Zeitschrift | Ausgabe
Zeitschrift für Theoretische Soziologie (2022), 1-2
Die digitale Transformation erfasst nicht nur die Gesellschaft, sondern sie wird auch für leicht abgehobene Krähennester, von denen aus sie beobachtet wird, zum kulturellen Standard halbwegs sichtbarer Kommunikation. Die ZTS feiert, ohne auffällige Inszenierung, ihr zehnjähriges Bestehen. Ein Resümee der Debatten, die in diesem Jahrzehnt in unserer Zeitschrift gelaufen sind, vielleicht sogar gewisser Tendenzen in der facheigenen Theorieentwicklung, die sich hier niedergeschlagen haben mögen, folgt zu späterem Zeitpunkt. Zunächst stellen wir angesichts der genannten Entwicklung und Bedeutung digitaler Publizität um. Zum einen als Würdigung der Transformation der Kommunikationskonventionen, zum anderen in Resonanz für das vielfach vorgebrachte Interesse von Autorinnen und Autoren wird die ZTS auf open access umgestellt. Ab jetzt sind alle bisher erschienenen und künftigen Beiträge nach einem Moratorium von zwei Ausgaben frei online verfügbar. Wir freuen uns sehr, dass dieser Schritt in Zusammenarbeit mit unserem Verlag Beltz-Juventa möglich war und hoffen, dadurch unserem Anteil an der Theoriedebatte in Deutschland noch mehr Sichtbarkeit zu verleihen.
INHALT
Editorial – Im Zeichen der Digitalität
Probleme der Methodologie Max Webers und ihre Überwindung durch Karl R. Popper und Alfred Schütz
»Digitaler Kapitalismus« – der Generalschlüssel für die Kernprobleme heutiger Gesellschaften?
Politische Ökonomie ohne Soziologie? - Philipp Staabs »Digitaler Kapitalismus« und die ungelösten Probleme der Werttheorie
Auf der Suche nach dem analytischen Kern – Philipp Staab und der digitale Kapitalismus
Proletarische Öffentlichkeit revisited - Konzeptionelle und forschungsprogrammatische Überlegungen zum Strukturwandel arbeitspolitischer Öffentlichkeiten
The Public and Its Disputes - Ein Essay zu einer pragmatistisch fundierten konfliktsoziologischen Perspektive auf Öffentlichkeit
»Wir brauchen eine gesamtgesellschaftliche Debatte« - Gesellschaftliche Differenzierung und das Integrationsparadox der Öffentlichkeit