Zeitschrift | Ausgabe
PSYCHE 77 (2023), 1
Trauma und Dissoziation
Ausgehend von der Beobachtung, dass die Verdrängung die Dissoziation als primäre Abwehrreaktion auf ein schweres Trauma nach Freuds anfänglichen Überlegungen eher ersetzt als ergänzt hat und es in der Folge zu einem unnötigen Schisma zwischen Traumatheorien und dem Mainstream der Psychoanalyse gekommen ist, rollt Michael J. Diamond die Frage nach dem Trauma noch einmal auf: Um die Rolle der Dissoziation in primitiven psychischen Zuständen wieder in den Blick zu bekommen und eine stärker integrierte Herangehensweise an die psychoanalytische Technik zu ermöglichen, sei ein Verständnis der triadischen Natur des Traumas nötig, das die Faktoren der Triebökonomie, des strukturellen Konflikts und Defizits sowie der Objektbeziehung umfasse.
INHALT
Hauptartikel
Michael J. Diamond
Die Wiederkehr des Verdrängten. Dissoziation und Psychoanalyse der traumatisierten Psyche neu betrachtet
Kommentar
Riccardo Lombardi
Die Fokussierung auf das Verhältnis von Körper und Psyche in der Behandlung massiver Dissoziation. Kommentar zu Diamond
Michael J. Diamond
Lombardis Kommentar
Tagungsbericht
Benedikt Salfeld
Ein Workshop zu Ehren Klaus Heinrichs am Berliner Psychoanalytischen Institut
Buchbesprechungen
Bernhard Strauß, Mark Galliker, Michael Linden, Jochen Schweitzer (Hg.): Ideengeschichte der Psychotherapieverfahren. Theorien, Konzepte, Methoden
(Andrea Huppke)
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