671-682

Abseits des neoliberalen Pfads Warum die Mindestlohnrichtlinie ein richtiger Schritt für Europa ist
Felix Syrovatka
683-691

Artikel außerhalb des Schwerpunkts

»… darf’s ein bisschen mehr sein?« Die neue deutsche Aufrüstung
Jens Warburg
693-710

Wo der Staat zu suchen ist Antonio Gramscis Hegemonietheorie und queer-feministische Staatstheorie
Gundula Ludwig
711-731

Fiskalpolitische Zeitenwende in der Coronakrise? Die EU zwischen genuiner Fiskalunion und einem Jahrzehnt der Ultra-Austerität
Johannes Gerken
733-749

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