Zeitschrift | Ausgabe
PSYCHE 77 (2023), 12
Im Beitrag wird ausgeführt, wie Krisensituationen wie die Coronapandemie Zirkel der Entgrenzung von Misstrauen, Projektionen und Spaltungen in Gang bringen können. Im Zuge dessen werden dann auch individuelle Pathologie und psychische Desintegration, wie sie sich zum Beispiel in Verfolgungsängsten zum Ausdruck bringen, kollektiv neu gerahmt und damit normalisiert. Anhand von Befunden einer Pilotstudie werden entsprechende Dynamiken nachgezeichnet, und es wird aufgezeigt, welche psychosozialen Funktionen der Triumph des Misstrauens erlangen kann.
INHALT
Hauptartikel
Triumph des Misstrauens. Normalisierte Spaltungen in der Coronakrise
Vera King, Katarina Busch, Ferdinand Sutterlüty, Mardeni Simoni
»Haha!« und »Aha!«. Der Humor der Psychoanalyse
Kai Rugenstein
Seite 1074 - 1103
Tagungsbericht
»Machtmissbrauch in der Psychotherapie. Verbreitung und institutionelle Prozesse«. Eine Tagung des Ethikverein e.V. setzt sich mit schmerzhaften Wahrheiten auseinander und ringt um Aufarbeitung und Schutz
Bettina Herrmann
Seite 1104 - 1116
Buchbesprechungen
Klaus Heinrich: ursprung in actu. Zur Rekultifizierung des Denkens in Martin Heideggers »Beiträge zur Philosophie (Vom Ereignis)«
Benedikt Salfeld
Seite 1119 - 1125
Nina Bakman: Fünf Psychoanalytikerinnen. Frauen in der Generation nach Sigmund Freud
Regine Lockot
Seite 1126 - 1129
Ingrid Erhardt (Hg.): Resonanzprozesse zwischen Werk und Biografie. Jahrbuch für Psychoanalyse und Musik, Bd. 5
Michael B. Buchholz
Seite 1129 - 1134
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PSYCHE. Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen
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