Zeitschrift | Ausgabe
Soziale Welt 74 (2023), 3
Lange Zeit stand die Be/Wertung von (im)materiellen Dingen im Fokus der Bewertungsforschung. Dieser Aufsatz untersucht hingegen die Bewertung von Menschen und die Behandlung, die ihrer Bewertung vorausgeht. Der Fall, an dem diese Praxis untersucht wird, ist die Bildung von Student*innen der Ingenieurwissenschaften durch universitäres Lehrpersonal. Als akademische Bildungsorganisationen etablieren Universitäten einen curricularen Parcours, den Student*innen als temporäre Mitglieder durchlaufen und dabei Fachwissen erwerben, eine Vision des Faches übernehmen, Handgriffe einüben und ihr Fachwissen praktisch erproben. An exemplarischen Stationen des Curriculums expliziert der Aufsatz mündliche und schriftliche Verfahren der Bewertung und zeigt soziologisch relevante Bezugspunkte der Menschenbewertung auf, sowie die Kontingenz und Dynamik des Bewertungsprozesses, in den das universitäre Lehrpersonal verstrickt ist.
INHALT
Aufsätze
Zwischen Kontingenz und Curricula. Bewertungsprozesse in der universitären Lehre
Herbert Kalthoff, Kornelia Engert
S. 335–361
(K)ein Platz für die Kunst und Kultur ethnischer Minderheiten? Zur Unterstützung der öffentlichen Förderung der Kunst und Kultur ethnischer Minderheiten in der deutschen Bevölkerung
Tim Sawert
S. 362–389
Homeoffice und suchthaftes Arbeiten in Deutschland. Sind Homeofficeintensität und betriebliche Regulierung von Bedeutung?
Christian Ebner, Beatrice van Berk, Daniela Rohrbach-Schmidt
S. 390–430
Social Origin and Students’ Trajectory Patterns at German Universities. A Sequence-Analytical Approach
Christina Haas
S. 431–465
Sozialwissenschaftliche Forschungsdaten
Growing up in Germany prior to and in the early days of the pandemic. AID:A 2019 data on children, youth, and families
Susanne Kuger, Ulrich Pötter, Holger Quellenberg
S. 466–478
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