Zeitschrift

Merkur. Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken

Website: https://www.merkur-zeitschrift.de/
Erscheint: 12 Ausgaben/Jahr

Der Merkur ist eine der wichtigsten und angesehensten Kulturzeitschriften im deutschsprachigen Raum. 1947 als Monatsheft gegründet, erscheint er mittlerweile seit siebzig Jahren. Hinter dieser ungewöhnlichen Langlebigkeit steht ein einfaches Konzept: Der Merkur vertritt keine weltanschauliche, politische oder auch ästhetische Agenda. Er geht davon aus, dass seine Leser sich ihr Urteil selber bilden wollen. Deshalb setzt er nicht auf vorgefasste Meinungen, sondern auf Neugier, Sachkenntnis, Widerspruchsgeist und kompromissloses Qualitätsbewusstsein.

Der Merkur ist kein akademisches Journal, auch wenn viele seiner Autoren/innen Universitätsleute sind. Er funktioniert nicht als Belangblatt einer bestimmten Generation, einer Partei, eines Milieus oder einer Interessengruppe. Er ist aber auch kein klassisches Literatur- oder Kunstmagazin und erst recht nicht potenziertes Feuilleton. Der Merkur ist eine Kulturzeitschrift. Kultur aber präsentiert sich höchst selten als friedliches Reservat gediegener Bildung und ethischer Einmütigkeit. Kultur ist das unübersichtliche, lärmende, stets umkämpfte Feld, auf dem die wesentlichen Fragen der Gegenwart, die Fragen, die ihre Ideale, Selbstbilder und Wertvorstellungen auf die Probe stellen, öffentlich formuliert und kontrovers verhandelt werden, ob sie nun Kunst, Wissenschaft, Politik, Philosophie, Wirtschaft oder Gesellschaft betreffen. Die interessantesten Positionen, die überzeugendsten Argumente, die spannendsten Thesen, die anregendsten Vorschläge und Theorieentwürfe treffen im Merkur regelmäßig aufeinander.

Ausgaben

Ausgabe | Zeitschrift

Merkur 885 (2023), 2

In seinem Nachruf würdigt Kai Sina den Schriftsteller und Intellektuellen Hans Magnus Enzensberger als „Repräsentanten der Liberalität, als ein demokratisches Vorbild“. In Tunesien ist es zu einem Staatsstreich von oben gekommen – Tom Stevenson erklärt, warum auch zuvor schon nicht mehr viel vom „Arabischen Frühling“…

Artikel lesen

Ausgabe | Zeitschrift

Merkur 884 (2023), 1

Im Lauf der letzten Jahre ist den multiplen Krisenbefunden der Gegenwart der Begriff »Asylkrise« beigefügt worden, der dem Blick auf vermeintliche »Flüchtlingswellen« die Frage nach der Leistungsfähigkeit und der Fairness staatlicher Institutionen zur Seite stellt. Dem Begriff der Asylkrise könnte aber auch eine…

Artikel lesen

Newsletter